Filme mit AviDemux bearbeiten
Meine selbst gedrehten Filme, die sich sehr spartanisch und unprofessionell präsentieren, habe ich bisher mit dem Mac bearbeitet. Seitdem die Software iMovie auf 08 gehievt worden ist, will ich nichts mehr mit diesem Programm zu tun haben. Es ist für mich nicht mehr bedienbar, da alles umgestellt worden ist, ausserdem lassen sich die gängigsten Formate nicht mehr importieren. In diesem Bereich (wie in manchen andern auch) kann mich Apple mal.
Und so habe ich mich umgesehen, was die OpenSource-Gemeinschaft auf der Linux-Seite in Sachen Videobearbeitung zu bieten hat. Und da gibt es einiges zu entdecken! Da ich deutlich zu wenig von Video und Audio verstehe, blieb ich bei AviDemux hängen. Nicht weil das Programm nicht gut wäre, sondern weil es ein GUI bietet, mit dem ich noch einigermassen verstehe, was das Teil macht. Es arbeitet mit GTK+, es gäbe noch andere Varianten, die sind aber offenbar noch nicht ganz ausgereift.
Installiert wird das Programm unter Ubuntu ganz einfach, in dem die hauseigenen Quellen herangezogen werden:
sudo apt-get install avidemux
Mit dem Päckli avidemux-cli liesse sich die Anwendung über die Command Line steuern. Das habe ich aber nicht ausprobiert.
Es ist zwar ein bisschen “eigensinnig”, was die Bearbeitung von Untertiteln betrifft, denn die werden in einem separaten File mit den dazugehörigen Metadaten gespeichert und danach mit dem Film “zusammengemurgt”. Auch das Bearbeiten der Audio-Spur klappt erst, nach dem der Film einmal abgespeichert worden ist. Das Schneiden ist ebenso etwas seltsam zu bewerkstelligen und mehrere Filme zusammenführen auch. Ausserdem wird keine “Vorschau-Timeline” mit den Effekten angezeigt – was es ja nicht zwingend braucht – sondern man muss sich alle Effekte per separater Vorschau ansehen, bevor sie generiert werden.
Ich fand mich aber recht schnell mit dem Teil zurecht, um die wichtigsten Sachen bewerkstelligen zu können. Für den Hausgebrauch ist AviDemux allemal gut genug. Wer mehr möchte oder gar in den professionellen Bereich vorstossen will, sollte sich meiner Meinung nach cinelerra ansehen.



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