Shotwell verdrängt bei Maverick F-Spot
F-Spot, die Standard-Bilderverwaltung unter Ubuntu, setze ich schon länger ein und bin damit nicht ganz glücklich. Besonders bei grossen Fotosammlungen kommt die Applikation nicht mehr mit. Abstürze und Programmfehlfunktionen kommen dann öfters vor. Ausserdem basiert F-Spot auf Mono, was mir nicht sonderlich behagt. Das ist aber schon fast Religion. Nebenher stört es mich, dass sich F-Spot nicht richtig sichern lässt. Ist die SQLite-Datenbank einmal zerfetzt, ist Ende Feuer. Ich sichere zwar regelmässig das Verzeichnis mit den Bildern und die Konfiguration sowie die SQLite-DB, welche standardmässig im persönlichen Verzeichnis unter /home/user/.config/f-spot liegt, aber eine Wiederherstellung gelingt nicht immer.
Nun wird offenbar ab Ubuntu Maverick Meerkat, also der 10.10, statt F-Spot Shotwell standardmässig installiert. Allerdings erst ab der ersten Beta, welche vor ein paar Tagen erschienen ist. Auf der ISO der 3. Alpha-Version war noch immer F-Spot vorhanden. Ich bin ganz froh, bin ich auf die Weise auf Shotwell aufmerksam geworden. Anhand der Pakete, welche Shotwell benutzt, ist zu sehen, dass kein Mono eingesetzt wird. Es basiert auf GTK und wurde in Vala geschrieben. Ausserdem kommt ebenfalls SQLite zum Zug. Wer möchte, kann sich die etwas aktueller Version ab Launchpad holen. Ab der üblichen Quellen lässt sich Shotwell ab Karmic Koala installieren, jene Quellen sind aber laut Entwickler schon etwas veraltet:
sudo apt-get install shotwell
Nach dem ersten Start lädt dann Shotwell auch gleich dazu ein, allfällige Bilder von F-Spot zu importieren. Das funktioniert ganz gut, alle Tags und weitere Meta-Informationen werden ohne Probleme übernommen und in der neuen Datenbank genutzt. Mindestens in der Version, welche in den Quellen von Ubuntu liegt, sind nicht so mannigfaltige Exportmöglichkeiten wie in F-Spot vorhanden. Die andern Funktionen decken sich in etwa mit F-Spot, wobei ich meine, dass Shotwell stabiler arbeitet. Was mir fehlt, ist die einfache Möglichkeit, Bilder nach Tags gefiltert oder nach Kategorien als Bildschirmschoner rennen zu lassen; etwa so wie bei F-Spot.
Alles in Allem meine ich, dass mit Shotwell eine gute und vielleicht auch bald funktionsreiche Bildverwaltung daherkommt. Sie kann noch nicht ganz so viel wie F-Spot, sieht aber freundlicher aus und läuft subjektiv betrachtet stabiler. Die Applikation unterliegt der GNU Lesser General Public License in der Veson 2.1.



10. September 2010 um 07:02:38 Uhr
Leider werden keine Raw – Formate unterstützt. Somit für mich unbrauchbar.
Gruß Norbert
10. September 2010 um 08:13:18 Uhr
Laut Wiki des Projektes kann Shotwell Raw-Bilder: “Currently, Shotwell can import JPEG, PNG, and RAW photo files. Shotwell does not yet support other graphics format such as BMP, GIF and TIFF.” http://www.yorba.org/shotwell/ -> user guide
07. Oktober 2010 um 21:22:40 Uhr
Shotwell (Version 5.0) hat doch noch einige Mängel. Bilder aus der Cam, am selben Tag aufgenommen, zu unterschiedlichen Zeiten importiert, werden in mehere Ordner Verteilt. Ebenso beim Import von Bilddateien von Digikam. Schade.
Wieso erwähnt niemand DigiKam? Alle reden immer von F-Spot, und das ist Schrott.
Gruss Peter
07. Oktober 2010 um 21:23:43 Uhr
Sorry, habe mich bei der Version Verschrieben.
Richtig ist 0.5!!!!
07. Oktober 2010 um 21:27:07 Uhr
Ja, Shotwell bietet nicht alle Features, die ich brauche. Zum Beispiel auch nicht, dass bereits vorhandene Bilder nicht importiert werden.
DigiKam benötigt die KDE-Bibliotheken. Das passt mit nicht; bin ein Gnomer