Systemmonitor für den Desktop
Wer für Linux und im Speziellen für debianbasierende Derivate einen Systemmonitor für den Desktop sucht, dürfte mit Conky sehr gut bedient sein. Zwar ist das Programm schon fast eine eierlegende Wollmilchsau, aber wenn man “bloss” das System beobachten möchte, klappt das ganz gut mit Conky. Wer die gesamte Bandbreite der Applikation nutzen will, muss sie teilweise noch selbst kompilieren. Ich habe mich damit begnügt, die ohnehin zur Verfügung stehenden Features zu nutzen, denn ich möchte damit keine Musik hören oder andere Dinge beobachten. Deswegen habe ich die Applikation quasi ab der Stange installiert:
sudo apt-get install conky
Damit würde das Teil eigentlich schon laufen. Mit der Konfigurationsdatei .conkyrc im Home-Verzeichnis (die Datei muss von Hand erzeugt werden) lässt sich die Applikation sehr fein parametrisieren. Ein grosser Vorteil sehe ich darin, dass sich das Programm-Fenster transparent in das Hintergrundbild schweissen lässt (Gnome). Eine Beispielkonfiguration gibt es auf der Website von howtoforge.de zu holen und anzupassen.

Damit wird das Programm praktisch zum Bestandteil des Hintergrundbildes und bekommt bei der Beispielkonfiguration nie den Fokus. Die andern Anwendungen überdecken also Conky. Wer mag, kann Conky in den Sessioneinstellungen als selbständig startende Applikation definieren (System / Einstellungen / Sitzungen).
Scannen lässt sich wohl fast alles, was sich überhaupt messen lässt. Gerne sehe ich die PID, die CPU-Auslastung, den Zustand des flüchtigen Speichers sowie die ein- und ausgehenden Verbindungen über die Interfaces. Weiter ist wohl noch das Swap-File interessant. Die Liste lässt sich natürlich je nach Geschmack und Bedürfnis anpassen.
Eine hervorragende und weitreichende Dokumentation gibt es auf ubuntuusers.de zu lesen. Dort sind auch Links zu andern Präsentationen mit reichlich Inhalt verzeichnet.


20. August 2008 um 19:51:17 Uhr
Noch einfacher, schneller, effektiver, nutzbarer und schöner geht das ganze mit Torsmo (http://torsmo.sourceforge.net/) und einem durchsichtigen X-, E- o.ä. Term.
Btw: bezogen auf die Hilfe rechts neben der Kommentarfunktion, “generiert” schreibt man das, nicht “gerneriert”.
20. August 2008 um 21:16:41 Uhr
@cha: danke für den Tipp! Schaue ich mir an.
Ja, das ist ein Fehler, danke für den Hinweis. Werde ich flicken.
01. November 2008 um 16:45:18 Uhr
auch wenn der Artikel hier schon älter ist:
Conky ist ein Fork von Torsmo – also fast das selbe.
Aber ich danke für den Artikel. Habe mir jetzt was schönes anhand eines Beispiels aus dem Ubuntuwiki zusammen gebastelt.