VirtualBox 2.2 unterstützt OVF und OpenGL

Seit geraumer Zeit nutze ich die VirtualBox, allerdings nicht diejenige aus den Ubuntu-Quellen, die sich Open Source Edition (OSE) nennt, sondern die ebenfalls meist kostenlose Version, dessen Quellcode jedoch nicht frei zur Verfügung steht. Jene nennt sich einfach VirtualBox und untersteht der PUEL und ist für den privaten Gebrauch kostenlos. Neulich lieferte Sun eine neue Version, nämlich die 2.2, und verbesserte damit diverse Kleinigkeiten, beispielsweise ein verbesserter Zugriff der Gastsysteme auf den physischen flüchtigen Speicher, aber vor allem zwei nennenswerte Features:

Die VirtualBox unterstützt den Standard Open Virtualization Format (OVF), der es erlaubt, virtuelle Instanzen unter verschiedener Virtualisierungssoftware laufen zu lassen. Im Moment funktioniert das unter VirtualBox (Sun), VMWare, Citrix (Xen), Microsoft und Novell. Also eine ganz beachtliche Liste und es sind wohl die wichtigsten mit dabei.

Ausserdem unterstützt nun auch die VirtualBox den “OpenGL-Standard”, womit eine 3D-Beschleunigung erzeugt werden kann. Unter Linux dürfte dies recht nützlich sein. Hier in meinem Fall ziehe ich keinen Nutzen aus der 3D-Beschleunigung, da ich ja unter Ubuntu ein Windows XP virtualisiere. Und jenes XP brauche ich mehr oder weniger bloss wegen dem VPN-Client im Geschäft und nutze es sonst kaum.

Und so wollte ich die Version 2.2 über die bestehende 2.1 installieren, was mir aber dpk verweigerte, da ein Konflikt zwischen den beiden Versionen und deren Dateien bestünde. Also zog ich das erste Mal den Computer-Hausmeister, der ja unter Ubuntu 9.04 via Menü erreichbar ist, zu Hilfe, der mir alle installierten Pakete anzeigt, welche nicht über den “ordentlichen Weg” auf mein System kamen.

Computer-Hausmeister

Damit habe ich dann die VirtualBox deinstalliert und hoffte inständig, dass der Computer-Hausmeister die Dateien der virtuellen Maschine nicht anfasst. Danach liess sich die neue Version problemlos installieren und das virtuelle XP lebte noch:

virtualbox-information

Das Konvertieren in das neue Format hat ebenfalls bestens geklappt, worauf das virtuelle Windows sogleich startete und seinen Dienst verrichtete. Eine virtuelle Instanz lässt sich dann mit dem Appliance-Wizard ganz leicht exportieren, so dass das System auch auf einer andern Virtualisierungssoftware genutzt werden kann.

Virtuelles Windows unter der VirtualBox

Mit der VirtualBox habe ich bisher ausschliesslich gute Erfahrungen gemacht. Freilich, es gibt kommerziellere Software, die noch etwas mehr kann und weitere Features einbringt, aber für meine Zwecke ist die inzwischen schon bald gute, alte VirtualBox genau das Richtige.

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2 Kommentare to “VirtualBox 2.2 unterstützt OVF und OpenGL”

  1. philbertNo Gravatar schrieb:

    ich glaube die funktion des hausmeisters bietet auch die synaptic paketverwaltung. einfach unten links “Status” auswählen und die Kategorie “Installiert (veraltet oder lokal)” anklicken. dann siehst du alle Pakete die du manuell per deb-Paket installiert hast oder die nicht mehr benötigt werden.

    gruß
    philbert

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Danke philbert! Die Funktion gibt es ja auch über die Konsole mit

    sudo apt-get autoremove

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