identi.ca gefangen im Prism
Über Prism habe ich ja schon einmal im Zusammenhang mit Zertifikaten geschrieben. Prism ist eine Art Minibrowser aus dem Hause Mozilla, der sich als Applikation verkleidet mit genau einer URL und damit mit einer Aufgabe so starten lässt, dass die angepeilte Seite im Normalfall nicht mehr verlassen werden kann – ausser durch interne Links, welche auf der Zielseite vorkommen. Wikipedia schreibt dazu:
Prism ermöglicht es, die jeweiligen Webanwendungen direkt vom Desktop aus in eigenen vom Webbrowser getrennten Prozessen zu starten und unabhängig von diesem zu konfigurieren. Dabei wird ein abgespeckter Firefox gestartet, jedoch ohne die browsertypischen Bedienelemente und ohne das Menü.
Um identi.ca einigermassen sinnreich einsetzen zu können, braucht es einen Klienten dazu. Unter Ubuntu kenne ich gwibber, Jabber-Klienten, Adobe Air basierende Programme, choqok für KDE und Gnome Do, um die grafischen Möglichkeiten zu nennen. Es gibt vielleicht noch weitere; wenn ja, bitte her damit. Die oben genannten Programme passen mir aber nicht wirklich.
Eine Alternative wäre da eben Prism, um damit entweder die normale Startseite von identi.ca zu öffnen, oder die speziell angepasste, etwas kleinere Seite, die unter http://identi.ca/Benutzername/all?realtime=1 zu finden ist.

Allerdings scheint die “Kurzform-Seite” nicht richtig zu laufen, sie lädt nicht automatisch neu und verirrt sich ab und zu nach dem Posten eines Dents. Die normale Startseite erachte ich als besser, zumal es dort die Möglichkeit gibt, den automatischen Reload ein- oder auszuschalten. Offenbar wird dieser Button aber im Prism-Browser nicht immer angezeigt.

So lässt sich der “Identi.ca-Klient” beispielsweise auf einem zweiten, virtuellen Desktop platzieren, wo er wenig stört. Dafür steht die systemintegrierte Benachrichtigung, die zum Beispiel bei gwibber genutzt wird, nicht zur Verfügung. Das kann aber auch ein Vorteil sein, denn jene Meldungen zerren zeitweise an den Nerven.
Aber schlussendlich bleibt auch ein Prism nichts weiter als ein Browser, wenn auch ein kastrierter. Wie so Vieles ist es schlussendlich Geschmackssache, was einem gefällt oder eben missfällt. Twitroid zum Beispiel halte ich für einen ganz tollen und ausgereiften Klienten für identi.ca. Den gibt es halt leider nur für Android. Immerhin steht mit Prism eine weitere Alternative für den Desktop zur Verfügung.
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03. Februar 2010 um 11:06 Uhr
Vielleicht ja für dich interessant, es soll wohl die Möglichkeit geben, dass sich ein Prism Programm zu einem Tray minimieren lässt und sogar per kleine Erweiterung notifikations abgibt.
Aber entweder das ist noch nicht fest eingebaut, oder die Dokumentation dazu ist sehr unvollständig.
10. Februar 2010 um 07:16 Uhr
[...] kurzem habe ich mich noch beschwert, dass es unter Linux keinen anständigen Klienten für identi.ca gäbe. Doch dann las [...]