Volle Konzentration: PyRoom

Wer kennt das nicht: Man will einen Text am Computer schreiben, treffend formulieren und vor allem vorwärts kommen und nicht abgelenkt werden. Das ist heute mit alle den PIMs und Microblogging-Klienten gar nicht so einfach. Das poppt laufend etwas auf oder ein Nachrichtensystem meldet einen neuen Dent. Abhilfe schafft einerseits die einfache Handlung, jene Tools einfach abzuschalten oder sich eine Applikationen zuzulegen, welche all jene Aktivitäten überdeckt. Und hier setzt PyRoom an, das einfach den gesamten Desktop mit einer schwarzen Farbei okkupiert und ausserdem als Schreibwerkzeug figuriert.

PyRoom is a free editor that stays out your way – and keeps other things out of your way, too. As a fullscreen editor without buttons, widgets, formatting options, menus and with only the minimum of required dialog windows, it doesn’t have any distractions and lets you focus on writing and only writing.

PyRoom ist in den Quellen von Ubuntu vorhanden und kann daher sehr leicht installiert werden:

sudo apt-get install pyroom

Die Applikation ist unter der GNU General Public Licence v3 lizenziert. Mit PyRoom lassen sich Texte möglichst ohne Ablenkung, die vom Rechner herkommt, schreiben. Das ist die Idee dahinter. Als Gegenstück kennt die Windows-Welt das Programm DarkRoom.

PyRoom

Die Hilfe wird über die Tastatur (Ctrl und H) erreicht und gibt folgende Möglichkeiten wieder:

  • Strg+H: Hilfe in einem neuen Fenster anzeigen
  • Strg+I: Informationen über das aktuelle Fenster anzeigen
  • Strg+P: Einstellungsdialog anzeigen
  • Strg+N: Neues Fenster öffnen
  • Strg+O: Datei in neuem Fenster öffnen
  • Strg+Q: Beenden
  • Strg+S: Speichern
  • Strg+Shift+S: Speichern unter
  • Strg+W: Fenster schließen
  • Strg+Y: Wiederherstellen
  • Strg+Z: Rückgängig
  • Strg+BildAuf: Zu vorherigem Fenster schalten
  • Strg+BildAb: Zu nächstem Fenster schalten

Die Einstellungen sind recht spartanisch, aber die wichtigsten Dinge, auch die Farben, lassen sich damit konfigurieren. Gerade mit den Farben sollte man meiner Meinung nach etwas herumspielen. Aber auch die Breite des Textrahmens kann man einstellen.

PyRoom - Einstellungen

Wer sich gerne und oft am Rechner durch den Computer ablenken lässt, sollte PyRoom einmal ausprobieren. Manchmal ist es wahrscheinlich gar nicht so verkehrt, sich weniger ablenken zu lassen. Wer allerdings eine konsequente und bodenständige Lösung sucht, der sollte alle störenden Quellen abschalten oder entfernen und dann mit der Arbeit beginnen. PyRoom ist diesbezüglich nicht mehr als eine kosmetische Lösung ohne Tiefenwirkung. Ruhe lässt sich meiner Meinung nach am ehesten organisatorisch realisieren und erst in zweiter Linie durch die Technik.

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7 Kommentare to “Volle Konzentration: PyRoom”

  1. MoehreNo Gravatar schrieb:

    Und der Vorteil zu einem Fullscreen-vim, das per Windows Manager immer im Vordergrund steht ist?

  2. ChristophNo Gravatar schrieb:

    Das Prinzip finde ich hilfreich und nutze es quasi immer, aber “ganz unspektakulär” unter openoffice: fullscreen-mode.

    einfach “ctrl+shift+j” voila, derselbe effekt, und zusätzlich kann ich mit ctrl+1/2/3 überschriften 1/2/3ten grades aktivieren. die fußnotenfunktion hab ich mir auf ctrl+space gelegt – perfekt!

  3. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    @Moehre: Für Einsteiger ist vim vielleicht nicht das Richtige ;-)

    @Christoph: Danke für den Hinweis!

  4. deiflNo Gravatar schrieb:

    @Moehre: War auch mein erster Gedanke.

    @Christoph: Die Idee mit dem Fullscreen scheitert sobald mehr als ein Monitor vor der Nase steht.

  5. Patrick GeltingerNo Gravatar schrieb:

    Ich schreib auch ganz gern mal in Ruhe ein paar Texte und ich kann nur zustimmen, dass OpenOffice im Fullscreen-Mode bei weitem nicht an die Qualitäten von solchen Editoren wie pyRoom rankommt.

    Aber ich persönlich mag pyRoom überhaupt nicht. Ich hoffe immernoch auf eine baldige Linux-Portierung von Ommwriter. ;)

  6. Federico HernandezNo Gravatar schrieb:

    Eine Alternative zu pyRoom wäre JDarkRoom.

  7. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Danke Frederico! Ist halt Java und nicht so mein Ding. Aber wer damit gerne wirkt, hat sicher Freude daran.

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