Offene Texte für ein freies Ubuntu
Die Plattform Spiegel Online veröffentlichte am vergangenen Mittwoch einen Artikel zum Werk Das Ubuntu-Handbuch – Alles zu Installation, Anwendung & Administration. Herr Klaus Gürtler verfasste den Artikel und – offenbar bin ich doch nicht der Einzige, der flüchtige Fehler produziert – hinterliess ein paar wenige orthografische Fehler. Wäre er ein Blogger, würde ich ihm das durchgehen lassen, als Spiegel-Schreiberling aber nicht. Inhaltlich ist der Artikel aber in Ordnung. Ebenso dürfte das vorgestellte Buch einer guten Qualität entsprechen, wie man es sich bei Herrn Kofler gewohnt ist.
Was mich aber stört, ist die Tatsache, dass es zu Ubuntu ein unlängst bekanntes und renommiertes OpenBook gibt, welches jüngst ebenfalls auf Lucid Lync aktualisiert wurde. Es ist kostenlos bei Galileo Computing verfügbar, natürlich kann man sich bei Bedarf den Inhalt auch in Buchform kaufen. Meiner Ansicht nach ist es in der Qualität und damit in der exakten Arbeitsweise des Autors noch etwas besser als dasjenige von Herrn Kofler. Marcus Fischer hat das offene Buch verfasst. Ich kenne den Verlag Galileo ein klein wenig und darf sagen, dass sämtliche Bücher aus diesem Haus, welche ich gelesen habe, einem sehr hohen Qualitätsstandard entsprechen. Beim Verlag Addison-Wesley ist dies aber auch der Fall.
Spiegel Online dürfte bei vielen Lesern eine gewisse Relevanz beanspruchen, wohl – mindestens zum Teil – zu Recht. Gerade deswegen finde ich es schade, wenn bei einem freien GNU/Lunux nicht zunächst die freien Texte genannt werden, zumal sie in einer hohen Qualität vorliegen. Ich habe Herrn Gürtler gebeten, er möge die Informationen zum OpenBook noch nachreichen.



03. Juli 2010 um 12:48:29 Uhr
“Spiegel Online dürfte bei vielen Lesern eine gewisse Relevanz beanspruchen, wohl – mindestens zum Teil – zu Recht. ”
Zitat fefe :
Das “ehemalige Nachrichtenmagazin”
Die Relevanz hat sich bei vielen erblich reduziert.
Spiegel Online glänzt verstärkt durch Trivialität und Meinungsmache mittels Desinformation.
Grüße
Frank Furt
03. Juli 2010 um 23:32:47 Uhr
Hallo Roman,
eine Anmerkung: Auch wenn es toll ist, dass Galileo den Inhalt der Buecher fur umsonst ins Netz stellt, frei (wie in freier Rede) ist das nicht, nur frei wie in Freibier.
Schau dir doch mal ganz unten auf der Seite die Lizenz an. Sie veroeffentlichen es kostenlos, aber nur fuer private zwecke.
Wie gesagt: Toll, dass sie es kostenlos bereitstellen. Aber es ist nicht frei, wie es z.B. eine cc-by Lizenz waere.
Gerade in der Linux Gemeinschaft halte ich das fuer einen wichtigen Unterschied.
Gruss,
Florian
04. Juli 2010 um 15:16:52 Uhr
Arbeitest Du in irgendeiner Form für den Galileo Verlag? In diesem Fall solltest Du solche Beiträge in deinem Blog fair als Werbung kennzeichnen und dafür sorgen dass diese nicht in Blog-Planeten landen, in denen Werbung unerwünscht ist.
Ich kenne den Galileo Verlag selber vielleicht weniger, darf aber sagen, dass ich viele Bücher aus dessen Produktion gelesen habe und es nur ein ganz paar wenige gibt, welche überhaupt soetwas wie Qualität anbieten.
04. Juli 2010 um 15:41:10 Uhr
@Frank Furt: Das habe ich schon öfters gehört, lese aber Spiegel online zu wenig regelmässig, um das beurteilen zu können.
@Florian: Ja, das ist schon richtig, was die Lizenz betrifft. Ich rede (oder schreibe) hier hier als Privatperson und nutze die Inhalte auch so.
@micha: Das ist bestimmt keine Werbung, sondern eher eine Ergänzung. Ausserdem würde ich hier ja für etwas Kostenloses werben. Ich selbst habe keine materiellen oder sonstigen Vorteile daraus, wenn ich so etwas schreibe. Und mit dem Verlag habe ich kein Abkommen oder sonst irgend eine geschäftliche Verbindung.
Betreffend der Qualität habe ich eine ganz andere Erfahrung gemacht. Praktisch alle Bücher, welche ich besitze, weisen eine hohe Qualität aus. Das ist aber bis zu einem gewissen Grad auch Geschmackssache.
05. August 2010 um 08:33:44 Uhr
Zur Qualität habe ich auch wunderbare erfahrungen gemacht, auch wenn das Ubuntu-Buch, welches ich mir gekauft habe, mir ehr etwas zusammengerwürfelt schien. Dennoch war es ein guter Einstieg und ein gutes Nachschlagewerk.
Aber auch sonst finde ich die Qualitätsanforderungen von micha doch jenseits von Gut und Böse. Vorallem das Openbook “Java ist auch eine Insel” ist mein Favorit!