Multimedia-Power mit Ubuntu
An der Hardy Heron Party zu Zürich kamen auch Multimedia-Anwendungen zur Sprache und zum Glück in der Zeit, als ich dort war. Patrick Murena zeigte den Teilnehmern zwei leicht zu bedienende Anwendungen, welche bei der “normalen” Installation von Unbuntu bereits vorhanden und einsatzbereit sind. Ausserdem stellte Patrick eine Applikation vor, die ich noch nicht kannte, und die nachträglich installiert werden muss.
F-Spot Bilderverwaltung
F-Spot kannte ich zwar vom Namen her, benutzt habe ich bisher nie, denn ich nutzte liebe gthumb. Als aber Patrick das Teil vorgestellt hat, überzeugten mich die Möglichkeiten des Tagging und der Export in alle möglichen Formate und Medien. Der Import passt mir nicht sonderlich. Es kann kein Pfad, bloss das Medium angegeben werden, das durchsucht werden soll. Man müsste also eine externe Festplatte noch einmal mit dem Verzeichnis mounten, wo sich die Bilder befinden. Und das ist mir nun einfach zu blöd.

Der Import von Bilder funktioniert ganz gut, ausser dass der Pfad innerhalb des Medium nicht angegeben werden kann; mindestens habe ich nicht gefunden, wo und wie ich das tun könnte.

Sind die Bilder erst einmal importiert, kann man sie ganz einfach per Drag & Drop taggen. Tagging ist ja eine mittlerweile sehr beliebte Form der Kategorisierung. Einfache Bearbeitungen am Bild sind möglich, es stehen auch zwei-drei Filter zur Verfügung, um etwas zu spielen. Will ich aber “richtige Korrekturen” am Bild vornehmen, ziehe ich GIMP vor.

Ganz gut gefällt mir die Zeitleiste oben, die mit einem Schieber bedient werden kann. Damit ist es möglich, innerhalb der Bilder eine Reise durch die Zeit zu tun. Ganz ordentlich muss ich sage, habe ich nicht gekannt, diese Funktion. Die Verwaltung der Bilder mit F-Spot ist recht einfach und effizient. Eben so, wie man es sich von Applikationen gewohnt ist, die unter Gnome laufen.
Rhythmbox Musikverwaltung
Die nächste Anwendung, welche wir anschauten, war die Rhythmbox. Gar nicht mein Ding. Meine Musik verwalte ich mit meinem MacBook, da ich noch immer einen iPod verwende. Man könnte damit auch Internet-Radio hören, beispielsweise Radio TUX oder Radio Ubuntu (sendet offenbar im Moment nicht), aber das tue ich lieber mit dem Totem Video-Player.

Deswegen fällt bei mir die Rhythmbox als nicht gefällig durch. Das ist allerdings ganz klar Geschmackssache. Andere mögen vielleicht den Totem-Kerli nicht riechen.
Elisa Media Center
Die Anwendung Elisa Media Center habe ich bisher nicht gekannt. Es ist in der Tat ein Media Center, allerdings bloss eines, um die verschiedenen Inhalte zu präsentieren und die Form der Anzeige zu wählen. Bearbeiten kann man damit die Inhalte nicht. Offensichtlich hat hier ein Linux-Mensch etwas zu weit auf die Mac-Seite geschaut. Denn das Programm präsentiert sich ähnlich, wie multimediale Inhalte auf einem Mac gezeigt werden. Das stört mich nicht – im Gegenteil: Solange auf die Mac- und nicht auf die Windows-Seite geschaut wird, ist aus meiner Sicht alles im grünen Bereich
Die erforderlichen Pakete zu Elisa Media Center sind in den offiziellen Quellen von Ubuntu eingebunden und lassen sich per grafischer Paketverwaltung oder per Terminal installieren:
sudo apt-get install elisa

Das Programm öffnet sich im Vollbildmodus (bei mir nur über einen Bildschirm; müsste noch nachschauen, wie ich es über beide bringe), es lassen sich praktisch alle Formate und Medien damit abspielen. Für Online-Freaks gibt es sicherlich ein paar gute Plugins zu finden.

Der schwarze Hintergrund gibt dem Ganzen einen edlen Tuch. Sieht ganz passable aus, muss ich sagen.
An dieser Stelle geht ein Dankeschön an Patrick und an das ganze Swiss-Team von Ubuntu. Aus meiner Sicht war es – obschon ich nur kurz da sein konnte – ein gelungener Anlass!


28. Mai 2008 um 11:29:42 Uhr
Elisa habe ich bis jetzt auch nicht gekannt. Gemäss Beschreibung könnte man es mit einer Fernbedienung am TV verwenden.