Archiv für Oktober 2008

Ubuntu 8.10 Upgrade im Betrieb

Freitag, 31. Oktober 2008

Intrepid Ibex ist ja pünktlich erschienen und so habe ich nicht lange gefackelt und die neue Version eingespielt; im laufenden Betrieb, per update-manager. Das hat ganz gut funktioniert, dauerte etwa eine Stunde und bislang habe ich keine Fehler entdeckt.

sudo update-manager -c

ging nicht, sollte aber eigentlich schon. So wie ich es verstanden habe, wäre dies der Befehl, um ein Upgrade durchzuführen, wenn die neue Version den Vorabstatus verlassen hat. Wahrscheinlich ist diese Version auf “unserem” Updateserver noch nicht als Final geflagt. Dafür funktionierte der Befehl, um eine Vorabversion zu installieren:

sudo update-manager -d

Ich musste hernach lediglich das WLAN neu einrichten, die Verbindung zu meiner Bluetooth-Maus neu herstellen und die VirtualBox neu kompilieren. Ich nutze aber auch sehr selten Software, die nicht in den Quellen von Untu vorhanden sind. Bis anhin habe ich keine weiteren Dinge einrichten oder anpassen müssen. Allerdings fahre ich erst etwa eine Stunde auf dem neuen System. Sollten noch Herausforderungen auftauchen, werde ich darüber berichten.

Upgrade auf 8.10

Das hat bestens funktioniert! Wenn nur alles so einfach wäre… dann würde es wohl langweilig werden, oder?

Fremdgehen mit sidux

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Schon länger wollte ich mal sidux, das auf Debian sid basierende Linux/GNU, antesten. Die sid-Pakete unter Debian sind recht aktuell und noch kaum getestet; sie werden deswegen auch als unstabil bezeichnet. Wenn man etwas böse sein möchte und über eine geschärfte Zunge verfügt, dürfte man mit etwas Mut behaupten, die sid-Päckli ergäben eine moderne Debian-Distribution ;-)

Fremdgehen würde ich mit sidux eigentlich nicht, denn schliesslich bliebe ich in der “Debian-Familie”, denn auch Ubuntu stammt davon ab. Also habe ich mir eine LiveCD besorgt und diese dann gemäss Anweisung mit einer eher langsamen Geschwindigkeit auf eine Scheibe gebrannt. Damit lässt sich dann das System booten, ohne das der installierten Distribution einen Schaden zugefügt wird. Leider habe ich keine sidux-LiveCD gefunden, die Gnome beinhaltet. KDE habe ich nicht so gerne. Ich fühle mich dann immer an Windows und SuSE erinnert. Gnome liesse sich natürlich nachträglich, wenn man das System wirklich dauerhaft nutzen möchte, installieren, denn sidux ist vollständig zu Debian “kompatibel” und kann daher dessen Paketquellen nutzen.

Die LiveCD vermag zu begeistern, auch wenn man KDE nicht mag. Mich stört der Umstand, dass sich WIFI oder WLAN Treiber nicht sofort ab der LiveCD installieren lassen. Es lägen rechtliche Herausforderungen vor, die das nicht zuliessen. Dazu müsste ich also zuerst einen LAN-Faden ziehen und dann die entsprechenden Päckli holen oder sie per USB-Stick übertragen. Das wollte ich aber nicht und so habe ich einstweilen den Test abgebrochen.

Durchaus könnte ich mir vorstellen, dereinst mal mit sidux zu arbeiten. Das wäre wieder mal eine Distribution, die nicht im Lichtkegel des Mainstreams stünde. Mit all den Vor- und Nachteilen, die sich daraus ergäben.

Ubuntu lahm im Test

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Wie der PC-Blick in der heutigen Ausgabe (online) schreibt, würden sich die neuen Versionen von Ubuntu jeweils in Sachen Geschwindigkeit verschlechtern. Der eigentliche Test hat phoronix durchgeführt. Dabei wurde jeweils dieselbe Hardware verwendet.

Die Leistung von Ubuntu verringere sich mit jeder neuen Distribution.

Wie weiter zu lesen ist, hinge dieser Umstand nicht nur an Ubuntu selbst, sondern an den Applikationen, welche mit dem Linux/GNU ausgeliefert werden. Denn der gewählte Fenstermanager und weitere Teile setzen auf moderne Hardware und fordern entsprechend mehr Leistung. Das ist ja ein ganz normaler Vorgang, den es bei andern Betriebssystemen in einer viel grösseren Auswirkung auch gibt. Vergleicht man Mac OS 10.4 mit 10.5 auf derselben Hardware, kommt man unter Umständen noch einmal auf die Welt. Und von Windows will ich gar nicht erst reden.

Mir ist nicht ganz klar, weswegen man nun auf dem Ubuntu so herumhacken will, zumal es wohl noch am besten wegkommt, würde man denselben Test mit andern Betriebssystemen tun. Der Bericht von phoronix geht aber darauf nicht ein. Es ist bloss nachzulesen, dass die Testsoftware auch für Mac zur Verfügung stünde.

Ein Linux-Offline-Stöckchen

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Gewusst habe ich es ja, dass es dereinst bei mir eintreffen wird, zunächst über die Grenze der EU in eine Zone der Freiheit und dem Föderalismus quälend schleppend, so es den Weg zu mir in den Hardware-Briefkasten finden möge. Und just heute schon ist es da. Das Offline-Stöckchen vom Bürgermeister persönlich!

Die Postkarte mit einem persönlichen Text von Sirko versehen ist eine Einladung zu den Chemnitzer Linux Tagen vom 14. und 15. März 2009. Dannzumal findet auch das BarCamp Mitteldeutschland zu Jena statt, aber in diesem Fall werde ich die Linux Tage dem Camp vorziehen. Da habe ich mich schön verschaut, das BarCamp findet am 14. und 15. Februar 2009 statt. Aber ich musste zunächst mal “openstreetmappen” um zu sehen, wo denn Chemnitz überhaupt zu finden ist. Die Stadt liegt ungefähr 600 Kilometer, von Zürich Richtung Nord-Nord-Osten, entfernt, Hauptrichtung Dresden. Da werde ich gerne hinfahren, war nämlich noch nie in dieser Region.

In diesem Sinne bedanke ich mich herzlich beim Bürgermeister für diese Einladung auf einem solch freundlichen Weg. Ich freue mich, Dich endlich mal in voller Grösse zu sehen! Danke, Junge!

Weg von der Lizenzierung hin zum Service

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Eine gelungene Zusammenfassung der Aussagen von Mark Shuttleworth zu “seinem Ubuntu-Projekt” findet sich auf ikhaya. Das folgende Zitat halte ich für eine zentrale Aussage:

Ich bleibe zuversichtlich, dass das das richtige Geschäftsmodell für unsere Branche ist. Linux ist die treibende Kraft und bewirkt, dass sich die Software-Industrie in neue Geschäftsmodelle bewegt: Weg von der Lizenzierung hin zum Service.

Für uns Ubuntu-Nutzer dürfte vielleicht der nachstehende Abschnitt beruhigend wirken; mindestens dann, wenn einem daran gelegen ist, dass es Ubuntu in der heutigen Form noch eine Weile gibt:

Nutzern von Ubuntu [...] muss angesichts der noch nicht erreichten schwarzen Zahlen Canonicals nicht der Angstschweiß auf die Stirn treten: Die Ubuntu_Foundation [...] stellt die langfristige Bereitstellung der Updates sicher, setzt weitere Releases der Distribution fort und bietet Freie_Software weiterhin kostenlos und in hoher Qualität an.

Danke für diesen Beitrag, UbuntuFlo!

Einführung Ubuntu

Montag, 27. Oktober 2008

Philipp Gassmann hat mich gebeten, ein paar Worte über seine Maturaarbeit, die sich um das Thema Ubuntu dreht, zu schreiben. Das tue ich natürlich gerne und umso lieber, als es sich um ein wirklich brauchbares Papier über die Einführung in Ubuntu dreht.

Eine kurze und verständliche Einführung in Ubuntu gibt es nun im PDF-Format, welche sich vornehmlich an Anfänger und Umsteiger richtet. Damit steht ein weiteres, tolles Werkzeug zur Verfügung, um die Verbreitung und Akzeptanz Ubuntus voranzutreiben.

Auf der einen Seite finde ich es sehr lobenswert, dass sich (junge) Menschen für die Verbreitung und vor allem für die Akzeptanz von Linux und in diesem Fall für Ubuntu einsetzen, auf der andern Seite stelle ich immer öfters feste, dass ich eine Distribution nutze, die sich zum Mainstream wandelt. Das hat viele Vorteile – beispielsweise gibt es für viele Applikationen mittlerweile fertige *.deb-Päckli, zugeschnitten auf Ubuntu – aber auch den Nachteil, dass ich selbst auch zu einem “Mainstreamer” werde. Und das will ich eigentlich gar nicht, sonst wäre ich wohl kein Linüxler.

Wie dem auch sei; die Arbeit von Philipp schätze ich als sehr gelungen ein und meine, dass Jeder sie einmal ansehen sollte – unabhängig vom Schweregrad seines Wissens.

Übrigens, Philipp wohnt in der Schweiz, und zwar in Uerkheim. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich zunächst einmal nachsehen musste, wo das Kaff die Ortschaft überhaupt liegt. Sie findet sich etwas südlich von Kölliken im Kanton Aargau.

Sprachdateien bearbeiten

Freitag, 24. Oktober 2008

Zurzeit kämpfe ich mit einem kleinen Problem bei einem Hoster im Zusammenhang mit der deutschen Sprachdatei zu WordPress. Offenbar verursacht die ein Memory-Problem, irgend ein Prozess oder ein Skript reisst zuviel flüchtiger Speicher an sich heran. Allerdings erscheint der Fehler bereits beim ersten Aufruf (vor der Installation) von WordPress:

Fatal error: Allowed memory size of 33554432 bytes exhausted (tried to allocate 244712 bytes) in /home/juergvon/public_html/wp-includes/streams.php on line 69

Die Lösung, in der php.ini mehr Speicher zuzuweisen, bringt kein Erfolg. Sobald die deutsche Sprachdatei in der config.php ausdokumentiert wird, läuft das CMS. Offenbar ist das ein bekannter Fehler, aber eine Lösung habe ich dazu nicht gefunden.

Ich habe das Problem nun an den Support des Hosters weitergereicht; bis jetzt haben die Jungs dort aber offenbar auch noch keine Lösung im Sack. Dieselbe Installation läuft natürlich auf andern Hosts problemlos. Wie dem auch sei; da ich aus der Beschreibung des Fehlers die Sprachdatei ansehen wollte, lud ich die deutsche Sprachdatei als Portable Object herunter und wollte sie bequem ansehen. Dabei stiess ich auf den Editor Poedit, der in den Quellen von Ubuntu vorhanden ist.

Installieren lässt sich der Editor per Konsole ganz einfach:

sudo apt-get install poedit

Es hat mir in diesem Kontext zwar nichts geholfen, denn die Sprachdatei ist ja in Ordnung – schliesslich läuft sie auf unzähligen Blogs ohne Fehler – aber ich konnte wieder etwas lernen und eine neue, kleine und hilfreiche Applikation kennenlernen. Das Programm stellt den Originaltext und die Übersetzung schön in zwei Fenstern dar. Ganz praktisch! Ausserdem lassen sich damit eine Menge anderer Sachen anstellen. Ich lasse das Teil installiert, man weiss ja nie, wann ich wieder froh darum bin.

Wammu und Sony Ericsson K610i

Montag, 20. Oktober 2008

Zur alten Garde gehöre ich und deswegen nutze ich nicht immer ein mobiler Telefonapparat der neuesten Generation, sondern gebe mich mit dem, was da ist, zufrieden. Im Moment ist das ein altgedientes Sony Ericsson K610i. Das hat alles, was ich brauche, sogar eine Kamera.

Die meisten Inhalte lassen sich unter Ubuntu auch problemlos per Wammu via USB anzeigen und verwalten. Bis auf die Inhalte, die auf der SIM-Karte liegen, lässt sich alles damit anstellen – mehr oder weniger komfortabel.

Im Grunde geht es mir darum, dass ich die lästigen Kontakte nicht per Handy-Tastatur eintragen und pflegen muss. Ist ja schlimm! Abgleichen tue ich das Handy nicht, das habe ich mir schon vor mehreren Jahren abgewöhnt. Das führt nämlich über kurz oder lang zu Ärger, weil entweder die Synchronisation gar nicht will oder Teile beziehungsweise alles doppelt überträgt. Deswegen verzichte ich mit Freuden darauf. Es reicht mir, wenn ich bei uns im Betrieb sehe, mit welchen Problemen sich die abgleichenden Menschen herumschlagen müssen.

Wammu ist in den Quellen von Ubuntu vorhanden und lässt sich deswegen per apt installieren:

sudo apt-get install wammu

Bei mir hat das schon gereicht, es brauchte keinen andern Pakete mehr. Vielleicht wurden noch ein paar anhängige Päckli installiert, habe die Installation nicht beobachtet. Ich nutze den Wizard, um ein neues Telefon zu verbinden, stellte hernach in den Einstellungen die Verbindung auf blueat um und dann klappte die Connection per USB sofort.

Die rudimentären Sachen lassen sich damit erledigen und das reicht ja schon. Wer bloss SMS per Gnome verschicken möchte, sollte sich vielleicht einmal den gnome-phone-manager ansehen.

Mich interessiert, was Du allenfalls nutzt, um per Linux auf Dein Handy zu kommen. Welche Erfahrungen hast Du gemacht?

Alles ist möglich

Samstag, 18. Oktober 2008

Gefunden bei Yoschi

Ubuntu auf eee pc

Donnerstag, 02. Oktober 2008

Mit dieser Anleitung war es ein Leichtes, auf dem EEE PC 900 Ubuntu zu installieren. Ich habe die Variante per USB-Stick gewählt und konnte alles, bis auf die Kamera, zum Laufen bringen. Aber auch das werde ich noch korrigieren, hoffe ich zumindest.

Mit UNetbootin konnte ich zunächst das ISO-File auf den Stick portieren. Allerdings brauchte ich zuvor noch drei Päckli, nämlich mtools und syslinux sowie p7zip-full. Danach konnte ich loslegen, das Ganze geht grafisch. Mit einem Doppelklick auf UNetbootin startete das Programm und erledigte für mich den “Umzug” des ISO-File als bootfähiger Stick.

Das Kopieren auf den Stick dauerte nur ein paar wenige Minuten und danach hatte ich ein bootfähiges Teil, um damit den EEEPC zu starten.

Danach am EEEPC den Stick einstecken, das Gerät starten, ESC drücken und das Medium zum Booten auswählen. Alles andere ergibt sich von selbst. Die Installation weicht “äusserlich” etwas von einer Desktop-Installation ab. Nach etwa 45 Minuten konnte ich mich einloggen und loslegen. Schön gemacht ist die Ubuntu eee Variante!

So lässt sich ganz gut arbeiten, mindestens die Dinge, welche überhaupt auf einem Netbook bearbeitet werden können und sollten. Das Gerät gibt es ja auch unter WinDOS, ich halte es für wichtig, dass eben kein WinDOS drauf ist, sondern etwas anderes. Und in zweiter Instanz würde ich dann das xandros von der Platte verdammen. Das ist eines der schlechtesten Derivate, die ich je gesehen habe.

In einem nächsten Schritt werde ich dann mit einem lieben Kollegen zusammen versuchen, Gentoo auf das Teil zu bringen. Das dürfte noch etwas performanter als Ubuntu wirken.