World of goo unter Ubuntu
Das mittlerweile zum Kultstatus aufgestiegene unfreie Spiel World of goo ist seit einiger Zeit auch im Ubuntu Software Center verfügbar. Das Spiel wurde von zwei Männer aus Los Angeles unter dem Label 2D Boy entwickelt und ist kostenpflichtig. Eigentlich stehe ich unfreier Software etwas skeptisch gegenüber, hier scheint es sich aber um einen Knüller zu handeln. Das Spiel gibt es für die Plattformen Linux, Windows und diverses Äpfel, so auch für das Ei-Päd. Ausserdem steht eine Demo bereit. Die Vollversion für Linux via dem Software Center kostet knappe 20 US-amerikanische Dollar.
Unter dem Ubuntu Software Center ist das Spiel ganz leicht zu installieren, hat man zuvor die Hürden der administrativen Kommerz-Peinigung mit einer Kreditkarte geschafft. Leider kann man offenbar beim Software Center nicht per PayPal bezahlen, was ich sehr schade finde. Gerade bei solchen kleineren Summen wäre PayPal meiner Meinung nach bequemer. Die Software wird automatisch auf einem deutschen System in Deutsch installiert.

Ich selbst spiele ja sehr ungerne am Rechner. Ich bin der Meinung, dass Rechner für weitaus höhere Aufgaben eingesetzt werden sollten, als zum Spielen. Da ich mit dieser dezidierten Meinung oft alleine dastehe, lasse ich widerwillig auch andere Ansichten gelten
Unser Ruben spielt das Spiel, soweit er halt mit seinem Können und vor allem seiner Geduld kommt. Im Wesentlichen geht es im Spiel darum, mit einer Art Bällen, die durch eine klebrige Substanz zu einem Netzwerk verbunden werden können, ein Ziel zu erreichen und dabei so wenig Bälle wie möglich für das Erreichen des Ziels zu verwenden. Die übrig geblieben Bälle ergeben dann die Punkte. Es ist sehr abwechslungsreich und teilweise auch recht schwierig zu spielen.
Das Spiel nutzt dabei die physikalischen Prinzipien wie Schwerkraft, Elastizität, Viskosität und Auftrieb. Es ist aber oft schwer, abzuschätzen, wie elastisch die Klebemassen zwischen den Bällen ist und wie stark die Schwerkraft wirkt.
Die Musik zum Spiel ist schlicht der Hammer! Die Soundfiles können vom Internet bezogen werden; die “Lizenz” dazu ist ebenfalls dabei:
Although I am providing this soundtrack for free, it is still a copywritten work just like any CD you might buy in a store. That means this music is not for use in other movies, games, tv shows, etc. If you would like new or existing music for a project you are working on, feel free to contact me here.
Im Spiel gibt es immer wieder Überraschungen und unerwartete Szenen. Sehr spannend! Und das Spiel kann durchaus etwas Sucht erzeugen. Im Wiki von ubuntuusers.de gibt es einen Beitrag dazu. Der Artikel ist aber schon etwas älter und seit dem das Spiel im Software Center verfügbar ist, ist die Installation denkbar einfach.
Interessanterweise konnte ich mit meinem Login vom Software Center das Spiel an zwei Rechnern installieren. Vielleicht kann ich die Installation noch einige male wiederholen; das weiss ich allerdings nicht. Allenfalls kennt jemand genauere Details zur Anzahl erlaubter Installationen ab dem Software Center.
Ich beurteile das Spiel als gut gemacht, ausgereift und vor allem sehr abwechslungsreich. Auf unsere Hardware – einem Lenovo IdeaPad S12 und einem ThinkPad R61 – läuft die Software flüssig ohne Unterbruch oder lästiges Ruckeln. Ganz passabel. Die beiden Jungs von Los Angeles sollen damit ein paar Dollar verdienen. Das ist in Ordnung – trotz meiner Phobie gegenüber unfreier Software.





16. Januar 2011 um 00:12:12 Uhr
Ich habe eine Kopie dieses Spiel über das Humble Indie Bundle I erstanden. Neben den anderen enthaltenen Spielen war dies das einzige, das ich überhaupt ernsthaft hatte. Ich bin ein absoluter Gelegenheitsspieler und Fan von alten Klassikern. Dieses Spiel ist einer der besten Games, die ich je gespielt habe: Super Ambiente – Musik, Story, Grafik top. Das Spielprinzip ist einzigartig und macht ganz einfach süchtig. Dieses Spiel bekommt verdiente 10 von 10 Sternen von mir.
16. Januar 2011 um 01:00:44 Uhr
Also ich habe dieses Spiel ebenfalls über das Humble Indie Bundle erstanden. Dort war es zumindest so, dass die Spiele DRM-frei waren – soll heißen man durfte die Spiele so oft auf anderen Rechner installieren wie man mochte (solange die Rechner dir gehören – versteht sich)
Ich denke mal, dass das Software Center da keine Ausnahme macht oder?
16. Januar 2011 um 01:39:15 Uhr
Gut das man nicht mit PayPal bezahlen kann ! Es gibt bessere Methoden die Leute sind nur zu faul. Fuck the Empire.
16. Januar 2011 um 08:08:44 Uhr
Ich verstehe ja nur nicht warum World of Goo unfrei ist. Wie die Aktion mit „zahl so viel wie du willst“ bewiesen hat sind die Leute durchaus bereit zu zahlen, selbst wenn sie etwas gratis haben könnten.
16. Januar 2011 um 12:03:14 Uhr
Ich verstehe nicht, warum World of Goo als einziges Spiel weiterhin unfrei ist, obwohl es das Versprechen gab, das gesammte Humble Indie Bundle zu befreien.
Es gäbe sicherlich wahnsinnig gute Forks/Weiterentwicklungen mit fantastischen neuen Leveln…
16. Januar 2011 um 12:42:24 Uhr
@Thomas: Und genau das glaube ich eben nicht. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob jemand den Source freigibt oder ob jemand den Source samt Grafiken freigibt. Aquaria ist quasi State-of-the-Art was die Technik angeht – die Sourcen wurden veröffentlicht – und ich sehe weit und breit keinen Fork/keine Weiterentwicklung.
Was ich dagegen cool finde: Die Entwickler von World-of-Goo haben angegeben, mit welchen Software-Librarys sie das Spiel gemacht haben. Das ist keine Magie nur viel viel Arbeit.
16. Januar 2011 um 17:50:15 Uhr
Hallo,
wollte mir auch schon lange mal World Of Goo anschauen. Aber bin bisher nie dazu gekommen. Gestern habe ich mir dann aber mal die Demo heruntergeladen und 1 Stunde später, habe ich World Of Goo über das Software-Center von Ubuntu gekauft.
Dieses Spiel ist echt ein Kracher. Ich sitzen jetzt schon etliche Stunden an dem Spiel und es fesselt mich so sehr, dass ich andere Dinge einfach liegen lasse.
Habe auch mal den Wiki-Artikel bei Ubuntuusers ein bisschen angepasst und z.B. um den Hinweis ergänzt, dass es auch über das Software-Center zu kaufen ist.
http://wiki.ubuntuusers.de/Spiele/World_of_Goo
16. Januar 2011 um 23:59:49 Uhr
Ich bin ja auch der Meinung, dass Software frei sein sollte. Aber ich finde es auch in Ordnung, dass 2dboy ihre sourcen erstmal nicht freigeben wollen. Das werden sie schon noch tun, sobald sie am Ende der Vermarktungskette angelangt sind (duerfte mit dem iPad jetzt ja langsam erreicht sein).
Bemerkenswert finde ich, wie viel Wert 2dboy in allen Belangen auf Perfektion gelegt haben. Das gilt fuer Sound, Grafik, Spielspass und Codequalitaet. Sie haben gut die Haelfte der erstellten Level weg geworfen, weil sie zwar huebsch waren, aber am Ende eben doch nicht genug Spielspass boten. Beim Port war es genau so. Nach nem halben Tag hatte der extra fuer den Linux-Port aus der Spieler-Community rekrutierte Programmierer eine lauffaehige Version. Laut eigenen Aussagen, weil ihm die Arbeit durch die hohe Codequalitaet und Modukaritaet des Spiels sehr einfach gemacht wurde. Es konnte bspw. problemlos auf andere Sound- und Grafikbibliotheken wechseln. Erst nach 3 Wochen wurde dann der Linux-Port freigegeben. Erst als er auf dem letzten Tester-Netbook ordentlich lief
Das Spiel hat uebrigens auch einen hohen “wieder-spiel-wert”. Definitiv eines der besten Spiele ever.
17. Januar 2011 um 12:47:09 Uhr
Wie in dem Blogartikel richtig steht, wird das Spiel auf deutsch installiert. Der grandiose Humor kommt trotz einer passablen Übersetzung jedoch richtig im Englischen zur Geltung. Ich empfehle allen die ein wenigstens ein wenig Englisch verstehen in der configdatei (Standardmäßig: /opt/WorldOfGoo/properties/config.txt) den Parameter “Game Language” von “auto” auf “en” zu ändern.
Gruß, Felix
21. Februar 2011 um 16:51:40 Uhr
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