Adobe Air und Ubuntu
Adobe Air ist ja eigentlich eine ganz tolle Erfindung. Im Grunde vereint es die Vorzüge, welche wir im Laufe der letzten Jahre im Bereich Web 2.0 kennengelernt haben (AJAX und dergleichen) mit den Vorteilen eines Desktop-Rechners, der lokal zur Verfügung steht. Damit eröffnet sich eine wohl völlig neue Welt jenseits der proprietären Betriebssysteme. Und ausserdem bietet es Adobe eine Möglichkeit, am Ball und damit am Leben zu bleiben, mitsamt der Produktvielfalt:
Die Adobe® AIR™-Laufzeitumgebung ermöglicht den Einsatz bewährter Web-Technologien für die Entwicklung plattformübergreifender Rich-Internet-Anwendungen für den Desktop.
Und so steht Adobe Air auch für Mac und Windows zur Verfügung; Linux hängt da noch etwas hinterher, aber immerhin gibt es eine Alpha-Version, welche ich geprüft habe. Die Installation verlief bei mir einwandfrei und eine Applikation dazu konnte ich sogleich installieren und nutzen. Ausschlaggebend für den Test war für mich der miese Umstand, dass mich einerseits das Twitter-Fieber halbherzig gepackt hat und andererseits es unter Linux nun wirklich keine gescheiten Clients für Twitter gibt. Weder gTwitter noch Twitux bieten anständigen Komfort; beide Programme liefern die Teewts ohne klickbare Links und User. Und die Erweiterung für den Firefox namens TwitterFox will ich nicht nutzen. Stattdessen stehe ich auf Twhirl, das ich vom Mac her kenne. Allerdings läuft dies bloss unter Adobe Air.
Also habe ich die Alpha-Version heruntergeladen, die Datei ausführbar gemacht und dann per Konsole installiert:
sudo ./adobeair_linux_a1_033108.bin
Ich weiss gar nicht, was da noch Alpha sein soll, klappt ja alles bestens, wie unter Mac und Windows!

Sieht auch gleich aus wie unter Mac oder Windows und klappt ebenfalls bestens. Aber auch hier muss man natürlich einverstanden sein, um weitermachen zu können; trotz Alpha

Danach beginnt sie Installation, die dann keinen Eingriff mehr benötigt. Läuft alles bestens.

Und schliesslich die Bestätigung, dass es geklappt hat. Dann habe ich mir die aktuelle Version von thwirl geholt (zur Zeit 0.8.1), die man dann wie gewohnt mit einem Doppelklick installieren kann.
Kann sein, dass Adobe Air die Installation (noch) nicht kennt, weil das ganze noch Alpha ist, oder ob twhirl wirklich bei Adobe nicht bekannt ist. Ich habe nicht mehr in Erinnerung, wie die Installation unter dem Mac oder Windows vor sich ging.
Nach der erfolgreichen Installation, die ein paar Sekunden dauert, kann man bereits loslassen und twittern. Das ist nun auch die Anwendung, die ich kenne und die ich sehr mag. Weil sie eben etwas Komfort und einfache Bedienung vereint.
Wer viel twittert oder oft in den Twitter schaut, um zu beobachten, wird sicherlich gerne einen Clienten nutzen, der das Twittern und Lesen unterstützt, statt behindert. Mindestens geht es mir so und twhirl bietet nun in Sachen Komfort einiges, was ich sehr schätze. Direktnachrichten können sofort geschickt werden, das Beantworten ist einfach, die Bedienung generell ist fast schon selbstsprechend und das GUI ist ebenfalls sehr schön gemacht.
Ausserdem hat das Teil ein paar schöne, dezente Klänge inkludiert, mit denen man sich berieseln lassen kann, wenn Nachrichten eintreffen. Mir gefällt twhirl am besten unter all den Twitter-Clienten, die ich kenne. Deswegen bin ich auch froh, dass Adobe Air mindestens mit der Twitter-Anwendung einwandfrei auf meinem Ubuntu-Systemli läuft. Wer meinen Getwittere folgen möchte; bitte




19. Mai 2008 um 19:17 Uhr
[...] selbst Tiefgründiges im Web zu verbreiten. Seit einiger Zeit nutze ich Twitter auf dem Mac, Ubuntu und Windows. Dazu setze ich jeweils denselben Clienten ein. Es handelt sich dabei um twhirl, der [...]
02. Juli 2009 um 19:51 Uhr
[...] meisten laufen mit Adobe AIR, was man sich auf Ubuntu natürlich auch installieren kann. Hier die Anleitung dazu. Einige sind Plugins für Firefox oder auch Pidgin. Wem noch ein paar Twitter clients für [...]
10. Dezember 2009 um 10:20 Uhr
[...] setze jetzt enfach mal voraus, dass jeder schon weiß, wie man die AIR-Runtime unter Ubuntu installiert und konzentriere mich nur auf den Programmstart von AIR-Applikationen unter [...]