Balsa, der Gnome Mail-Client
Eher zufällig bin ich auf den E-Mail-Clienten Balsa gestossen, der sich offenbar ganz gut in den Gnome-Desktop integriert. Bisher habe ich noch nie von dieser Anwendung gehört, aber ich bin dazu auch kein Massstab.
Das Programm ist in den offiziellen Quellen von Ubuntu enthalten und kann daher per Kommandozeile installiert werden:
sudo apt-get install balsa
Beim ersten Start bietet ein Wizard seine Dienste an, um das erste Postfach oder Konto zu eröffnen. Danach kann man die Einstellungen noch etwas genauer anpassen und weitere Konten hinzufügen.
Klasse finde ich bei Balsa, dass es sich frei konfigurieren lässt. Die lokalen Daten können an einem beliebigen Ort liegen – das ist bei andern Mailclienten auch möglich, aber meist in den Einstellungen sehr gut versteckt. Ausserdem ist das Adressbuch ebenfalls leicht einzurichten, da die wichtigsten Formate erkannt werden. So habe ich lediglich eine ldif-Datei aus dem Thunderbird exportiert und diese dann sogleich als Adressbuch im Balsa angezapft. Geht wunderbar und ohne Probleme. Selbst die Adress-Vervollständigung klappt bestens. Allerdings habe ich keine Gruppenfunktion gefunden. Das ist für mich ein Killerkriterium.
Ebenfalls toll finde ich die optionale Einbindung von procmail. Damit lassen sich Regeln und Filter sehr effizient nutzen. Bei mir musste ich allerdings das Paket noch nachträglich installieren:
sudo apt-get install procmail
Im Detail parametrisiert habe ich procmail nicht, da ich den Clienten nicht dauerhaft verwenden will. Ich bleibe vorerst noch beim Thunderbird, da ich dort alles habe, was ich brauche. Aber ich meine, dass Balsa eine gute Alternative zu andern Mailclienten unter Linux (Gnome) ist – auch wen ein paar Sachen fehlen.




15. Juli 2008 um 18:39:01 Uhr
Sehr interessant, wusste auch nichts von der Existenz dieses Programmes. Bin immer auf der Suche nach schlanken Programmen. Für einen Wechsel hier wird es aber wahrscheinlich nicht reichen – ausser es unterstützt wie ClawsMail die NewMail-LED auf der Tastatur
Luxus pur.
22. September 2008 um 20:47:11 Uhr
Na, das wär mir ja nen bisschen zu schlank. Irgendwie steh ich halt auf Evolution, auch wenns etwas zugepackter ist.
11. März 2010 um 07:16:51 Uhr
[...] ist schon fast zwei Jahre her, als ich mich gefragt habe, weshalb der Gnome-Mail-Klient Balsa ein solch stiefmütterliches Dasein fristet; mindestens [...]