Ebook und Ubuntu
Vor einiger Zeit habe ich mir einen E-Book Reader zugelegt. Gewonnen hat das Rennen der Sony PRS-600. Warum ? Weil er der einzige war der einen Touch-Screen und einen SD Kartenslot für bis zu 16GByte Daten hat. Der Preis von 445.– hat fand ich auch im mittleren Segment. Nebenbei, E-Book Reader auszusuchen ist etwa gleich schwierig wie die richtige digitale Kamera zu finden. Die nächste Hürde stellte die Frage, wo soll man einen Reader kaufen. Im IT-Shop sind die Dinger nicht so einfach zu finden und in der Buchhandlung spürt man schon noch eine Art Gegenwind zu den Büchern. Ich habe den Reader dann in meinem Online-Buch-Shop bestellt. Die haben ja schon länger E-Pub’s im Sortiment und folglich auch die Geräte dazu. Es hat nicht lange gedauert und ich hatte den E-Book an meinen Rechner angeschlossen. Die mitgelieferte Software für Windows und MAC hat auf anhieb funktioniert. Ich habe dann alle meine technischen Handbücher ( ca 6 GByte im PDF Format) auf meine 16GByte SD Card kopiert und ab da, Zugriff auf alle meine Dokus, auch von unterwegs. SPANNEND ! Aber eben, ich will das Ding ja an mein Ubuntu anschliessen.
E-Book an Ubuntu 10.04
Das erste Problem ist eigentlich nur, mit welcher Software nutze ich auf dem Ubuntu den Reader. Eigentlich braucht es gar keine Software. Sobald der Reader an der USB Schnittstelle angeschlossen wird, ist der Reader gemounted und man kann die Dateien im Nautilus problemlos kopieren. Ein Nachteil mit dieser Arbeitsweise ist eigentlich nur, dass die Bücher nicht als Sammlungen ersichtlich sind. Das wäre natürlich auch viel bequemer. Ich mach es mir also bequemer und suche nach einer E-Book Software. In der Synaptic mit dem Stichwort ebook kommt man ganz schnell auf Calibre. Yeeep, das war wieder einmal ein Volltreffer und schon sind meine Bücher auch als Sammlungen auf dem Reader ersichtlich.
Calibre
Das Calibre ist wirklich sehr einfach zu bedienen. Einfache Funktionen und grosse Symbole machen das Arbeiten mit Calibre einfach. Was nach einiger Zeit der Zusammarbeit noch gefehlt hat, waren News. Die Frage drängte sich auf, wie kann man mit dem Reader auch News lesen. News im PDF Format ? Nein das kann es nicht sein. Aber Moment, für was steht denn im Calibre hinter der Funktion Nachrichten ? Schon klar, das sind RSS Feeds die man einfach downloaden und dann zum Reader senden kann. Schaltet man auch noch das automatische tägliche Downloading ein, hat man wirklich die gewünschten News im Reader zur Hand. So, jetzt habe ich alle mein Feed’s wie die der ubuntuusers.de auf meinem Reader. Genial, Linux News auf meinem Reader.
Fazit
Den Sony PRS-600 an ein Ubuntu anschliessen und mit Calibre organisieren ist ein Kinderspiel.






18. Mai 2010 um 01:28:14 Uhr
Hallo Roman,
ich traue mich schon fast gar nicht mehr, Dich zu fragen, schließlich habe ich das nun so häufig in Deinen Blog geschrieben:
Könntest Du das E-Book auch gleich wieder auf http://www.linuware.com hinzufügen, bewerten und einen Link auf Deinen Blog hinterlassen?
Leider fand und finde ich neben meiner Diplomarbeit nicht die Zeit, all Deine konstruktive Kritik an der Plattform vom “letzten Mal” in die Tat umzusetzen, bitte verzeihe mir
Wie gut lässt sich denn Dein E-Book im hellen Tageslicht bzw. mit Sonneneinstrahlung noch lesen?
Gruß
Piccolino81
18. Mai 2010 um 07:40:43 Uhr
Hallo!
Gleich noch ein paar Fragen hinterher:
- Bekommst du eBooks in der Schweiz zu vernünftigen Preisen? In DE kosten die ja das gleiche wie gedruckte Bücher (was das Ganze dann wieder unattraktiv macht).
- Kann Calibre mit Notizen umgehen? was passiert, wenn du PDFs (zB Referenzen oder Dokumentationen zu irgendwelchen Geräten) mit Notizen versiehst und dann wieder mit Calibre synchronisierst?
- Wie kommt das PRS mit A4- oder Letter-PDFs zurecht? Werden die bildschirmgerecht umgebrochen? Muss man die entweder in Mini-Schrift lesen oder darin herumscrollen? Was passiert, wenn Grafiken eingebettet sind? Wie sieht freiesMagazin darauf aus?
Sorry, aber das interessiert mich wirklich.
18. Mai 2010 um 10:18:15 Uhr
@Mathias Die Ebooks in der Schweiz sind grundsätzlich günstiger als die Bücher. Ein Beispiel: Ein geschenkter Tag von Anna Gavalda kostet als Buch 22.90, als Hörbuch 30.90 und als Ebook 12.70. Dazu kommt noch, dass die Ebooks keine Versandkosten haben, die werden ja per Download angeboten. Ich habe den PRS-600 für meine technischen Dokus erworben, die ich vom Hersteller sowieso schon kostenlos bekommen habe. Ob Calibre mit den Notizen umgehen kann muss ich zuerst noch ausprobieren, das habe ich bis jetzt noch nie gebraucht. Bei den A4 Formaten im PDF macht der PRS-600 immer eine nächste Seite. So passiert es je nach Vergrösserung, dass aus einer Seite 2 Seiten werden. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell. Ansonsten kann man das PRS mit einem Zoom S, M, L, XL betreiben. Bei der Anzeige des freien Magazines kann ich folgendes sagen: Die normale Anzeige im Hochformat scheint mir sehr klein, da brauchts eine Brille. Bei der Ausrichtung Querformat siehts dann schon besser aus. Da hat man aber 2 Seiten. Wie stehts denn beim freien Magazin mit Format A4 Hoch ? Oder noch besser im epub Format ? Gruss Gregor
18. Mai 2010 um 10:21:01 Uhr
@Piccolino81 Mit dem PRS-600 ist das lesen bei Tageslicht oder sogar mit Sonnenlicht der Hit. In der Dämmerung oder in der Nacht ist das lesen nicht so angenehm, da spiegelt immer wieder mal das Display. Aber eben, in der nacht da soll man schlafen
18. Mai 2010 um 13:36:23 Uhr
Gekaufte eBooks sind doch in der Regel DRM-geschützt, oder? Kann Calibre die trotzdem öffnen/anzeigen?
18. Mai 2010 um 13:49:06 Uhr
Ich bin selbst Besitzer eines Hanvon N518,
und wollte dich fragen, wo Du denn die Bücher kaufst?
Danke
18. Mai 2010 um 14:28:51 Uhr
@Alex Zu meiner Verlegenheit habe ich noch nie ein Ebook gekauft. Ich habe alle meine Ebooks kostenlos oder im PDF Format bekommen (Harry Potter sind die grössten Schinken gewesen). Aber wenn Du mal ein Book mit einem DRM hast, probier ich mal das in Calibre anzuschauen
18. Mai 2010 um 14:31:10 Uhr
@paulsenior Hallo Paul. Ich hab noch nie ein Ebook gekauft. Aber ich habe gesehen, dass in der Schweiz immer mehr Bücherläden Ebooks vertreiben. Hier einige Beispiele: http://www.buch.ch, http://www.books.ch, etc.
18. Mai 2010 um 15:49:13 Uhr
@7: Ich habe mich wegen dem DRM bisher nicht getraut, eines zu kaufen. Ich könnte mir das aber gut vorstellen. Vor allem, weil ich ab und zu unterwegs bin und dann keine Möglichkeit habe, das gedruckte Buch zu kaufen. Das sollte dann aber schon am (Ubuntu-)Laptop lesbar sein. Eventuell würde ich mir auch gerne die eine oder andere Passage zum Offline-Lesen Ausdrucken. Einen eBook-Reader habe ich bisher noch nicht.
18. Mai 2010 um 19:18:00 Uhr
@9 Ja das kann ich verstehen. Ich habe desshalb alle Dokumente im PDF Format abgespeichert. Die epub Formate habe ich nur von kostenlosen Büchern genommen. Die sind halt für die Unterhaltung. Wenn man aber den Markt beobachtet, dann sind die kleinen E-Book Reader bald wieder alte Geschichte. Der iPad machts vor. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern und wir haben den iPad und den E-Book Reader vereint. Darauf warte ich und werde die Dinger dann auch wieder testen. Eines der spannensten Geräte ist für mich der Skiff Reader. Siehe Video http://www.froeh.li/video/skiff-reader.flv
19. Mai 2010 um 13:41:03 Uhr
@Mathias Ich habe mal Dein freiesMagazin in meinen Reader geladen und Dir einige Fotos davon gemacht. http://www.froeh.li/ubuntu/?dir=./ebook Gruss Gregor
25. Mai 2010 um 18:24:10 Uhr
Hey,
wie siehts eigentlich mit Feeds aus wo der Inhalt im Feedreader nicht gelesen wird.
Ich habe mir z. B. heise.de abbonniert und dort wird ja nur die Überschrift runtergeladen. Den Inhalt kannst du nur lesen wenn du dem Feedlink folgst.
Weiteres Beispiel ist gulli.com – News. Dort wird ja auch nur die Einleitung runtergeladen. Willst du alles lesen musst du auch hier dem Link folgen.
Läd Calibra nun tatsächlich die ganze RSS Nachricht runter oder muss ich bei Seiten wie heise.de und gulli mit Problemen rechnen?
Danke für die Rückmeldung.
Gruß,
Waldemar
25. Mai 2010 um 20:07:52 Uhr
hallo waldemar. also ich habe mal versucht das feed von heise.de für calibre einzubinden, das klappt eigentlich sehr gut. am besten geht das wenn man auf der heise webseite die rss feed-adresse einbindet. ich habe dir einige bilder gemacht. gruss gregor bilder: http://www.froeh.li/ubuntu/?dir=./pictures/ebook
25. Mai 2010 um 20:22:06 Uhr
Hallo Gregor,
vielen Dank für deine Mühe, sehr informativ.
Überlege mir derzeit auch ein ebook reader anzuschaffen.
Bin mir aber nicht sicher ob ein Tablet-PC mit Reader funktion nicht doch besser wäre. Eine interessante Kombination gibt es ja dem mit ADAM Tablet: http://www.youtube.com/watch?v=WxgRBC47SAo
Zurzeit überschlagen sich die Meldungen um die Tablet-PCs bzw. ebook reader. Keine einfach Wahl.
Gruß,
Waldemar
27. November 2010 um 14:19:19 Uhr
Hi,
ich habe mir kürzlich den Nachfolger bestellt.
Hat schon jemand von Euch dieses Tool ausprobiert:
Sony PRS Note format reader and convertor
https://launchpad.net/prsnotereader
Wie der Name schon sagt, können damit die selbstgeschriebenen Kommentare aus dem Reader exportiert werden. Keine Ahnung in welches Format.
Hat sich schon jemand die Mühe gemacht und den USB-Port des Geräts geprüft ? Steht da nur ein Massenspeicher oder vielleicht auch das Grafiktablet zur Verfügung ?
MfG Max
PS:Sorry, das ich in einen 6 Monate alten Artikel reinschreibe