“Stellarium” ein Blick in den Himmel
Was macht man nicht alles, wenn der Tag vorbei ist und die Nacht einem den Himmel öffnet um in die Ferne zu den Sternen, Planeten und sonstigen Himmelkörper zu schauen. Genau, man nimmt sein Teleskop und richtet es gegen den Himmel. Aber hier beginnen schon die ersten Fragen aufzutauchen. Wie nennt sich denn dieser Stern oder wo ist nochmal die Venus zu sehen ? Eine einfache und wirklich beindruckende Antwort gibt es mit der Applikation “Stellarium”.
Stellarium ist ein Applikation für ein Planetarium in Echtzeit. Ich habe mir auf meinem Netbook (mit Ubuntu 10.04) das Stellarium 0.10.4 installiert. Man kann das Stellarium ganz einfach über das Synaptic installieren. Stellarium startet man dann über Anwendungen > Wissenschaft > Stellarium. Am Anfang ist mein virtuelles Planetarium so richtig leer. Je nach Tageszeit sieht man auch gar nichts. Das liegt daran, dass die Applikation noch gar nicht konfiguriert ist. Zur Konfiguration gehört eigentlich nur der Ort, wo man sich befindet. Wer nicht weiss wo er sich befindet, der sollte sich seine Koordinaten beschaffen (Google Maps, etc). Hat Man seine Kooridinaten, kann man diese in der Konfiguration eingeben und einen eigenen Namen wählen.
Das Icon Standortauswahl führt einem zur Konfiguration. Stimmen Höhe, Breiten und Längengrad kann man seinen Standort als Vorlage verwenden, diese wird dann beim Programmstart immer geladen.
Nun gehts los. Als erstes wird die Applikation nach dem Start im Vollbildmodus gestartet. Das macht Sinn wenn man sich nur als Sternengucker betätigen will. Um auch ein normales Fenster zu bekommen, kann man mit der Taste F11 den Vollbildmodus verlassen. Im nächsten Schritt muss man wissen wo die Himmelsrichtungen sind. Am unteren Rand werden die Richtungen angezeigt. Richtet man nun alles auf Norden aus (Compass oder modernes Handy erforderlich) kann man nun schon einige grössere Sterne oder Planeten sehen. Leider sind noch nicht sehr viele Sterne sichtbar, vorallem bei Tageslicht. Abhilfe schaffen hier die Tasten c (Sternbildlinien) und die Taste v (Sternbildbeschriftung). Damit hat man eine gute Übersicht und man kann sich am Himmel besser orientieren.
Was kann Stellarium noch:
- Standardkatalog mit mehr als 600.000 Sternen
- Zusatzkataloge mit mehr als 210 Millionen Sternen
- Asterismen und Illustrationen von Sternbildern
- Sternbilddarstellungen aus zwölf verschiedenen Kulturkreisen
- Bilder von Nebeln (vollständiger Messier-Katalog)
- Realistische Milchstraße
- Sehr realistische Atmosphäre, Sonnenauf- und untergang
- Planeten und ihre Satelliten
- Äquatoriale und azimutale Gitter
- Funkelnde Sterne
- Sternschnuppen
- Simulation von Sonnen- und Mondfinsternis
- Anpassbare Landschaften, jetzt mit sphärischer Panoramaprojektion
Fazit: Stellarium ist ein einfaches, schlankes und informatives virtuelles Planetarium in Echtzeit. Auf einem tragbaren Gerät installiert, kann es hervorragend für die nächtliche Himmelserkundung genutzt werden.
Ich werde meine Erfahungen mit Stellarium dann in weiteren Artikel einbringen. Bis dann und man sieht sich im Universum.




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