PCPraxis-Sonderheft OpenSource

Computerzeitschriften bieten alle zusammen die gleiche Herausforderung an: Sie sind auf den ersten Blick zu teuer. Besonders hier in der Schweiz, da oft nicht einfach der Euro umgerechnet wird, sondern ein völlig anderer Preis zur Anwendung kommt. Ausserdem neigen vieler dieser Produkte dazu, ihre Inhalte mit zuviel Werbung zu säumen. Immerhin trifft dieser Vorwurf nicht auf die Zeitschrift OpenSource aus dem Hause DataBecker zu, denn sie beinhaltet wenig Werbung. Es ist ein Sonderheft aus der Reihe PCPraxis. Dafür ist der Preis etwas höher. In Deutschland kostet das Blatt 9 Euro und achtzig Cents, hier bei uns in der Eidgenossenschaft satte 19 Franken und 60 Rappen, also ungefähr 13 Euro. Vielleicht kommen irgendwelche Transportkosten hinzu.

OpenSource, die Sonderzeitschrift von PCPraxis

Wie dem auch sei; ich habe die aktuelle Ausgabe am Kiosk erstanden und bin davon positiv überrascht. DataBecker-Produkte nehme ich als eher einfach, vielleicht auch etwas oberflächlich wahr, deswegen bin ich umso mehr erfreut, gibt es in diesem Heft Brauchbares. Da werden 50 freie und kostenlose Tools für alle möglichen Probleme vorgestellt, darunter das Wiederherstellen von verlorener Kennwörter bei einem MySQL-Server. Ich fand NVU-Tools, OpenOffice-Tricks, XMind-Anweisungen für bessere Maps und GParted wird sehr gut erklärt. Weiter wird eine zehnseitige Anleitung, um besser mit Gimp zurechtzukommen, angeboten und auf weiteren vier Seiten erfahre ich etwas über KeePassX. Sechs Seiten sind mit Informationen zu Scribus gefüllt und dann wird OpenVPN ausführlich für die Praxis besprochen, bevor Open-Xchange vorgestellt wird.

Nebst einem guten Bericht zu Firefox und den Möglichkeiten, selbst damit Applikationen (Plugins) zu erzeugen, gibt es recht tiefe Informationen zu den Linux-Dateisystemen, CMS und PIMs werden angesprochen und schliesslich folgt ein Artikel zu Thunderbird und zu Secure-Mail. Ein 25-seitiger Artikel verrät sehr viel zu Wikipedia – diesmal eher technisch. Dort erfahre ich, wie ich das Teil am besten nutze, mich einbringen kann und welche Regeln dazu gelten.

Das Heft reicht zu mehr, als bloss ein verregneter Sonntag Nachmittag zu überbrücken. Deswegen befreie ich diese eine Ausgabe vom Vorwurf, sie wäre zu teuer. Bei dieser Vielfalt findet wohl jeder Benutzer etwas, auch Windows-User kommen auf die Kosten. Ausserdem finde ich in solchen Zeitschriften immer wieder Tipps und Tricks zu Applikationen und darüber hinaus auch Programme, die ich noch nicht kannte.

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