Bilderverwaltung mit F-Spot
Meine wenigen Bilder verwalte ich am liebsten offline, auf meinem eigenen Rechner. Zwar nutze ich gerne den Dienst Flickr, dort exportiere ich aber nur jene Bilder, die ich auch teilen will (und darf). Facebook ist nicht so mein Ding, und Bilder horte ich dort keine. Lokal nute ich seit einiger Zeit F-Spot. Die recht gut ausgebaute Bilderverwaltung, welche eine SQLite-DB nutzt, wird unter Ubuntu gleich mitinstalliert. Unter LinuxMint musste ich die Anwendung noch installieren, das ist aber kein Aufwand:
sudo apt-get install f-spot
Nebst dem Vorteil, dass F-Spot auch RAW nutzen kann, liebe ich vor allem die Export-Möglichkeiten direkt nach Flickr und andern Diensten. Aber auch das Tagging ist für meine Bedürfnisse optimal ausgestaltet. Damit lassen sich leicht Gruppen, die auch verschachtelt sein dürfen, erstellen.

Ein weiterer, grosser Vorteil ist die Möglichkeit, die mit F-Spot erzeugten Metadaten zu den einzelnen Bildern direkt in die Dateien einarbeiten zu lassen. Damit gehen diese Daten wie Tags, Gruppen, Beschreibungen und so weiter nicht verloren, falls einmal die SQL-Datenbank abrauchen würde. Diese Option muss allerdings in den Einstellung noch aktiviert werden: Metadaten in Dateien schreiben

Sollte tatsächlich die SQLite-Datenbank verloren gehen, dann sind ja hoffentlich die Bilder noch da, weil sie nämlich in einer andern Partition oder mindestens in einem andern Verzeichnis liegen. Dann reicht es, das Verzeichnis .gnome2/f-spot im Home-Ordner zunächst umzubenennen oder zu verschieben, um hernach F-Spot erneut zu starten. Die DB wird dann neu angelegt und danach kann man die Bilder wie gewohnt importieren. Jetzt sind alle Daten inklusive der Metadaten wieder da.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine zu hohe Anzahl an Bildern, die man in einem Rutsch importieren will, zu Qualitätseinbussen beim Einlesen der Metadaten führen kann. Deswegen sollte man die Bilder eher pro Jahr einlesen oder jene sogar noch in Monate aufteilen, je nach Anzahl der Bilder. Auf jeden Fall konnte ich 5.500 Bilder in einem Rutsch importieren, die Hälfte der Metatdaten waren aber nicht da. Erst als ich den Vorgang in Tranchen zu je ungefähr 500 Bildern wiederholte, klappte auch der Import der vollständigen Metadaten.


05. November 2008 um 11:50 Uhr
Ich nutze F-Spot auch gerne, nur leider will bei mir partout die Diashow nicht
Gibt’s da nen Workaround?
05. November 2008 um 12:01 Uhr
Läuft bei der Diashow einfach gar nichts oder erscheint eine weisse Fläche?
05. November 2008 um 12:06 Uhr
Es erscheint eine weiße (bzw graue) Fläche, oben links ist das Bild, aber so klein, dass man es kaum erkennen kann. Manchmal kommt dann das nächste BIld in voller Größe, aber:
Das ganze Ding reagiert kaum (sehr langsam), und schließen lässt es sich auch nicht geschweige denn das Menu aufrufen. Da hilft dann nur noch Arbeitsflächenwechsel->killall f-spot .
Ich vermute dass es irgendwie mit der Graka zusammenhängt, da ich auf meinem PC schon sehr oft Ubuntu in den verscihedensten Versionen installiert hab und es noch nie ging.
05. November 2008 um 12:07 Uhr
Achja, habe eine NVidia GeForce 4 MX
05. November 2008 um 12:16 Uhr
Hast Du den proprietären Treiber für die NVidia-Karte in Gebrauch? Müsste eigentlich funzen, tönt aber schon nach Darstellungsproblemen. Ich würde mal f-spot per Terminal starten und dann beobachten, was der dort loggt, wenn Du diashowen willst.
05. November 2008 um 12:21 Uhr
Hallo,
ich bin noch hin und her gerissen und schwanke zwischen F-Spot und gThumb. Letzteres lässt mir mehr Freiheiten bei der Ordnerstruktur und hat ganz passable Werkzeuge für kleinere Korrekturen. Bei F-Spot bin ich von dem “Ausrichten”-Werkzeug begeistert und der Geschwindigkeit. Aber dass jedesmal eine Bildkopie angelegt wird, wenn ich was bearbeite, irritiert mich. Dafür lassen sich Bilder schön einfach taggen und was ich nicht wusste, in die Metatags schreiben. Danke für den Hinweis! Jetzt wird es noch schwieriger, „meinen“ Favoriten zu finden
05. November 2008 um 12:23 Uhr
Graka-Treiber habe ich installiert, Spiele funzen auch ohne ruckeln. Hier mal der Log:
http://scrawl.sc.ohost.de/log.txt
05. November 2008 um 12:44 Uhr
F-Spot ändert den Zeitstempel DateTimeOriginal beim Einlesen der Bilder! Der Bug ist schon bekannt, wird aber seit vielen Monaten nicht bearbeitet. -> Mein großes Hindernis für F-Spot
05. November 2008 um 12:45 Uhr
mein kommentar wurde irgendwie nicht angenommen.. ich poste nochmal:
Graka-Treiber habe ich installiert, Spiele funzen auch ohne ruckeln. Hier mal der Log:
http://scrawl.sc.ohost.de/log.txt
05. November 2008 um 12:51 Uhr
Sorry scrawl, Akismed hatte was gegen Deinen Link
“GdkPixbuf-WARNING **: GdkPixbufLoader finalized without calling gdk_pixbuf_loader_close() – this is not allowed. You must explicitly end the data stream to the loader before dropping the last reference.”
Der gefällt mir nicht. Danach würde ich mal bei Ubuntuusers.de suchen oder allenfalls einen Post erstellen. Du bist sicherlich nicht der Einzige mit dem Problem.
05. November 2008 um 20:52 Uhr
Obwohl ich gerne eine reine OpenSource-Lösung verwenden würde, verwende ich Picasa. Die Benutzerfreundlichkeit übersteigt einfach die der (durchaus vielfältig vorhandenen) OS-Bildverwaltungsprogramme um einiges. Ich hoffe, da ändert sich irgendwann mal etwas…
05. November 2008 um 21:09 Uhr
Focx: Dazu brauchst Du aber Wine; das täte ich mir nie an. Aber ist wohl Geschmacks- und Philosophiesache.
05. November 2008 um 21:44 Uhr
Roman: Ist mir klar, Picasa läuft auf einem verstecktem Wine. Mir wäre eine native Umsetzung natürlich auch lieber. Aber merkt denn ein unbedarfter User das? Wine läuft völlig transparent, Picasa braucht also nur ein wenig länger zum Starten als andere Programme. Und das merkt man vielleicht auch nur auf meinem alten Athlon XP. Ich glaube also nicht, dass sich der User (abgesehen von Philosophie) etwas antut. Letztendlich sind wir doch aus Usabilitygründen bei Ubuntu. Und Usability ist der Weg zu Bug Nr.1.
05. November 2008 um 22:26 Uhr
Guter Artikel. Vielen Dank für den tipp mit den Metatags!
30. November 2008 um 15:36 Uhr
[...] f-spot geht es um die Fehlermeldung, welche scrawl hier schon beschrieben [...]
01. Februar 2010 um 07:17 Uhr
[...] aber nicht sehr komfortabel; vor allem der Upload. Bisher nutzte ich dazu entweder ein Plugin bei F-Spot oder jUploader. Uber das Software-Center bin ich kürzlich auf den Desktop Flickr Organizer [...]