Eine Stoppuhr für Ubuntu
Manchmal ist es ganz gut, eine Stoppuhr zu benutzen. Gerade für ein Plappermaul wie mich ist das durchaus sinnreich, wenn ich nicht länger als für eine gewisse Zeitspanne einen Podcast “befüllen” muss. Deswegen habe ich mich kurz umgesehen, welche Möglichkeiten bestehen.
Konsole
Hierzu gibt es den Befehl time read, der quasi wie eine Stoppuhr funktioniert. Mit der Enter-Taste wird die Uhr gestoppt. Nachteilig – oder je nach dem sogar unbrauchbar – ist der Umstand, dass man die Uhr während dem Zählen nicht sieht, sondern erst nach dem Stoppen. (gefunden bei Dirk)
Tcl/Tk
Eine Alternative im grafischen Gewand bildet die Uhr Stoppwatch. Die Anwendung verwendet Tcl/Tk und sieht entsprechend scheusslich aus. Sie funktioniert aber recht gut, kann manuell bedient werden und verfügt über mehrere “Zeit-Speicher”.

Gnome Panel
Die Stoppuhr (timer applet), welche dem Gnome Panel hinzugefügt werden kann, ist eigentlich ein Countdown oder eine sogenannte Eieruhr. Um sie zu installieren, braucht es zusätzlich das Paket timer-applet, das einfach zu installieren ist:
sudo apt-get install timer-applet
Nachdem man sich am Gnome ab- und wieder angemeldet hat, lässt sich die Stoppuhr am Gnome Panel hinzufügen und konfigurieren. Ganz praktisch!
Adobe AIR
Mein persönlicher Favorit ist eine Stoppuhr, welche mit Adobe Air realisiert ist. Air ist ja mittlerweile in einer finalen Version für Linux zu haben und läuft stabil. Die Anwendung dazu stammt von Adrian Parr und nennt sich Adobe AIR Stopwatch.
Joke
Man kann sich aber auch einfach per gshutdown (zu installieren per sudo apt-get install gshutdown) beim Ablauf der vorgesehen Zeit die Gnome-Sitzung abschiessen lassen.

Diese Idee würde ich aber nicht unbedingt umsetzen, obschon ich nicht getestet habe, ob die Sitzung bei laufenden Applikationen und offenen Dateien tatsächlich ohne Gelegenheit zum Abspeichern abgeschossen wird.
Auch ganz witzig ist die Clockywock, welche zwar keine Stoppuhr im eigentlichen Sinne ist, aber die Zeit grafisch als Zifferblatt in einer Konsole abbildet (oder es versucht).
Welche (Stopp)Uhren gibt es ausserdem noch für Linux? Falls Du eine Alternative kennst, bitte ich freundlich um eine Meldung. Vielen Dank!




17. April 2009 um 13:14:16 Uhr
Ich brauche manchmal für Quick&Dirty Performance-Tests eine Stoppuhr auf einem Testrechner. Dazu habe ich wenig Bock Software zu installieren, daher verwende ich ganz gerne die Flash-Stoppuhr von http://www.online-stopwatch.com
17. April 2009 um 13:19:34 Uhr
ich nutze das timer-applet 2.0.1 (GNOME/UBUNTU) keine “stopuhr” im herkömlichen sinne. aber die presets tun ganz gute dienste. man kann stunden oder minuten-presets vordefinieren.
ahoi
majestyx
17. April 2009 um 15:40:23 Uhr
Hallo zusammen,
Ich hab mal was in Bash zusammengeschraubt:
days=0; hours=0; mins=0; secs=1; while true; do clear; if [ $secs -eq 60 ]; then let mins+=1; secs=0; fi; if [ $mins -eq 60 ]; then let hours+=1; mins=0; fi; if [ $hours -eq 24 ]; then let days+=1; hours=0; fi; echo “${days}d, ${hours}h, ${mins}min, ${secs}s”; sleep 1; let secs+=1; done
Bei Mili-Sekunden laggt bei mir das Terminal, bei anderen kleineren Einheiten als Sekunden wirds zu ungenau…
Installation (für den aktuellen Nutzer):
echo “alias stopwatch=’days=0; hours=0; mins=0; secs=1; while true; do clear; if [ $secs -eq 60 ]; then let mins+=1; secs=0; fi; if [ $mins -eq 60 ]; then let hours+=1; mins=0; fi; if [ $hours -eq 24 ]; then let days+=1; hours=0; fi; echo “${days}d, ${hours}h, ${mins}min, ${secs}s”; sleep 1; let secs+=1; done’” >> .bashrc
Danach kann man in neu geöffneten Terminals einfach “stopwatch” eingeben
Ein Deinstalltionsskript hab ich jetzt nicht geschrieben, da müsst ihr einfach die entsprechende Zeile in der .bashrc löschen.
Grüße, Keba.
17. April 2009 um 18:11:48 Uhr
Zu deinem Satz “Diese Idee würde ich aber nicht unbedingt umsetzen, obschon ich nicht getestet habe, ob die Sitzung bei laufenden Applikationen und offenen Dateien tatsächlich ohne Gelegenheit zum Abspeichern abgeschossen wird” siehe:
http://forum.ubuntuusers.de/post/1821826/
grüße!
17. April 2009 um 19:18:44 Uhr
@Christoph: Danke für den Link. Das würde natürlich auch reichen so per Web.
@majestyx: Yep, aber Teil kann “countdownen”, das ist schon mal gut.
@Keba: Danke, das ergibt dann die stopwatch gemäss obigen Bild im Post; ist das gleiche Teil, oder?
@Basti: Danke für die Infos! Wusste ich gar nicht, dass da bloss die “sauberen Applikationen” sehen, wenn die Session beendet wird.
18. April 2009 um 21:25:23 Uhr
Hallo zusammen,
Ne, das ergibt (leider!) nicht die schöne Konsolen-Uhr von oben, Führ den ersten Code einfach mal aus, dann siehst du was passiert
Grüße, Keba.
18. April 2009 um 22:47:56 Uhr
Ja Keba, der erste Code, der ist gut, produziert einfach eine ganze Menge Zeilen in der Konsole
30. April 2009 um 14:21:11 Uhr
Hm? Welche Zeilen werden denn ausgegeben?
Es sollte eigentlich nur eine Zeile ausgegeben werden, welche dann immer aktualsisiert wird. Funktioniert zumindest unter Ubuntu 8.10 mit dem gnome-terminal.
Probier vllt auch mal diesen[1] Code aus: Einfach in eine Datei schreiben, ausführbar machen und mit ./dateiname starten. Würd mich wundern, wenn das nicht funktioniert.
Grüße, Keba.
[1] http://paste.pocoo.org/show/115097/
30. April 2009 um 22:49:45 Uhr
@Keba: Passiert genau das selbe: Im Terminal wird die Zeit angezeigt und dann folgen etwa 10 Leerzeilen und dann die Aktualisierung. Dann immer so weiter. Sie dazu: http://ubuntublog.ch/_bilder/time.png
02. Mai 2009 um 20:13:12 Uhr
Hm, komisch. Dann verhält sich “clear” bei dir anders als bei mir. Im Gnome-Terminal wird damit scheinbar das Terminal “geleert”, man kann allerdings noch hochscrollen, wenn man denn will.
Komische Sache…
Grüße, Keba.
18. März 2010 um 09:28:29 Uhr
Hallo,
Habe auch lange eine stopuhr gesucht und schlussendlich selber etwas mit Python und GTK gebastelt:
http://wag-net.ch/?p=275
19. März 2010 um 22:25:36 Uhr
Hey wag, das ist ja voll cool und dann auch noch GPL. Danke!
16. November 2010 um 16:26:32 Uhr
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