Mailclient sylpheed mit GnuPG

Noch immer bin ich auf der Suche nach “meinem” Mailclienten. Thunderbird ist sicherlich nicht schlecht, läuft unter Linux stabil und bietet praktisch alles, was man braucht. Aber als Linux-Mensch bin ich etwas verwöhnt und möchte gerne eine Anwendung nutzen, die nicht jeder einsetzt. Und so habe ich schon ein paar Sachen angesehen, bin aber immer wieder zum Mainstream-Thunderbird zurückgekehrt – was absolut für das Teil spricht. Mutt ist nichts für mich, etwas Komfort möchte ich schon gerne haben und schliesslich lässt sich per ASCII nicht alles so anzeigen, dass es übersichtlich bleibt; mal ganz von den Mail-Attachments abgesehen.

Und nun bin ich bei sylpheed angekommen. Ich nutze zur Zeit den originalen Entwicklungszweig von Hiroyuki Yamamoto; es gäbe ja noch die “Abspaltung” claws-mail, die sich weiterentwickelt nennt und wohl auch experimentelle Features beherbergt.

An sylpheed gefällt mir die Einfachheit, die sich aber dennoch in einer recht feinen Parametrisierung manifestiert. Viele Dinge lassen sich einstellen, die man sonst wenig oder kaum findet. Aber der Hammer finde ich die “bubi-einfache” Einbindung eines GnuPG-Schlüssels zum digitalen Signieren und Verschlüsseln. Hat man nämlich die GnuPG-Schlüssel erzeugt, findet sylpheed diese anhand der E-Mail-Adresse selbst, da sich das Programm in den Verzeichnissen, in denen die Schlüssel liegen, erkundigt. Damit entfällt das Importieren der eigenen Schlüssel. Das habe ich bisher noch nie so gesehen.

Auch der Export des Adressbuches von Thunderbird zu sylpheed klappte via ldif-Datei bestens. Die Mails habe ich nicht umgezogen, werde ich aber wohl noch tun. Lösen lässt sich das mit dem Import von einer Mbox-Datei. Wer sich ebenfalls nach einem andern Mailclienten umsieht, sollte meiner Meinung nach sylpheed unbedingt ansehen.

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