Archiv für November 2008

Ubuntu in Japan

Sonntag, 30. November 2008

Beim Suchen nach einer Lösung mit einem Problem zu f-spot, das ich dann schlussendlich nicht lösen konnte, stiess ich auf die Website der japanischen Ubuntumenschen. Witzig, wie das ausschaut; offensichtlich schreiben die Japaner Ubuntu immer in unserer Schrift.

Beim f-spot geht es um die Fehlermeldung, welche scrawl hier schon beschrieben hat.

GdkPixbuf-WARNING **: GdkPixbufLoader finalized without calling gdk_pixbuf_loader_close() - this is not allowed. You must explicitly end the data stream to the loader before dropping the last reference

Leider fand ich keine Lösung, Der Bug wird mehrfach erwähnt, aber eine Behebung des Fehlers fand ich nicht. Selbst nach dem Löschen der DB sowie des gesamten Ordners im Home-Verzeichnis und dem Importieren aller Bilder erschien der selbe Fehler wieder. Wahrscheinlich sind ein paar Bilder korrupt. Vorläufig habe ich es so gelöst, dass ich eine neue DB angelegt habe, in der ich bloss noch die neuen Bilder ablege. Keine komfortable Lösung, aber eine andere Anwendung will ich nicht nutzen.

LifeCam VX-7000 von Microsoft und Ubuntu 8.10

Samstag, 29. November 2008

Vor einigen Monaten erhielt ich im Zuge einer Zusammenarbeit mit einer Agentur, welche die Vermarktung von Microsoft-Hardware in der Schweiz realisierte, eine Microsoft WebCam. Die hat damals nur unter Windows funktioniert, was ich der Kamera auch nicht übel nahm. Denn die LifeCam VX-7000 kam ja aus demselben Haus wie das quellverschlossene Betriebssystem. Dann habe ich die WebCam zur Seite gelegt und nun ist sie mir wieder in die Hände geraten. Und so habe ich sie angeschlossen, ein lsusb befohlen, um zu sehen, ob sie etwas ausspuckt:

Bus 007 Device 002: ID 045e:0723 Microsoft Corp.

Ohne weitere Abklärungen zu treffen, installierte ich Cheese und siehe da, die Kamera funktionierte auf Anhieb! Das hat mich sehr positiv überrascht, hätte ich nicht erwartet.

Ich weiss gar nicht, ob man die Kamera noch erwerben kann, vielleicht gibt es dieses Modell gar nicht mehr im Handel. Auf jeden Fall erzeugt die WebCam recht anständige Bilder und Videos. Klar ist es heute schon fast “normal”, im Notebook oder Netbook die Kamera inkludiert zu haben, bei mir ist das halt beim ThinkPad R61 noch nicht der Fall.

Und so bin ich froh, dass ich damals die WebCam nicht weggegeben oder verschrottet habe. So kann sie immerhin noch ein paar Bilder erzeugen.

Horde Webmail auf Ubuntu in Deutsch

Donnerstag, 27. November 2008

Im Moment schlage ich mich – nebst andern Dingen in der lieblichen Linux-Welt – mit Horde herum. Mir will nicht ganz in den Kopf, weshalb Horde selbst nicht in der Lage sein soll, fremde POP3-Konten anzuzapfen. Stattdessen müsste ich wohl Fetchmail auf dem Server betreiben und die Konten so abfragen. Ja, ich weiss, bei Linux ist es quasi hysterisch historisch bedingt, dass die Maildienste in diverse Aufgaben und Applikationen aufgeteilt wurden. Hat durchaus auch Vorteile, unbestritten. Aber hier stört es mich eher. Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben, sondern bloss eine kurze Notiz hinterlassen, wie man unter einem Ubuntu-Server die Weboberfläche bei Horde in Deutsch zum Laufen bringt.

In den Optionen unter Horde ist es zwar möglich, Deutsch als Sprache auszuwählen, es nützt aber nichts. Englisch bleibt weiterhin aktiv. Möchte man das ändern, braucht es die entsprechende Installation (locales) und ausserdem eine Aktivierung der richtigen Sprache. Um nachzusehen. ob die gewünschte Sprache überhaupt verfügbar wäre, reicht ein Befehl:

sudo less /usr/share/i18n/SUPPORTED

Will man dann Deutsch aktivieren, ist die nachfolgende Anweisung die richtige:

sudo locale-gen de_CH.UTF-8

beziehungsweise für Deutschland wäre dieses richtig:

sudo locale-gen de_DE.UTF-8

Hat alles geklappt, sollte nun der Webserver noch neu gestartet werden, so auch der merkt, dass er nun anders sprechen soll:

/etc/init.d/apache2 restart

Yo, und dann sollte auch Horde fähig sein, das gute, alte Deutsch anzuwenden. Bei mir hat es auf jeden Fall auf Anhieb geklappt. Ich verstehe zwar das technische Englisch, aber Deutsch ist mir immer noch etwas lieber, vor allem wenn die Übersetzung – so wie bei Horde – eine gute Qualität aufweist.

Tiny Tiny RSS überzeugt noch nicht ganz

Mittwoch, 26. November 2008

Wie es Dirk auch noch im Sinn hat, so habe ich gestern Nacht den Feedreader Tiny Tiny RSS bei mir auf dem Ubuntu-Server installiert. Ich suche nach einer Alternative zu Feed on Feeds. Letztere Lösung wird seit einem Jahr nicht mehr aktiv gepflegt und es wären meiner Ansicht nach ein paar dringende Verbesserungen nötig. Zur Not nutze ich den Google Reader, das ist aber bloss eine temporäre Lösung.

Die Installation von Tiny Tiny RSS verlief ganz flott. Als verwöhnter Wizard-Nutzer musste ich die SQL-Anweisungen, um die Tabellen zu erzeugen, selbst absetzen. Das klappte aber auch ordentlich, weil die entsprechenden SQL-Befehle sauber im Download-Paket liegen und auf Anhieb funktionieren. Etwas Mühe hatte ich beim Erstellen des Cronjobs, so dass die Feed regelmässig abgegrast werden. Schliesslich fand ich aber in der Hilfe die entsprechende Lösung, die nun korrekt funktioniert:

/usr/bin/wget --quiet --output-document=/dev/null "http://YOUR_SITE/TTRSS_LOCATION/backend.php?op=globalUpdateFeeds&daemon=1"

Diesen Artikel schreibe ich in der Schule, kurz bevor es losgeht – ich darf ja wieder einmal meine M$-Zertifikate erneuern und sitze deshalb in der Microwin zu Wallisellen in einem Windows-Server 2008-Kurs – und da gibt es, wie soll es denn bei einem Windows-Kurs auch anders sein, bloss den Internet Explorer 7. Und damit lassen sich die Feeds nur sehr schwer lesen, die Seite mit den Inhalten wird erst geladen, während dem ich den Inhalt des Fensters nach unten scrolle. Das kann es ja wohl nicht sein. Es ist aber auch möglich, dass der Fehler aufgrund der lokalen Installation entsteht.

Ansonsten macht das Teil einen guten Eindruck, vor allem optisch gibt es im Vergleich zu Feed on Feeds deutlich mehr her. Ebenfall lässt sich die Applikation in einem simplen Modus betreiben, bei der keine Benutzerangaben nötig sind, oder man kann sich Tiny Tiny RSS so einrichten, dass verschiedene Benutzer ein Profil bekommen. Die Optionen sind recht breit ausgestattet, so sich Vorlieben und Lesegewohnheiten berücksichtigen lassen. Auch der Import einer OPML-Datei hat auf Anhieb inklusive der Kategorieren geklappt.

Als nächstes möchte ich Tiny Tiny RSS mit einem Firefox ausprobieren und die Feinheiten noch richtig einstellen. Vielleicht finde ich auch noch einen Hinweis zum “Scrollfehler” im IE.

Linux Nacht in Chemnitz

Dienstag, 25. November 2008

Wie ich gestern beim Bürgermeister lesen konnte, kann man sich für die Linux Nacht, welche anlässlich der Linux Tage zu Chemnitz vom 14. und 15. März 2008 stattfindet, mit einer Idee zu einem Lighning Talk oder zu einer Projektküche anmelden:

Lightning Talks: Gefragt sind interessante Ideen, kleine Projekte oder neue Werkzeuge.

Projekteküche: Ihr Projekt sucht Mitstreiter? Was ist zu tun, welche Aufgaben erwarten einen, wie kann man teilnehmen? Die Gelegenheit, diese Fragen zu beantworten!

Solche Aufforderungen im Vorfeld einer “Community-Veranstaltung” halte ich als alter BarCamper für unerlässlich und finde, dass die Jungs das Ganze recht gut im Griff halten. Ich habe dort eine Idee notiert, vielleicht kommt sie gut an und wenn nicht, gehe ich trotzdem nach Chemnitz ;-)

Gleichzeitig entdeckte ich gestern, dass es auf den Linux Tagen 2009 ein “veranstaltungs-internes” Kinderparadies gibt. Je nach Wetter sind solche Einrichtungen recht gefragt. Wir haben ja geplant, mit unserer Familie da hin zu reisen und da könnte sich Ruben freuen, mit andern Kindern zu basteln.

Langsam aber sicher werden mir die Linux Tage immer sympathischer. Auf jeden Fall freue ich mich auf die Veranstaltung, aber ich bin auch auf die Gegend gespannt, denn wir waren noch nie in dem Teil Deutschlands.

Fensterposition des Firefox festlegen

Dienstag, 25. November 2008

Das Fenster des Firefox maximiere ich nie, somit ich nebenher noch etwas Platz auf dem Gnome-Desktop frei habe. Ich könnte auch einfach einen andern Desktop nutzen, aber ich habe mich nun so daran gewohnt, dass ich dabei bleibe und Firefox in einem Teilfenster nutze. Ab und an passiert es, dass (s)ich dieses Fenster verschieb(t)e. Wenn ich es dann wieder an “den richtigen Ort” stelle und den Browser schliesse, öffnet er sich beim nächsten Mal ums Verrecken am falschen Platz. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, aber massiv lästig.

Unter Gnome gibt es ein Programm namens Metacity, welches für die Verwaltung der Fenster-Eigenschaften zuständig ist. Dies könnte ich beeinflussen, beispielsweise mit der Applikation Devilspie. Ist aber kompliziert und, wenn man die Anwendung das erste Mal nutzt, auch aufwändig. Ausserdem möchte ich ja bloss für den Firefox eine Lösung finden und nicht für alle möglichen und unmöglichen Fenster.

In diesem Fall eignet sich eine sehr einfache Lösung. Der Firefox legt ein paar Eigenschaften im Home-Ordner des jeweiligen Benutzers ab, die man bearbeiten kann. Dazu sollte man aber zuerst den Firefox beenden, weil der Kerl nämlich die Datei überschreibt, sobald man den Browser schliesst. Im Verzeichnis .mozilla/firefox/Profil-Verzeichnis.default/ liegt die Datei localstore.rdf. Wer keine Lust hat, die Datei zu bearbeiten, kann sie entweder löschen oder mindestens die Sektion #main-window entfernen und nachher den Firefox starten, die Position festlegen und das wäre es dann schon. Aber damit gehen auch die Einstellungen der Menüleiste und andere Parameter verloren, deswegen würde ich sie bearbeiten. Im ersten Abschnitt (#main-window) befinden sich die richtigen Werte:

sizemode="normal"
width="1165"
height="1000"
screenX="3"
screenY="23"

Der Sizemodus legt hier ein Teilfenster fest, könnte auch mit dem Wert maximized maximiert sein. Mit width legt man die Breite des Browser fest, mit height die Höhe (in Pixel). Dann folgt die X-Y-Achse, welche die Bildschirmkoordinaten beschreiben. Und das war es dann schon; Firefox starten und fertig.

Und wenn dann widererwarten der Firefox noch immer Zicken macht, greife ich zu härteren Mitteln:

sudo chattr +i localstore.rdf

Damit entziehe ich die Änderungsrechte an der Datei. Als sudo kann man natürlich trotzdem Änderungen anbringen. Rückgängig macht man den Befehl, in dem ein Minus (-) statt ein Plus (+) vor dem Attribut i verwendet wird.

Linux kurz & gut

Montag, 24. November 2008

Die Bücher von O’Reillys Taschenbuchverlag sind meist recht gut und kosten nicht alle Welt. So auch der Titel Linux kurz & gut, aus dem ich sehr Vieles entnehmen kann. Das Büchlein eigenet sich zum schnellen Nachschlagen, aber auch als Entdeckungstour durch ein Linux/GNU.

Darin sind (fast) alle gebräuchlichen und teilweise auch ungebräuchlichen Befehle, die in einer Konsole angewendet werden können, aufgelistet, kurz erklärt und mit den Schaltern und Optionen versehen. Ich finde es spannend, in diesem Büchlein zu blättern und dabei dies oder jenes auszuprobieren. Ein paar Beispiele daraus, die ich bisher kaum kannte, aber durchaus sinnreich sind:

  • grep – um Inhalte (reguläre Ausdrücke) von Datein zu finden
  • tr – Zeichen ersetzen
  • less – zeilenweise Text ausgeben
  • slrn – Newsreader
  • gv – PFD- oder Postscript-Datei in X-Windwos anzeigen
  • chattr und lsattr – Erweiterte Attribute von Datein bearbeiten und anzeigen (ext2 und ext3)

Horde als Webmailer

Montag, 24. November 2008

Ganz erstaunt habe ich neulich festgestellt, dass bei meinem virtuellen Ubuntu-Serverli, welches ich bei HostEurope unterhalte, die Groupware Horde bereits installiert ist. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich die virtuelle Kiste so bestellt habe oder ob sie die Default-Installation einfach selbst aus eigenen Stücken so vornehmen.

Auf jeden Fall war ich positiv überrascht, denn ich halte diese Lösung nach wie vor für eine der besten im Bereich der Online-Groupware für “private Nutzer”. Einerseits ist die Software frei, läuft unter Linux/GNU und was mir auch gut gefällt, ist die Unterstützung von PGP. Obschon ich GMail und Konsorten auch gerne nutze, meine ich, dass all jene Lösungen nicht an diejenige von Horde herankommen.

Und schon wieder eine Bestätigung, dass der Wechsel von Genotec zu HostEurope für mich richtig ist.

Bastelbogen mit Pinguin

Samstag, 22. November 2008

Wer Lust, Musse und Zeit hat, darf sich so ein Ding ausschneiden und zusammenkleben, so es hernach am Arbeitsplatz auf seinen rechtmässigen Platz thronen darf.

Zu finden ist dieser und viele andere Bastelbögen auf auf papiermodelle.de.

Mails per PHProjekt abholen (POP3 oder IMAP)

Samstag, 22. November 2008

Soweit bin ich ja ganz zufrieden mit PHProjekt. Mindestens bietet mir die Groupware genug Möglichkeiten, meine bescheidenen Arbeiten zu administrieren. Das einzige Problem, das ich schon unlängst lösen wollte, besteht darin, dass ich per PHProjekt keine Mails von externen POP3 oder IMAP Servern abholen konnte. Die lästige Fehlermeldung sagt nämlich etwas folgendes aus:

Certificate failure for mail.irgendwas.ltd: self signed certificate: /C=US/ST=NY/L=New York/O=Courier Mail Server/OU=Automatically-generated IMAP SSL key/CN=localhost/emailAddress=postmaster@example.com

Das selbstsignierte Zertifikat funktioniert hier offenbar nicht. Ich nutze IMAP lieber und deswegen habe ich vorerst bloss diese Version “repariert”, POP3 ist aber quasi deckungsgleich zu lösen. Es gibt beim PHP-Befehl imap_open einen Schalter, den man anfügen muss, so dass die selbstgestrickten Zertifikate nicht überprüft werden. Er nennt sich /novalidate-cert und wird einfach hinter dem Befehl angehängt. Unter PHProjekt ist das Ganze recht einfach zu lösen; der Schalter /notls wird benutzt. Wird das IMAP Addon eingesetzt, kann im Konfigurationsfile unter addons/AeroMail/config.inc.php folgende Zeile mit den Portangaben durch den Schalter ergänzt werden:

$IMAP_PORT = "143/imap/notls";

Wird jenes Addon nicht eingesetzt, reicht es, in den Optionen der Mailkonten im Webinterface beim Feld Server hinter den Servernamen den Schalte /notls anzuhängen. Ohne Leerzeichen zwischen Servernamen und Schalter!

mail.irgendwas.ltd/notls

Und sogleich funktionierte bei mir das Abholen der Mails. Das hat den grossen Vorteil, dass ich die projektbezogenen Mails in ein entsprechendes Archiv legen kann, welches ich dann mit dem jeweiligen Projekt verknüpfe. So ist alle sauber zusammen und auf der Single-Projektübersichtsseite sind die Nachrichten ebenfalls sichtbar.

Eigentlich wollte ich noch etwas am Skin herumschrauben. Ich bin aber nicht ganz sicher, was sich mit der Version 6.0 alles ändert und deswegen warte ich wohl besser auf jene neue Ausgabe vom PHProjekt.