Frohe Weihnachten, Community!
Community ist Neudeutsch; besser wäre meines Erachtens das Wort Gemeinschaft. Aber das hört sich nicht so toll an, oder? In der Regel habe ich lieber die Worte aus unserer Kultur, zumal Deutsch eine sehr leistungsfähige Sprache ist. Wie dem auch sei; ich wünsche allen Menschen ein friedliches Fest und etwas Zeit und Musse für die Familie und vielleicht noch ein paar Gedanken zu unserer Gemeinschaft.
Denn die Wahrheit dehnt sich nach innen aus, wo die Idee von Verlust bedeutungslos und nur Mehrung vorstellbar ist.
Teilen führt zu Ausdehnung. Das wissen wir, weil wir in der Welt der quelloffenen Software zu Hause sind. Teilen bringt kein Mangel, sondern Mehrung. Viele Menschen denken aber, es wäre umgekehrt. Hier liegt wohl eines der grössten Missverständnisse unserer Zeit. Jenes falsche Verständnis lässt sich im folgenden Zitat wiederfinden:
Das erste chaotische Gesetzt ist, dass die Wahrheit für jeden einen andere ist. Wie alle diese Grundgesetze behauptet dieses, dass jeder separat ist und eine andere Gedankenausrüstung hat, die ihn von den andern abhebt. Dieser Grundsatz entspringt dem Glauben, es gäbe eine Hierarchie der Illusionen; einige seien wertvoller und deshalb wahr. Jeder legt dies für sich selbst fest und macht es wahr durch seinen Angriff auf das, was ein anderer wertschätzt. Und das ist gerechtfertigt, weil sich die Werte voneinander unterschieden und die, die sie haben, scheinbar nicht gleich und deshalb Feinde sind.
Ich fühle mich ertappt. Es gibt noch manche “Baustelle”, die ich in Ordnung bringen muss und ich glaube, dass viele unserer Herausforderungen auf der Weltbühne und in unseren kleinen, individuellen Gemeinschaften auf dem Inhalt jenes Zitats fussen. Beide Auszüge stammen aus einem meiner Lieblingsbücher: Ein Kurs in Wundern. Das Buch ist umstritten, aber ich meine, dass es die Wahrheit wiedergibt. Auch wenn ich immer wieder angegriffen werde, wiederhole ich es hier noch einmal: Im Umfeld der Ubuntu-Nutzer und dem Umkreis daraus erlebe ich oft das, was ich als wahre Gemeinschaft schätze. Ich fühle mich wohl, aufgehoben und meine, dass ich einen ganz kleinen Teil zum grossen Ganzen beitragen kann.
Frohe Weihnachten!


23. Dezember 2009 um 08:28:40 Uhr
Ich wünsch dir ebenfalls frohe Weihnachten.
Aber du bist ein bisschen früh dran, Heiligabend ist erst Morgen
Grüße
trompetenkaefer
23. Dezember 2009 um 09:09:33 Uhr
Ja, der ist er morgen
Aber dann liest doch niemand mehr Blogs, dann feiert man, oder?
23. Dezember 2009 um 11:54:40 Uhr
Heiligabend, Weihnachten, Krippe, Messe – was bedeuted das für uns? Wir feiern es einfach, kaufen Geschenke, stopfen uns mit viel zu viel Essen voll, stressen uns, sind froh, wenn die Feiertage wieder rum sind.
War das wirklich so gedacht? Ich oute mich jetzt mal als gläubigen Christen und bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen dieses Fest als Wunder Gottes wahrnehmen.
Euch allen wünsche ich ein Frohes Fest und friedliche Feiertage!
cu Quin
23. Dezember 2009 um 13:47:56 Uhr
[...] This post was mentioned on Twitter by Roman Hanhart, MadMaxde. MadMaxde said: google sagt: Frohe Weihnachten, Community! » Von Roman Hanhart » ubuntublog.ch http://url4.eu/yJB9 [...]
23. Dezember 2009 um 14:41:51 Uhr
Ich finde Gemeinschaft ein schönes Wort. Eigentlich schöner als Community. „System → Info zu Ubuntu“ spricht übrigens mittlerweile auch von der „Ubuntu-Gemeinschaft“ (in vergangenen Versionen hieß es immer noch „Ubuntu-Gemeinde“, was ich deutlich weniger schön finde).
23. Dezember 2009 um 17:50:23 Uhr
Das Wort Community hört sich eher oberflächlich an. Das Wort Gemeinschaft dagegen, klingt viel umfassender und schöner.
Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und schöne Feiertage. ;-D
Lg
ubuntuuser
25. Dezember 2009 um 19:15:29 Uhr
Lieber Roman
in der weiten offenen Welt des Netzes kenne ich wenige Menschen, die sich so verbindlich zu einem Gemeinschaftsgedanken bekennen können wie Du – ohne daran eine Vereinnahmung zu knüpfen. Du folgst einfach Deinen Überzeugungen, bringst Dich ein und gibst. Ohne Berechnung. Sich diese Fähigkeit zu erhalten, ist Dir Eigenliebe genug. Dich im Netz kennen gelernt zu haben,ist mir persönlich lebhaftigster (und leibhaftigster) Beweis dafür, wie real virtuelle Nähe und Verbindlichkeit sein können.
Du wirst auch weiterhin segensreiche Bande knüpfen können – und sollst in gleicher Weise beschenkt werden!
Kurt
auch für die
Blogbibliothek schreibend – und alle, die dort von Deiner Arbeit profitieren.