Ubuntu User trifft mit der ersten Ausgabe ein Ziel

Heute lag die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift Ubuntu User in meinem physischen Briefkasten. Ich habe während den vergangenen Tagen an verschiedenen Orten von diesem Magazin gelesen, meist positiv und oft mit der Bemerkung, dass das sich Fachmagazin hauptsächlich an Einsteiger wenden würde.

Ubuntu User

Diesen Eindruck kann ich durchaus bestätigen. Das Heft nimmt sich meiner Meinung nach den wichtigsten Themen an, um ein Umsteiger mit Ubuntu vertraut zu machen. Die Installation, aber auch der Betrieb im “Live-Modus” wird besprochen, Gnome kommt ganz gut weg, multimediale Möglichkeiten werden angeboten, Skype und Konsorten kommen zur Sprache und das Nachinstallieren von Programmen wird gezeigt. Weiter gibt es eine Einführung zur UFW, die Datenverschlüsselung auf der Festplatte ist ebenso ein Bereich wie das Verschlüsseln der Inhalte auf einem USB-Stick. Die Datensicherung ist ein Thema und natürlich auch Bittorrent, sowie das Brennen von Scheiben. Der obligate Artikel zu Gimp ist da und der Beitrag zu Evolution ebenso, der schliesslich auch nicht fehlen darf. Schliesslich spricht man über Ubuntu One und über WLAN und UMTS. Nebst einigen Meta-Informationen zu Ubuntu und dessen Umfeld kommt Ubuntu Tweak zur Sprache und selbstverständlich ist das grosse Interview mit Mark Shuttleworth zu lesen.

Alles in allem eine runde Sache, meine ich. Aus Sicht eines Einsteigers vermisse ich nichts Wesentliches, um mit Ubuntu zu starten. Interessanterweise fehlt in dieser Initial-Ausgabe ein Bereich, der sonst – vor allem bei Microsoft – sehr umworben wird: Die Office-Suite. Wie just heute Dirk in einem andern Zusammenhang festgestellt hat, benötigt der Otto-Normal-Verbraucher in der Regel kaum eine vollständige Office-Installation. Das geht mir auch so; nur auf dem ThinkPad, der bei mir als Quasi-Ersatz für eine Desktop-Maschine herhalten muss, ist OpenOffice installiert. Auf den Netbooks habe ich es wieder deinstalliert, da es dort keine Verwendung findet. Insofern stimme ich hier mit Dirk und der Redaktion von Ubuntu User überein: Office-Suiten ist etwas für Geschäftsleute, aber auch dort wird es infolge des Einzuges der CRMs immer weniger benötigt.

Daher meine ich, dass die Zeitschrift das Ziel erreicht hat und die Leute anspricht, die die Macher wohl treffen wollten: Ein- und Umsteiger. Ich gehe aber davon aus, dass sich das Magazin entwickeln wird und künftig auch die versierten Benutzer ansprechen wird. Ubuntu User erscheint viermal im Jahr und kostet in der Einzelausgabe 15 Franken und 80 Rappen. Das Jahresabo bekommt man für 53 Franken und 90 Rappen.

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3 Kommentare to “Ubuntu User trifft mit der ersten Ausgabe ein Ziel”

  1. road2ruinNo Gravatar schrieb:

    Die Zeitschrift muss man einfach unterstützen. :-)

    Ich habe heute folgende kleine Mail an einen meiner XING-Kontakte gesendet, der beim Verlag Linux New Media beschäftigt ist:

    ===
    Hallo Herr xxxxx,

    hiermit wollte ich Ihnen und Ihrem Verlag positives Feedback für die Idee geben, mit der “Ubuntu User” eine Zeitschrift für Ubuntu User zu publizieren.

    Ich nutze seit längerem Ubuntu auf vier privaten Rechnern (1 Netbook, 2 Notebooks und 1 PC) und einem dienstlichen Notebook für Penetrationstests und habe über http://ubuntublog.ch/allgemein.....e-ein-ziel von der “Ubuntu User” erfahren.

    Heute habe ich mir gleich das Jahres-Abo “geschenkt”… ist ja bald Weihnachten. :-)

    Viel Erfolg mit der “Ubuntu User”!
    ===

  2. Dirk DeimekeNo Gravatar schrieb:

    Ich habe mir die Zeitung auch gekauft, hatte aber bisher noch nicht die Musse in ihr zu lesen. Das halte ich nämlich auch für unterstützenswert.

  3. QuincyNo Gravatar schrieb:

    Ich hab mir das Heft bestellen müssen, da es bei uns im ländlichen Bamberg erstmal nicht am Bahnhofsbuchhandel zu finden war. Mir hat das Heft eigentlich ganz gut gefallen mus sich zugeben.

    Ich persönlich halte alles was sich mit Linux im vernünftigen Maße beschäftigt erstmal vür unterstützenswert!

    Allerdings – und das fällt mir auch immer wieder bei Linux User und Co auf: da schreibt man einen Mords-Aufhänger auf die Titelseite und wenn man den entsprechenden Titel dann aufblätter, kommt so ein Wischi-Waschi-Artikel. Da könnt ich wirklich kotzen.

    Was nützt einem so ein 2 Seitiger Artikel (z.B. über Evolution), wenn wirklich ein Klick auf das Wiki von Ubuntuusers.de mehr und detailliertere Info bringt.

    Warum nicht mal etwas tiefer einsteigen, vielleicht eine Serie rausbringen und gewisse Dinge einfach mal rausstellen.

    Ansonsten fand ich das Heft ganz gut und werde mir die nächste Ausgabe auch holen

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