RoundCube Webmail 0.1-stable auf Ubuntu / Debian
Mit dem Erscheinen der ersten stabilen Version 0.1 des Webmailers RoundCube erreicht uns eine Applikation, welche sich einfach und rasch installieren lässt. Der neu integrierte Wizard leistet dazu Unterstützung. RoundCube setzt PHP, MySQL und ein Webserver (Apache oder ein anderes Produkt) voraus. Diese Applikationslandschaft findet man ja bei fast jedem Hoster und damit lässt sich RoundCube praktisch überall nutzen. Einige Anbieter – darunter auch cyon – verwenden den WebMailer als Standardlösung für die Kundschaft. RoundCube ist kein Mailserver, sondern ein Interface, um Mails per IMAP von einem (entfernten) Konto anzuzeigen und zu bearbeiten. Ausserdem können damit unter der Identität jenes Kontos Nachrichten via SMTP eines Dritten versandt werden.
Hier liefere ich eine Beschreibung, wie ich RoundCube auf einem Debian-Serverli installiert habe. Die Zusammenfassung kann auch für ein Ubuntu-Server (oder auch Workstation – wenn man denn will) genutzt werden. Wird ein Angebot eines Hoster genutzt, entfallen die Installationen meist. Es gibt wohl andere Wege, wie man es (besser) lösen könnte, aber dennoch hier meine Lösung.
Die Pakete, welche es braucht, sind die folgenden:
apt-get install php5
apt-get install apache2
apt-get install mysql-server
apt-get install phpmyadmin (optional)
apt-get install ntp (optional)
apt-get install postfix (optional)
apt-get install mailx (optional)
apt-get install libsasl2-modules (optional)
ntp kann benutzt werden, um die Systemzeit des Servers aktuell zu halten. Die Pakete postfix, mailx und libsasl2-modules würden zum Einsatz kommen, wenn der Server als Smarthost oder selbständiger Mailserver dienen soll. Wie postfix zu installieren ist, habe ich hier beschrieben. RoundCube kann aber die Mails auch selbst über einen Smarthost versenden, ohne dass ein lokaler Mailserver vorhanden ist.
Für RoundCube können die drei “obligatorischen” Pakete (php5, apache2 und mysql-server) installiert und müssen nicht zwingend weiter konfiguriert werden. Danach lädt man sich das aktuelle Archiv von RoundCube herunter.
In einem Unterverzeichnis des Webservers werden die Daten nun entpackt, als Beispiel hier “rc”. Selbstverständlich kann man sich dafür auch eine eigene Domain leisten. Solange als SMTP ein externer Host verwendet wird (Smarthost oder direkt ab RoundCube) spielt die Domain, auf welche RoundCube läuft, keine Rolle.
/var/www/rc/
Mit diesem Beispiel ist RoundCube nun über die Adresse erreichbar:
http://IP_oder_Name_des_Servers/rc/
Im rc-Verzeichnis gibt es nun ein weiteres Verzeichnis namens installer. Diese sollte nun aufgerufen werden, damit die Konfiguration beginnen kann.
http://IP_oder_Name_des_Servers/rc/installer

Hier wird unter anderem geprüft, ob alle Pakete verfügbar und richtig konfiguriert sind. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, wird eine entsprechende Meldung ausgegeben. Allenfalls muss man dann noch Korrekturen an der php.ini (/etc/php5/apache2/php.ini) vornehmen.
Ist alles in Ordnung, geht es weiter.

Folgend werden allgemeine Einstellungen eingetragen und die Datenbank-Anbindung festgelegt. Die Datenbank selbst muss man noch immer von Hand anlegen. Das geht sehr einfach per phpmyadmin oder in der Konsole. Die Werte imRoundCube Wizard und bei der Datenbank müssen natürlich korrespondieren
Ausserdem braucht es hier die Daten des sendenden Hosts. Meist ist dies der Mailserver des Hosters oder Providers. Nutzt man die Installation alleine, kann man auch Vorgabewerte eintragen, so dass man nicht bei jedem Login den IMAP-Server und die Domain angeben muss.

Jetzt werden die erstellten Werte in zwei Felder portiert, woraus sie zu kopieren sind, um damit die beiden Konfigurations-Dateien db.inc.php und main.inc.php zu erzeugen. Beide müssen dann in das Verzeichnis /var/www/rc/config/ kopiert werden.

Anschliessend darf man die Installation testen. Hoffentlich klappt es! Und wenn nicht, sieht man es hier.

Ja, und das war es dann schon fast. Mit der URL http://IP_oder_Name_des_Servers/rc/ geht es zur Anmeldung am WebMailer. Falls vergessen wurde, den Ordner installer zu löschen, erinnert RoundCube mit einer rot eingefärbten Warnung daran. Es ist ein Sicherheitsrisiko, den Ordner stehen zu lassen. Will man ihn unbedingt dort lassen, sollten mindestens die Rechte entfernt und das Verzeichnis anders benannt werden. Allenfalls ist es sinnreich, eine verschlüssele Verbindung zum GUI aufzubauen. Das bringt allerdings nur dann Vorteile, wenn die Verbindung ab RoundCube zum Mailserver des Providers ebenfalls verschlüsselt wird.

Und so sieht das Teil aus, hat man sich erst einmal bis hierher durchgerungen. Optisch hat sich vorherigen Beta-Version nicht viel geändert. Offenbar wurde aber hart “unter der Haube” gearbeitet.
Vorteile von RoundCube
Aus meiner Sicht ist RoundCube sehr rasch installiert und einsatzbereit. Dank der Basis auf PHP und MySQL lässt es sich wohl fast überall installieren, wo ein Webserver steht. Es bietet bis auf ein paar wenige Einschränkungen alles, was man zum Mailen braucht. So habe ich rasch und einfach Zugriff auf meine Mails. Das geht natürlich auch mit andern Lösungen wie GMX, GMail oder Web.de; die sind aber bei Weitem nicht so sympathisch
Nachholbedarf
Schmerzlich vermisse ich seit Anbeginn der Entwicklung ein “brauchbares” Adressbuch, das auch eine Gruppenfunktion bietet und über ein Export- und Import-Möglichkeit verfügt.
Meine Empfehlung
Unbedingt ausprobieren! –> http://roundcube.net
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- 22. Oktober 2009 -- Thunderbird 3 in der 4. Beta-Version (7)

16. Mai 2008 um 02:27 Uhr
Hallo,
ich habe ein normales Hosting Paket und dort ist Confixx installiert, doch kann man ja den webmailer gleich in die tonne werfen, daher wollte ich mir einen Webmail installieren der ein wenig mehr kann.
Vom Anbieter:
smtp_port = 25
imap_port = 143
Pfad:
/var/www/html/webxxx/html/webmail/config/roundcube_alias
roundcube_alias:
basti@scheiss-leben.info webxxxp6
nun kommt aber, wenn ich mich einloggen will der Fehler: “Keine Verbindung zum IMAP Server”
Was muss ich noch einstellenSmilie
icq: 50554566
email: basti3k@hotmail.com
vielen Dank an alle
16. Mai 2008 um 11:19 Uhr
@basti: Confixx kenne ich nicht, wird was ähnliches wie Plesk sein, oder? Der Fehler kann diverse Ursachen haben. Die naheliegendsten sind, dass die Adresse des MailServers oder der Port falsch ist. Das siehst Du am besten im Log-File des Webservers, auf dem RoundCube läuft. Ist der Mailserver der lokale Server oder ein entfernter Rechner?
28. Mai 2008 um 12:16 Uhr
[...] Installation auf einem eigenen Serverli (Debian oder Ubuntu) habe ich hier beschrieben. Will man nun auf die Version 0.1.1 upgraden – was ja empfohlen wird -, gibt es dazu ein Dokument [...]