Wie ich arbeite

Nach einem Artikel vom Matthias und Dirk möchte ich auch einmal beschreiben wie ich arbeite.

Im Beruf

An dieser Stelle kann ich leider keine grosse Auskunft über die eingesetzte Hard- und Software geben. In unserer Firma ist das eines der Grundprinzipien dass wir darüber keine Informationen verbreiten. Ich kann nur soweit sagen, dass ich den ganzen Tag mit Windoof zu tun habe und dieses Thema in diesem Blog auch keine Existenzberechtigung hat.

Privat

Hier kann ich natürlich sehr gerne beschreiben wie ich arbeite. Bei mir zu Hause haben ich die Philosophie, dass jeder ganz einfach, schnell, stabil und sicher arbeiten kann. Mit “jeder” meine ich meine Wenigkeit, meine Frau und meine 3 Kids. Das ganze ist ja auch  schon fast ein kleines Unternehmen mit einem Netzwerk (vom Keller bis zum 2. Obergeschoss), einem zentralen Datenserver, einem farbigen Netzwerkdrucker und vieles mehr. Am liebsten würde ich hier meinen Netzwerkplan publizieren, aber das mache ich natürlich nicht.

Wir alle arbeiten mit Ubuntu. Das hat historische Gründe, aber seit meine Kids auch einen Computer haben, war es mir wichtig dass sie keine Probleme mit dem PC haben. So gesehen herrscht bei uns zu Hause “Windoof freie Zone“. Die Kids haben sich eigentlich schon lange daran gewöhnt, haben sie doch in der Schule schon mit Windoof und dem Apfel-System zu tun.

Hardware

Hier habe ich eigentlich alles was man so braucht. Neben dem eigenen Netzwerk (inkl. WLAN) habe ich einen Ubuntu Server als zentrales Speichersystem. Hier kommt noch ein kleines NAS System dazu, als Backup. Bei den Clients verwenden wir meistens Netbooks von Asus und HP. Wenn wir uns im Haus bewegen, dann kommen noch Tablets dazu. Nicht zu vergessen sind da auch noch die Smartphones, die auch bald so kompliziert wie ein PC zu bedienen sind. Für die Server und Infrastruktur habe ich einen eigenen Computerraum. Der Raum liegt neben dem Büro und somit habe ich alle Hardware darin untergebracht. Ich hatte ganz am Anfang, als wir in das Haus eingezogen sind, ein grosses Loch in die Wand gemacht und die beiden Räume miteinander verbunden. Damit kann ich nun den Arbeitsplatz-PC mit einer 4er KVM zum Computerraum verbinden. Das hat den Vorteil, dass ich am Arbeitsplatz nichts von den Computern höre und so eine sehr ruhige Umgebung habe. Es gibt aber auch Nachteile, so teilen wir uns einen Arbeitsplatz, das benötigt eine Art Platz-Management :-)

Als leidenschaftlicher Informatiker habe ich im Keller auch noch eine Art Werkstatt. Dieser Raum ist nur für mich und darf von niemandem aufgeräumt werden (ein Traum aller Männer). Dort mache ich eigentlich alles was mit Hardware zu tun hat. In der Werkstatt probiere ich auch alles aus, baue einen Cubee oder setzt meine Testumgebungen etc. auf. Meine Kids, vorallem die männliche Spezies, interessiert sich auch immer für diesen Raum, vorallem weil man dort vieles basteln und machen kann. Im Sommer ist die Werkstatt ein beliebter Ort da er so schön kühl ist.

Software

Bei der Software setzen wir alle auf Ubuntu. Ich bin eigentlich der einzige der immer die neuste Version verwendet. Die anderen humpeln da ein wenig hinterher. Bei den Applikationen verwendet jeder ein wenig was anderes. Die Kids benötigen eigentlich alles was mit Internet und Medien zu tun hat. So wird damit gesurft, gechattet, gehört und gesehen. Bei mir gehts dann schon eher in die Richtung Design (Inkscape, Gimp). Dazu habe ich auch einen grösseren Monitor, der gerade so in die Dachluke hinein passt. Daneben betreibe ich auch das Ubuntu-Radio und setze dazu die Internet DJ Console ein. Beim Browser setzen wir nun alle auf den Chromium Browser. E-Mail ist schon seit längerer Zeit der Thunderbird am werkeln.

Organisation

Natürlich muss ich mich auch organisieren. So habe ich zum Thema Daten die Philosophie, dass ich meine Daten immer an 3 verschiedenen Orten gespeichert haben will. Als erste Instanz habe ich meine Daten auf meinem Arbeits-PC. Da habe ich momentan die Möglichkeit 500 GByte zu speichern. Als zweite Instanz sind meine Daten auf dem zentralen Datenserver. Dort kann ich max 1 TB speichern. Als dritte Instanz sind dann meine Daten auf einem NAS mit max 2 TB Speicherplatz. Damit nicht genug. Als Sicherheit mache ich jeden 6. Monat ein Backup auf eine externe Festplatte und bringe die Daten dann an einen sicheren Ort (ehemaligen Bunker mit 2m dicken Wänden). So gesehen sollte ich eigentlich wiklich sicher sein, dass ich meine Daten immer haben werde. Für die Zukunft habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht. So habe ich schon mal erste Erfahrungen mi einer eigenen Cloud gemacht. In diesem Falle arbeite ich mit OwnCloud. Eine Cloud soll mir zukünftig helfen, meine Daten auch ausserhalb meines Hausnetzes zu speichern. Ich denke da vorallem an unser Ubuntu-Radio wo doch jede Woche 1 GB und Mehr an Musik-Daten anfallen.

Es gibt noch weitere Dinge zu organisieren. So haben wir alle eine feste IP Adresse bei den Computern. Das WLAN kann nur durch eine bekannte MAC Adresse genutzt werden. Auch ein Thema sind immer wieder die Nutzungszeiten, vorallem bei den Kids. Das sind wir noch nicht ganz so weit dass die Kids 24h Zugang benötigen. In diesem Falle ist die Nutzungsdauer definiert und wenn die Zeit gekommen ist, dann wird der Stecker für das PowerLan gezogen.

Fazit

Zu Hause habe ich alle Möglichkeiten die ich brauche für die private und Ubuntu-Community Arbeit.

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13 Kommentare to “Wie ich arbeite”

  1. tom24 schrieb:

    Schöner Artikel, aber “windoof” war vielleicht bei Schülern in den späten 90ern ein cooler Begriff und nicht bei reifen, erwachsenen Menschen.

    mfg tom

    ps: In der mobilen Ansicht funktioniert das Kontaktformular nicht (Spamfrage?).

  2. El schrieb:

    Was hast du den für wichtige Daten das du die 3mal (4mal) Sichern musst?..

  3. DidiNo Gravatar schrieb:

    Bei reifen, erwachsenen Menschen heißt das Micro$uck Wind000f.

  4. stfischr schrieb:

    @tom24: reife, erwachsene Menschen nutzen diesen Begriff, um Spießer zu entlarven ;)

    @El: Ich schätze mal Erfahrung. Nach der 2. defekten Festplatte und dem ersten Einbruch/Wohnungsbrand, wirst du die Sache auch etwas sicherer angehen. Man muss natürlich entsprechend wertvolle Daten auf dem Rechner haben. (selbst geschriebene Programme, künstlerische Ergüsse, Arbeit/Hobby, …).

    Bei Urlaubsbildern ist es vielleicht noch verschmerzbar, wenn sie weg sind. Wenn ich aber 2 Jahre an einem Programm geschrieben habe, dann würde ich mich schwarz ärgern, wenn es weg ist.

  5. Dirk DeimekeNo Gravatar schrieb:

    @Didi: Mensch, dass heisst richtig “Wintendo”. :-)

    @stfischr: Da würde ich die Wichtigkeit genau andersherum sehen. Das Programm kann ich wieder schreiben, die Photos kann ich aber nicht noch einmal machen.

  6. Anonymous schrieb:

    Was ist das für ein Hintergrund, was der Autor benutzt?

    @uFanboys: Tuntubuntu, Schwulbuntu … es ist sehr einfach, sich über diese Distribution lustig zu machen :p

  7. Gregor FröhlichNo Gravatar schrieb:

    als hintergrund habe ich das neue ubuntu-tv wallpaper verwendet

  8. MoritzNo Gravatar schrieb:

    Ich hoffe das ist jetzt nicht zu indiskret, aber welche Netbooks setzt du denn genau ein? Vor allem würde mich weiters die Performance interessieren.

    Ich denke schon länger über eines nach, kann mich aber nicht entscheiden. Ich möchte eigentlich unterwegs nur lesen, ab und an mal Code schreiben (eclipse) oder Code kommentieren. Alles am besten Ruckel- und Windowsfrei. ;)

  9. Gregor FröhlichNo Gravatar schrieb:

    @Moritz: windoof-frei ? welcome to ubuntu :-) wir verwenden netbooks von asus aus der eee familie. die eeepc gibts in verschiedenen ausführungen 10 oder 12″.

    http://www.asus.de/Eee/

    ein einzelstück acer http://www.acer.de/ac/de/DE/co.....pireone722 habe ich auch noch. das ding hat den vorteil dass die batterie 8h lang hält

  10. MoritzNo Gravatar schrieb:

    Ich glaube ich muss einfach mal eines testen, hilft ja nichts. Ich suche sicher jedes Wochenende, kann mich aber nicht durchringen eines zu kaufen. :)

    Die Welt kosten sie ja eh nicht. Ich hoffe nur das man ein wenig RAM rein basteln kann.

  11. paul erwinNo Gravatar schrieb:

    Womit regelst Du die Nutzungszeiten für die Kids unter Ubuntu?

  12. Gregor FröhlichNo Gravatar schrieb:

    @paul erwin: die nutzungszeiten der kids werden abgemacht. so hat jeder kidi eine feste zeit pro tag für medien im sinne des computers. diese zeit wird auf einem sgg. wochenplaner, in der küche am kühlschrank hängend von jedem kidi eingetragen. eine physische kontrolle wird mittels dem internetzugang gemacht. dieser ist bei allen kidis via powerlan gemacht. dazu haben wir den powerlan sender unter kontrolle. kein internet, kein power :-) ansonsten haben wir gute erfahrungen mit vertrauen gemacht. was ich mir schon mal überlegt habe, wäre ein proxy-server der das alles regelt. als home-sysadmin sollte ich das auch hinkriegen. das mache ich aber erst wenn das vertrauen nicht mehr da wäre :-(

  13. DidiNo Gravatar schrieb:

    Verbote der Eltern sind dazu da, umgangen zu werden, und sei es nur aus sportlichen Gründen. Das hatte ich immer hinbekommen. Bis man gemerkt hatte, dass diese Verbote völlig überflüssig waren. Und von da an hatte sich alles von selbst geregelt.

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