YALM und der mahnende Zeigefinger
Das YALM-Magazin 05/2009 ist diese Woche erschienen. Im Vorwort spricht mir Frank Brungräber aus der Seele. Obschon ich eigentlich nicht zu den Betroffenen gehöre und an keinem OpenSource-Projekt mitwirke, kenne ich die Sorgen von Frank aus anderer, vergleichbarer Warte aus:
Ein Programmierer, der seinen »Kunden« auch noch den Download und die Webseite zahlen muss, aber kaum mit Resonanz rechnen kann (wobei hier nicht nur von Geld oder aktiver Hilfe, sondern auch von einfachem Feedback die Rede ist), wird früher oder später frustriert anderen Projekten den Vorrang geben.
Von solchen Programmieren gibt es sicher eine ganze Menge da draussen. Ob sie nun alleine für sich wirken, oder in einem Team, ist in diesem Zusammenhang unwichtig. Weiter schreibt Frank:
Vielleicht sollten wir alle öfter mal darüber nachdenken, was wir der Community oder auch einzelnen Projekten zurückgeben können, damit wir nicht irgendwann auf dem Trockenen sitzen.
Dies ist wohl auch zugleich die grösste Schwäche der freien OpenSource-Welt. Projekte stehen und fallen mit dem Engagement einzelner Personen. Das ist in der Kommerz-Welt zwar nicht viel anders, aber dort finden sich eher Leute, die sich für eine Sache einsetzen möchten, wenn sie dadurch ihr Brot verdienen können.
Und just in diesem Bereich geht es im Inhalt des YALM Magazin weiter. Ein Artikel beschreibt die Möglichkeiten für die Benutzer von verschiedenen Distributionen, um an kostenlosen Support zu kommen. Aber auch das BitTorrent-Protokoll wird besprochen und die rechtliche Situation angetastet. Weiter gibt es einen Bericht zum OpenOffice Writer und dessen Suchfunktion und mannigfaltige Tipps und Tricks zur Shell. Für ganz spannend halte ich den Bericht zu Miro, eines freien Video-Player für Videocasts.
Die aktuelle Ausgabe von YALM kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Es gibt eine PDF-Version, eine HTML-Alternative und eine Datei für mobile Geräte. Dem Projekt steht ein Forum beiseite, in dem sich die Leser melden können, um Ideen, Kommentare, Beschwerden, Kritik und Lob zu hinterlassen und darüber zu diskutieren. Wer möchte, kann sich dem freien Projekt anschliessen oder gelegentlich einen Beitrag leisten.


18. Mai 2009 um 14:33:06 Uhr
Hm, ich bin mir nicht sicher, ob Du an keinem OpenSource-Projekt mitwirkst.
Dein Blog und unser Podcast gehen ja schon in die Richtung “Unterstützung Ubuntu”.
18. Mai 2009 um 16:39:25 Uhr
[...] ist die Ausgabe 05/2009 des Yalm-Magazins erschienen. (Dazu lesenswert der Artikel von Roman in seinem Blog zum Yalm-Vorwort und zum Feedback zu Open Source-Projekten [...]
20. Mai 2009 um 18:35:58 Uhr
@Dirk: Ja schon, mindestens zum Teil. Aber das, was ich mache, ist ja kein Quellcode
20. Mai 2009 um 20:02:10 Uhr
@Roman: Community-Arbeit ist und Public relations ist wenigstens genauso wichtig. Du wirst reichlich Leuten schon bei der Auswahl der richtigen Programme durch Deine Beiträge geholfen haben.