Notizen aus dem Ubunternet #3

Während meinen Streifzügen durch das Netz, bei denen ich auf linuxartige Informationen fokussiert bin, stosse ich ab und zu auf Interessantes. Hier ein Auszug daraus:

  • Linux Day in Stuttgart Am 25. Mai 2009 findet der zweite Linux Day in Stuttgart an der Hochschule für Medien statt. RadioTux wird ein Audio-Stream bereitstellen. Weitere Infos dazu auf Pro-Linux.
  • Die Suche im Internet und der Regenwald Sirko berichtet auf seinem Blog über die Suchmaschine Forestle, welche mit Ihrem Betriebsgewinn mithelfen will, den Regenwald zu retten, beziehungsweise ihn wieder aufzuforsten. Die Suchmaschine selbst scheint nach den ersten Tests ganz gut zu finden und die Treffer haben mir weiter geholfen.
  • Alle gegen M$ Exchange Ein Vergleich von vier Alternativen zum Platzhirsch Exchange aus dem Hause Microsoft im Bereich der Groupware-Server bringt vielleicht etwas Bewegung in die Geschichte. Dazu gibt es einen sechsseitigen Bericht auf heise open.
  • LinuxTag in Berlin Vom 24. bis 27. Juni 2009 findet der LinuxTag zu Berlin statt. heise open gibt einen groben Überblick der Inhalte und Veranstaltungen. Zusammen mit den Leuten von RadioTux werde ich während den Tagen in Berlin Radio machen.
  • Verzeichnis deutschsprachiger Linux-Usergroups linuxuser.de beheimatet neu die Listen der deutschsprachigen Linux-Usergroups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf der Seite sind alle Groups gelistet, welche bisher bekannt sind.
  • Ernüchterung bei Windows 7 Matthias Schüssler, Journalist beim Tagesanzeiger, kommt nach einer Woche Test mit dem Release Candidate von Windows 7 zu einem eher miesen Ergebnis. Zwar testete er via VirtualBox und nicht direkt auf der Hardware, aber sein Fazit ist nicht besonders gut. Er mutmasst sogar, dass aktuelle XP-Benutzer auf MacOS oder Ubuntu abspringen würden.
  • Ubuntu One als Spatenstich gegen die Community Der neue Dienst Ubuntu One, der quasi als Online-Festplatte in der Cloud wirken soll, bekommt von allen Seiten heftigen Gegenwind zu spüren. Auch von der deutschen Community ubunntuusers.de. Dort wird Ubuntu vorgeworfen, mit der Lancierung des quellverschlossenen Dienstes ein Schritt gegen die Community, die sich vor allem für freie Software einsetzt, zu tun. Ubuntu vertreibt zwar durch die Distribution freie Software, stelle aber selbst ClousedSource-Applikationen her.
  • 31 Tage ohne Windows Für unsereins ist das ja normal, um nicht zu sagen, Alltag. Hingegen für zwei Menschen, die Windows-Trainer sind und sich nun einen Monat lang mit einer Linux-Distribution durch das Leben schlagen wollen, ist dies wohl eine zünftige Herausforderung. Hans berichtet auf seinem Blog von diesen zwei Mannen.
  • Pidgin und Facebook Bei den “Worten des Parteivorsitzenden” fand ich einen Beitrag zum Plugin Facebook Chat, mit dem sich Gespräche per Schrift von Facebook in den Pidgin einbinden lassen. Es gibt ein *.deb-Paket, das heruntergeladen und installiert werden kann. Witzige Sache wie ich finde. Allerdings gibt es das Plugin auch über die Quellen von Ubuntu, aber in einer etwas älteren Version.

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5 Kommentare to “Notizen aus dem Ubunternet #3”

  1. PhotonNo Gravatar schrieb:

    Forestle nutz ich schon seit Monaten. Die Suchengine ist Google, deswegen sind die Treffer mehr oder weniger die Gleichen, wie man sie über die “normale” Google-Suche kriegen würde.

  2. Gordon SchultzNo Gravatar schrieb:

    Schöne Auflistung.
    Aber der Punkt zu UbuntuOne gefällt mir persönlich nicht.
    Alle hacken auf Canonical herum. Warum? Weil eine Firma (wahrscheinlich) Geld verdienen möchte.
    UbuntuOne ist kein Dienst, den \”Ubuntu\” anbietet, sondern die Firma Canonical. Und das ist meiner Meinung nach auch ihr gutes Recht. Das machen Novell, RedHat, etc. doch nicht anders.
    Und über den Namen kann man sich streiten. Aber soweit ich weiß ist Canonical doch Inhaberin der Marke Ubuntu. Insofern ist es auch ihr gutes Recht, diese Marke zu verwenden. Hier auch wieder das Beispiel Red Hat Enterprise Linux.
    Und klärt mich bitte auf, aber stand irgendwo, dass der Quellcode am Ende nicht freigegeben wird?
    Nicht, dass es das ein Muss ist, um einen solchen Dienst zu nutzen..
    Im Enterprise Umfeld bemerkt man, dass der Großteil der Entscheider keinen Wert auf offene Quellen legen, sondern auf ein ausgegörenes Produkt, zu dem Support geliefert wird.
    Grundsätze sind ja schön und gut, aber ich finde dieses Hickhack nervend..

  3. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Gordon Schulz: Es geht eben um mehr als bloss um den Quellcode. Dahinter steckt die Philosophie, dass erworbenes Wissen frei weitergereicht wird und allen Menschen offen zur Verfügung steht, um es zu verbessern, abzuändern oder zu erweitern. Nur so kann sich Wissen ausdehnen. Sonst wird es eingesperrt und wächst nicht weiter. Wenn es jedoch der Gemeinschaft “gehört”, kann es sich beliebig ausdehnen.

    Dass Canoical mit dem Dienst Geld verdienen will, ist absolut in Ordnung und jeder, der interessiert ist, dass es Ubuntu noch eine ganze Weile gibt, sollte diese Idee unterstützen und den Dienst nutzen oder spenden. Das Eine hat mit dem Andern nichts zu tun, quelloffen heisst nicht automatisch kostenlos oder gratis.

    Laut ubuntuusers.de ist “Ubuntu One” Closed Source Software.

  4. Gordon SchultzNo Gravatar schrieb:

    Mir ist der Unterschied zwischen frei und kostenlos bewusst. Auch kenne ich die Vorteile freier Software.
    Es ist vielmehr, dass Canonical bisher immer lieb und nett war, viel frei hergegeben hat. Nun ihnen aber auf einmal eine solche Welle der Kritik entgegen rollt.
    Es regen sich halt so viele darüber auf, aber au dem rechner laufen dennoch binäre Treiber, flashplayer, etc.

    Ich bin gespannt, was Canonical sich da ausdenkt und entscheide anschließend, ob dieser Dienst etwas für mich ist oder nicht.

  5. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Ja, da bin ich auch sehr gespannt! Vielleicht lassen wir uns ja überraschen ;-)

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