Debian: Root-Rechte vererben (su)

Dem ersten Benutzer, welcher während der Installation eingerichtet wird, verleiht Ubuntu automatisch das Recht, per sudo Befehle auszuführen. Und so musste ich mich unter Ubuntu auch nie darum kümmern, wie ich nun an die “sudo-Rechte” komme, denn ich nutzte den ersten Benutzer. Als ich dann aber erstmal Debian *richtig* nutzte, stellte ich bald fest, dass dort der erste Benutzer keine Rechte besitzt, per su Befehle auszuführen. Das liegt daran, dass Debian wohl auch einen ersten Benutzer beim Installieren anlegen lässt – damit man nicht in Versuchung kommt, mit dem Root-User zu arbeiten -, aber der wird nicht automatisch in der /etc/sudoers eingetragen. Als Debian-Neuling musste ich dann zunächst an die Informationen kommen, was nun zu tun ist.

Als root kann man sich an Gnome unter Debian standardmässig nicht anmelden. Das ist durchaus sinnreich, finde ich. Denn so wird verhindert, dass gefährliche Aktionen ausgeführt werden. Aber wie komme ich dann in das System als root?

Ganz einfach – wenn man weiss wie ;-) Zunächst meldet man sich ganz normal am grafischen System mit einem beliebeigen Benutzer an. Dann wechselt man in die Konsole, stellt also quasi den X-Server vorübergehend auf die Seite:

[Ctrl] und [Alt] sowie [F1] drücken

und man gelangt in den “ungrafischen” Modus. Der Prompt steht noch immer vor der Anmeldung eines Nutzers und nun kann ich mich als root anmelden. Um die Datei /etc/sudoers zu bearbeiten, reicht der Befehl

visudo

und nun muss nur noch der Benutzer, welcher su-Rechte erhalten soll, eingetragen werden; und zwar so, wie der bestehende root-User schon da steht:

benutzername ALL=(ALL) ALL

Danach [Ctrl] und [X] drücken, speichern bestätigen und fertig ist das Zeug. Nun noch mit exit ausloggen und mit der den Tasten

[Ctrl] und [Alt] sowie [F7]

wieder in den graphischen Modus wechseln. Nun muss man sich nur noch einmal mit dem aktuellen Benutzer am Gnome neu anmelden und fertig ist die Geschichte.

Unter Debian ist der root-User nicht gesperrt, wie bei Ubuntu. Deswegen ist die su-Geschichte unter Debian nicht so wichtig, denn das Root-Terminal steht ja zur Verfügung. Will man aber dennoch mit su oder sudo arbeiten, hilft diese kleine Anleitung vielleicht.

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3 Kommentare to “Debian: Root-Rechte vererben (su)”

  1. guerdaNo Gravatar schrieb:

    Hallo!

    Danke für die kurze Erklärung! Ich hatte exakt das gleiche Problem und konnte es lösen.
    Ich hab noch arg an mir gezweifelt, warum ich als root nicht die /etc/sudoers bearbeiten konnte >.<

    Dank dir!
    Gruß, guerda

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Schön, dass ich Dir helfen konnte! Gäll, diese Einstellung ist gemein, vor allem, wenn man nicht weiss, wie man visudo nutzt und dass es das überhaupt gibt.

  3. Debian-Umgewöhnung | ubuntublog.ch schrieb:

    [...] su-Rechte per visudo gesetzt werden müssen. Wie das funktioniert, habe ich vor einiger Zeit hier beschrieben. Aber auch die Rechte der Benutzer sind nicht gleich wie bei Ubuntu gesetzt. So müssen die [...]

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