webmin auf einem Ubuntu-Server installieren

webmin ist ein browserbasierendes Tool, um damit einen Linux-Server zu verwalten. Es lassen sich damit einen Grossteil der Aufgaben mittels grafischer Menüs erledigen. Leider wurde webmin aus den offiziellen Ubuntu-Quellen entfernt. Ebenso warnt die Ubuntu-Gemeinde davor, das Paket zu nutzen. Da es nicht mehr unter der Ubuntu-Haube gepflegt wird, sondern nur noch “extern bewirtschaftet” wird, sei die “Kompatibilität” zu Ubuntu nicht mehr gesichert. Ich nutze hier einen Ubuntu-Server, der nicht im strengen Sinne produktiv läuft, deswegen habe ich ohne grosse Vorkehrungen das Debian-Paket installiert.

Dazu lädt man sich ab der Website das richtige Paket herunter. Anschliessend wird ein Installationsversuch gestartet, der scheitern wird:

sudo dpkg -i <paketname>.deb

Da die Abhängigkeiten zu andern Paketen nicht automatisch erfüllt werden können, bricht die Installation ab. Da hilft ein Trick, den ich angewandt habe. Allerdings warne ich davor, denn dies ist wohl mehr ein Lausbubentrick als eine professionelle Weise, webmin zu installieren:

sudo apt-get install -f

Damit versucht das System, die Pakete und deren Abhängigkeiten zu reparieren und holt sich die Pakete nun doch, die in Abhängigkeit zu webmin stehen. Die Installation glückt und damit steht webmin sofort unter dem Port 10000 und unter SSL zur Verfügung:

https://IP_oder_Adresse_des_Servers:10000

Früher war es noch notwendig, den Benutzer root zurechtzubiegen, um sich an webmin anzumelden. Heute funktioniert das ohne, es reicht, wenn man sich mit einem Benutzer, der sudo-Rechte besitzt, anmeldet.

Aus der Zwischenablage.png

Ausserdem ist es nicht notwendig, dass ein Webserver auf dem Server läuft. webmin bringt selbst alles mit, damit es per Browser angesteuert werden kann. Und damit steht ein umfassendes Tool zur Verwaltung des Servers zur Verfügung!

Ähnliche Artikel

Schlagwörter: , , , ,

2 Kommentare to “webmin auf einem Ubuntu-Server installieren”

  1. Paul BattNo Gravatar schrieb:

    Zur Administration meines Ubuntu 6.06 LTS-Serverlis nehme ich eigentlich lieber PuTTY (da ich von Windows aus zugreife). Dann habe ich eine komplette Konsole, in der auch der Midnight Commander perfekt läuft (Achtung, da Ubuntu offenbar komplett Unicode-basiert ist muss man PuTTY zu diesem Zweck auf UTF-8 stellen). Momentan chnorze ich nur noch am Emacs herum, der mir partout die grossen Umlaute nicht bringen will (die kleinen schon). Alles andere läuft auf diese Weise wunderbar.
    Paul

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Yo, Paul, PuTTy ist auch einer meine Lieblinge. Meistens arbeite ich damit. Manchmal bin ich aber doch froh, wenn ich ein grafisches Teil zur Verfügung habe.

Hinterlasse einen Kommentar

blogoscoop Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de