Fünf ausgesuchte Programme für die Konsole

Linux ist nicht langweilig oder gar öde. Obschon ich Debian hauptsächlich zum Arbeiten nutze, entspanne ich mich gerne zwischendurch. Das sollte man eigentlich ohne Rechner tun, aber was soll man machen, wenn der PC mittlerweile angewachsen ist? Dann kann man sich auch mal am Terminal entspannen, finde ich. Dazu habe ich fünf kleine Applikationen ausgesucht, die etwas Abwechslung in den Alltag bringen oder auch sonst bei der alltäglichen Arbeit unterstützend wirken können.

Das Konsolenbanner-Programm banner

Mit banner zaubert man schöne, grosse Banner in das Terminal. Der Nutzen ist vielleicht hier etwas versteckt, wenn überhaupt vorhanden. Aber es muss nicht immer einen kausalen Nutzen hervorbringen, Entspannung ist manchmal schon genug zielend.

banner

Der Befehl banner wird dazu in der Konsole eingegeben, gefolgt vom Text. Ausserdem gibt es die Optionen -d und -t um die mathematischen Details dazu auszugeben. Mit -w [Wert] gibt man die Breite des Banners an.

Der Konsolen-Browser links2

Über diesen Browser habe ich schon einmal berichtet. Allerdings aus der Warte eines Administrators an einem Server ohne grafische Benutzeroberfläche. Aber der Browser ist auch sonst an einem Gnome oder KDE sinnreich. Denn man ist sauschnell und steht praktischen keinerlei Gefahren gegenüber.

Installiert wird links2 per Konsole mit dem Befehl

apt-get install links2

Danach steht das Teil zur Verfügung. Mit der Taste [esc] gelangt man zum Menü, wo man sich nebst Sprache auch andere ganz nützliche Dinge einstellen kann.

Links2

Links2 zeigt sich eigentlich als erwachsener Browser, der sehr vieles kann. Natürlich steht kein Java, Flash und all das Zeug nicht zur Verfügung. Aber in manchen Fällen ist dies mehr als nur ein Vorteil. Man kann damit auch Files herunterladen.

Links2

Dieses Blog sieht etwas ungewohnt mit Links2 aus, aber es ist alles da, was es braucht. Auch die Formularfelder können bedient werden.

cal – der Kalender im Terminal

Kalender calManchmal ist es ganz hilfreich, kurz einen Blick auf einen Kalender zu werfen. Freilich, das geht auch mit Gnome ganz gut, aber die Konsole bietet eben auch einen solchen an. cal nennt sich das Teil. Einfach cal in die Konsole eintippen und schon sieht man den aktuellen Monat. Es gibt noch einige Optionen dazu, mit denen man eine bestimmten Monat ansteuern kann: man cal gibt Auskunft. Mit ncal lässt sich die Darstellung umkehren, so dass die Wochentage links und das Datum oben zu stehen kommt.

bc – der Rechner im Terminal

Ein Taschenrechner ist ja nicht unbedingt zum Entspannen gedacht. Aber er kann dazu beitragen, dass man sich nicht nervt, wenn man den physischen Taschenrechner nicht finden kann (weil ihn Frau oder Sohn irgendwo verschlammt hat). Mit bc gelangt man zum Rechner. Verlassen kann man den Rechner wieder mit quit.

Rechner

Will man den Rechner “wirklich und echt” verwenden, sollte man sich einen Blick in das Manual gönnen: man bc.

Star Wars Episode IV in der Konsole

Nicht nur für Star Wars Fans ist diese bewegliche ASCII-Art zu empfehlen. Da hat sich nämlich ein Tulpenmensch Niederländer sehr viel Mühe gemacht, dieses Filmli zu erstellen!

Star Wars Episode 4

Da lohnt es sich wirklich, einmal hineinzuschauen. Man muss ja nicht gleich den ganzen Film schauen ;-) Dazu gibt man in der Konsole folgenden Befehl ein:

telnet towel.blinkenlights.nl

Und dann wird die Erinnerung wieder wach; an eine Zeit, in der noch alles in Ordnung war ;-) Übrigens läuft das ASCII-Filmli auch unter Windows in der DOS-Box.

Ein paar Links zum Thema Konsole unter Linux

Nachstehen liste ich noch ein paar wenige Links zum Thema Linux-Konsole auf:

Falls Du weitere nennenswerte Progrämmli für die Konsole kennst, welche aus dem offiziellen Paket-Fundus einer Disti stammen, dann bitte her damit. Allenfalls kennst Du auch noch ein paar gute Links dazu. Danke!

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Ein Kommentar to “Fünf ausgesuchte Programme für die Konsole”

  1. bdNo Gravatar schrieb:

    *grins*

    Dass der Star-Wars-Stream noch gesendet wird, ist verwunderlich; dieser Link passiert denn schon seit Jahren meine vergängliche Aufmerksamkeit. Schön, dass man ihn noch gewährt.

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