Das Fenster des Firefox maximiere ich nie, somit ich nebenher noch etwas Platz auf dem Gnome-Desktop frei habe. Ich könnte auch einfach einen andern Desktop nutzen, aber ich habe mich nun so daran gewohnt, dass ich dabei bleibe und Firefox in einem Teilfenster nutze. Ab und an passiert es, dass (s)ich dieses Fenster verschieb(t)e. Wenn ich es dann wieder an “den richtigen Ort” stelle und den Browser schliesse, öffnet er sich beim nächsten Mal ums Verrecken am falschen Platz. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, aber massiv lästig.
Unter Gnome gibt es ein Programm namens Metacity, welches für die Verwaltung der Fenster-Eigenschaften zuständig ist. Dies könnte ich beeinflussen, beispielsweise mit der Applikation Devilspie. Ist aber kompliziert und, wenn man die Anwendung das erste Mal nutzt, auch aufwändig. Ausserdem möchte ich ja bloss für den Firefox eine Lösung finden und nicht für alle möglichen und unmöglichen Fenster.
In diesem Fall eignet sich eine sehr einfache Lösung. Der Firefox legt ein paar Eigenschaften im Home-Ordner des jeweiligen Benutzers ab, die man bearbeiten kann. Dazu sollte man aber zuerst den Firefox beenden, weil der Kerl nämlich die Datei überschreibt, sobald man den Browser schliesst. Im Verzeichnis .mozilla/firefox/Profil-Verzeichnis.default/ liegt die Datei localstore.rdf. Wer keine Lust hat, die Datei zu bearbeiten, kann sie entweder löschen oder mindestens die Sektion #main-window entfernen und nachher den Firefox starten, die Position festlegen und das wäre es dann schon. Aber damit gehen auch die Einstellungen der Menüleiste und andere Parameter verloren, deswegen würde ich sie bearbeiten. Im ersten Abschnitt (#main-window) befinden sich die richtigen Werte:
sizemode="normal"
width="1165"
height="1000"
screenX="3"
screenY="23"
Der Sizemodus legt hier ein Teilfenster fest, könnte auch mit dem Wert maximized maximiert sein. Mit width legt man die Breite des Browser fest, mit height die Höhe (in Pixel). Dann folgt die X-Y-Achse, welche die Bildschirmkoordinaten beschreiben. Und das war es dann schon; Firefox starten und fertig.
Und wenn dann widererwarten der Firefox noch immer Zicken macht, greife ich zu härteren Mitteln:
sudo chattr +i localstore.rdf
Damit entziehe ich die Änderungsrechte an der Datei. Als sudo kann man natürlich trotzdem Änderungen anbringen. Rückgängig macht man den Befehl, in dem ein Minus (-) statt ein Plus (+) vor dem Attribut i verwendet wird.