Ubuntu und der iPod
iPods sind ja out; heute nutzt man iPhones und solche Sachen. Trotzdem nutze ich noch immer so ein Ding. Es ist ein Uralt-Teil der dritten Generation mit 30 GB Speicherplatz. Ich habe es damals, als ich noch ein MacBook hatte, initialisiert. Deswegen befand sich auf dem Gerät noch eine Partition mit dem Dateisystem HFS+. Mit einem Linux/GNU kann man daher fast immer bloss lesend auf das Teil zugreifen. Das wollte ich nicht und habe mich daher entschieden, auf diese Anleitung aufzubauen. Da das Skript convert.sh bei mir nicht lief, nahm ich den nächsten Punkt und arbeitete mich mit Gparted durch die Liste.
Zum Glück ist mir bald klar geworden, dass das so nicht funktionieren kann, denn löscht man alle Partitionen weg, fehlt dem guten iPod sein Betriebssystem. Wahrscheinlich fehlt der Anleitung auf ubuntuusers.de einen Link auf die Firmwareupdate, beziehungsweise muss man eigentlich bloss die Datenpartition auf FAT32 ändern und die Dateistruktur neu schreiben. Die andern beiden Partitionen müssen nicht gelöscht werden.
Noch einfacher ist es, wenn man den iPod an einem Windows-System hängt und ihn dort per iTunes neu initialisiert (zurücksetzen). Dann bekommt die Datenpartition ein FAT32-System. Klappt ganz wunderbar mit der VirtualBox und einem “unwirklichem Windows”.
Danach habe ich unter Ubuntu mit gtkpod die Dateistruktur neu geschrieben und alles lief bestens. Zugriff hatte ich von da an lesend und schreibend.

So einfach kann man einen simplen und einfältigen Ubuntu-User wie mich zufrieden machen


08. Januar 2009 um 09:15:17 Uhr
Na da bin ich ja gespannt wie lange Du zufrieden bist mit gtkpod. Ich nutze auch noch einen alten iPod unter Ubuntu. Leider hat die gtkpod Datenbank immer langsamer reagiert und der iPod blieb gefühlt regelmäßig hängen. Solltest Du auch solche Probleme bekommen empfehle ich Dir unbedingt mal rockbox (rockbox.org) auszuprobieren. Du kannst das “neben” der Apple Firmware betreiben. Du hast so den Vorteil den iPod so beladen zu können wie Du es magst (eigene Datei/Ordnerstrucktur) und zudem erhälst Du ein deutlich mächtigeres Werkzeug um unterwegs Playlisten zu erstellen und so. Ich habe mich anfangs erst umgewöhnen müssen, möchte aber jetzt nichts anderes mehr auf meinem Pod laufen lassen. Vor allem Freunde gucken blöde wenn sie ein Lied haben wollen und dies, ohne Extrasoftware zu starten, durch den Anschluss des iPods an ihren PC bekommen können.
Ich will ja niemanden bekehren, aber schau es Dir echt mal an, die Installation ist auch wirklich easy.
Liebe Grüße und viel Spaß beim Musikhören.
Torben.
08. Januar 2009 um 09:54:10 Uhr
Nur solltest du noch mit bedenken das die Akkulaufzeit unter Rockbox wesentlich verkürzt ist. Jedenfalls war das so bei der 4gen von Ipods. Da hat sich die Akkulaufzeit unter Rockbox halbiert. Grund ist die noch lange nicht abgeschlossene Optimierung und nicht vorhandene Stromspartechnik.
08. Januar 2009 um 20:35:07 Uhr
Okay, das stimmt. Die Akkulaufzeit ist wirklich geringer. Auch ist es beispielsweise nicht mehr so einfach AlbumArts (Coveranzeige) zu installieren, die Anforderungen an die Bilddateien haben es mir verdorben diese Funktion wieder zu installieren.
Es ist auf jeden Fall ein Abwägen zwischen Vor- und Nachteilen. Für mich waren die Geschwindigkeit wichtig ebenso wie die eigenständige Verwaltung der Musikdateien und nicht zu letzt die gute Funktionalität von rockbox (größere Formatunterstützung, Playlisterstellung, Wechsel des Shuffle/Repeat-Modus mit Shortcut).
Bei mir hat auch leider gtkpod nicht wirklich gut funktioniert, die Datenbank wurde immer langsamer daher kam ich erst zu rockbox, heute bin ich dankbar. Aber da muss jeder selber Abwägen was er mag und wenn gtkpod problemlos läuft und man mit dem Apple OS gut zu Recht kommt besteht natürlich kein Bedarf zum Wechseln.
08. Januar 2009 um 22:22:49 Uhr
Und jetzt müsste gtkpod nur noch die iPhones unterstützden. Bin wegen der Tatsache, das man sein iPhone nur unter Windows & Mac verwalten kann, leider noch an die Windows-Mühle gebunden.
Ich wünschte, es würde auch mal eine Alternative für uns linux’schen iPhonisten geben.
14. Januar 2009 um 02:41:55 Uhr
Leider funktioniert Rockbox (noch) nicht mit allen iPods, und für die iPhones und iTouchs gibt es leider außer iTunes nichts adäquates.
aber ansonsten gehen auch Rhythmbox und unter KDE auch noch Amarok mit vielen iPods, man sollte haltbloß drauf achten das man via aptitude (apt-get) hfs+ installiert hat.
22. Januar 2009 um 13:09:35 Uhr
Das Thema hatte ich auch gerade. Songbird ist wirklich ein schöner iTunesersatz. Alternativ dazu, für leistungsschwächere Rechner wie z.B. die netbooks, kann ich Rhythmbox wärmstens empfehlen. Das macht prima mit dem iPod herum, ist jedoch nicht so performancelastig wie Songbird. Rockbox und gtkpod habe ich noch nicht probiert, bin mit Songbird und Rhythmbox aber auch soweit zufrieden, als dass ich da noch weiterpfriemeln muss.