Ausflug zu KDE 4.1
Letzte Woche habe ich mehr aus Neugierde Ubuntu 8.10 unter KDE 4.1 rennen lassen. Das war keine gute Idee, mindestens für mich nicht. Denn KDE war noch nie “mein Ding”, früher erinnerte es mich zu stark an Windows und heute mag ich es einfach sonst nicht. Das soll aber keineswegs in einer Schelte über KDE münden, denn es gibt durchaus gute Gründe dafür. Die Desktop-Geschichte lässt sich sicherlich besser und vor allem feiner einrichten als unter Gnome oder xfce. Auch die Systemeinstellungen scheinen etwas ordentlicher angeordnet zu sein und sie bieten nach einem ersten Blick zu urteilen, mannigfaltige Möglichkeiten. Es gibt an KDE nichts auszusetzen, aber es gefällt mir einfach nicht. Das nehme ich mir einfach mal heraus, liebe KDE-Gemeine.
Lange Geduld hatte ich allerdings nicht. Denn ich bin zu alt, um etwas zu lernen, wozu ich keine Motivation spüre. So fand ich innert nützlicher Frist nicht heraus, wie ich meine Bluetooths-Mouse einbinden musste und das WLAN brachte ich ebenfalls nicht zum Laufen. Ausserdem hätte ich dennoch ein paar Gnome-Libraries installieren müssen, denn ich wollte Thunderbird und den mittlerweile arg ressourcenfressenden Firefox nutzen. Wenn ich Konquer oder KMail höre, stellen sich meine Nackenhaare auf
Und so kehrte ich alsbald wieder reuig nach Hause zurück, zu “meinem” guten, alten Gnome. Ja, dort gefällt es mir und bei Gnome bin ich daheim.


19. Januar 2009 um 09:23 Uhr
Gnome passt ja schliesslich auch besser zu deinem Nick/Avatar.
19. Januar 2009 um 11:36 Uhr
Damit hast du ja gerade einer der wichtigsten Vorzüge von Linux genutzt:
die Wahl zu haben, einfach mal testen, wenn es gefällt schön, wenn nicht, dann eben nicht.
19. Januar 2009 um 16:55 Uhr
@ymotux : Ja, finde ich auch
@Ute: Aus der Sicht habe ich das noch gar nicht betrachtet. Ja, da hast Du völlig Recht!
19. Januar 2009 um 19:23 Uhr
Danke dass du (wenn auch vielleicht ungeplant) den wichtigsten Grund genannt hast, warum viele nicht zu KDE wechseln oder es manchmal sogar bashen:
Sie finden KDE (und manchmal auch die KDE-Programme) subjektiv “einfach sonst nicht gut”.
Das ist ja auch völlig in Ordnung (außer das bashen). Wahlfreiheit ist eine Linuxeigenschaft. Aber ich wollte das einfach nur mal festhalten.
19. Januar 2009 um 20:40 Uhr
“Sie finden KDE (und manchmal auch die KDE-Programme) subjektiv “einfach sonst nicht gut”.”
Genau das wollte ich auch schon ansprechen. Was ist das bitte für eine Aussage? Einfach sonst nicht gut? Sowas kann doch nur von einem Ex-Windows-User kommen. Oh, entschuldigung, ich werde Diskrimierend? Na dann meinte ich halt von einem Ubuntu-User. Huch, schon wieder abwertend? Naja, dann halt typisch Gnome-User. Oh?
Wie auch immer, dieser Blogpost ist wie die meisten die du ablieferst eine ziemlich Schande, denn mit argumentlosen, “Prinzip-”ähnlichen Aussagen wie dieser disqualifizierst du dich in der Blogsphäre als gern gelesener, qualitiativ ansprechend kommunizierender Poster.
19. Januar 2009 um 20:52 Uhr
@cha: Ich weiss gar nicht, wen Du ansprichst: Silmaril, den Du zitierst, oder mich oder gar beide?
Wie dem auch sei; die “Prinzip-ähnlichen Aussagen” mögen durchaus hier in der Überzahl sein, Du benutzt sie aber offenbar auch gerne, oder? “Typisch Gnome-User” wirfst Du als SuSE-Mensch in den Raum
Finde ich amüsant.
Danke für Dein Kommentar.
19. Januar 2009 um 22:40 Uhr
Klasse, Ich nutze seit meinem Umstieg auf Ubuntu, vor ca. 2 Jahren, ausschließlich Ubuntu mit Gnome.
Nach ca. 1 Jahr habe ich dann mal über den Tellerrand geschaut *gg*. Ich brauchte einfach ein einfaches Programm, um DVB-T zu sehen und zum Aufzeichnen der Sender. Ich habe einiges getestet und bin bei Kaffeine hängen geblieben (KDE)! Einfach zu bedienen und funzt, zu meiner Zufriedenheit *freu*
Was ich damit sagen will ist, das man unter Linux seine Programme und Styles so anpassen kann, wie es einem gefällt. Das heist, ich kann mir mein Linux aus Gnome und KDE mischen (jedenfalls zum grössten Teil!)
Ich, der als ‘Späteinsteiger’ (bin mit, heute 46 Jahre, nicht mehr der jüngste) vor 7 Jahren, mit einem Windows 98SE angefangen hat (auch heute noch alle Window-Versionen testent), doch (durch Junior) bei Ubuntu geblieben (Anfang = 6.10 / Gnome & geblieben ), schaue ich doch über den ‘Tellerrand’. Die einzelnen Distries sollten von einander lernen! Vieles ist bei KDE einfacher, für Noobies bzw. Microsoft-Umsteiger. Nur ich wollte die ‘Harte Tour’ *fg*. Entweder / Oder… .
Nur habe ich es geschafft, beides so zu nutzen, das es meinem produktiven Arbeiten entspricht.
Ich bin der Meinung, wenn mann die Vorteile der Distries mischt, kann da, nach seinem eigenem Ermessen’ was vernünftiges raus kommen.
LG, SanfterRebell
http://www.ubuntuusers.de
19. Januar 2009 um 22:47 Uhr
Genau so geht es mir auch. Das “Neue” KDE erschließt sich mir einfach nicht, getestet und wieder entfernt. Komme ich gar nicht mit zurecht. Da lobe ich mir mein Gnome.
20. Januar 2009 um 09:38 Uhr
Kde ist eine feine Sache. Jedenfalls bin ich mit 3.5.9 bisher immer ganz gut gefahren. KDE 4 mag ich bisher noch nicht. Hab zuletzt aber auch “nur” die Version 4.1 laufen gehabt. Die Effekte sehen zum großen Teil ganz hübsch aus aber irgendwie haben sie mich verwirrt. Außerdem nutze ich meinen Computer zum Spielen und Arbeiten und nicht um mir die Desktopeffekte anzusehen.
Ich hatte KDE 4.1 für drei oder vier Wochen auf meinem “Produktivsystem” laufen und dort ist es wegen diverser Abstürze und gefühltem Leistungsverlust durchgefallen. Mal sehen was die finale Version 4.2 so hermacht. Ansehen werde ich sie mir auf jeden Fall.
Gruß
Ralf
20. Januar 2009 um 19:23 Uhr
@ Ralf
Diese Effekthascherei! *lol* Auch deswegen nutze ich das Original Ubuntu unter gnome! Ich brauche keine Effekte. Bei mir ist es wichtig, dass das System stabil läuft!!!
Wenn ich ein Sys, mit Effekten brauch, kann ich auch gleich wieder zum Microsoft-Sys wechseln.
Habe, in der Virtualbox, auch schon die Win 7 getestet.
Fazit:
Optisch ist viel von Linux ‘geklaut’ worden (was das System auch sicherer macht), auch was das Disign angeht, wurde viel von KDE & Apple abgekupfert! So ist jedefalls mein Eindruck. Kann es sein, das Microsoft lernt, von opensource??
Wenn nicht, dann byebye Microsoft *fg*
Ich nutze Gnome mit einigen Programmen, die von KDE kommen = funzt!
Jedem, das seine …!
Nur keinen ‘Krieg’ zwischen den Disties!!!
Die sollten von einander lernen!!!
So bekomme ich ein stabieles Sys!!!!!!!
LG, SanfterRebel
24. Januar 2009 um 12:16 Uhr
die effekte von kde kann man ja auch ausschalten. und manche sind zum arbeiten auch sehr praktisch, z.b. expose oder die desktop-anzeige. einfach mal ausprobieren, das macht ein arbeiten ohne taskleiste etc erst wirklich angenehm. so hat man platz gespart, und sieht trotzdem schick aus.
kde (vorallem 4.1 bzw. 4.0) sah standardmäßig wirlich scheiße aus, 4.2 sieht aber wirklich sehr schick aus und ich freue mich über jede änderung, die man mit jeder version sieht. 4.1 mag an den umfang vom alten kde3 bzw. gnome noch nicht ran kommen, aber 4.2 macht einen riesen schritt in die richtung. so ein übergang ist ja nunmal immer schwierig, sieht man ja auch bei amarok2, wo erstmal manche sachen fehlen. letzendlich sehe ich bei gnome keine “zukunfsideen”, über gnome 3 sind sie ja auch noch nicht sicher, ob man das machen soll. bleibt aber zu hoffen, dass sie den richtigen weg finden, umso mehr desktops um so besser auch wenn ich selbst kde nutze
24. Januar 2009 um 12:50 Uhr
Es ist vor allem enttäuschend, dass die wenigen Ideen zu Gnome 3 einfach keine allzu richtungsweißende sind, beziehungsweiße noch dazu in die falsche Richtung gehen.
Wenn ich ein Progamm suchen und starten will, brauche ich keine mit allen möglichen Informationen vollgestopfte Full-Screen (!) Anzeige.
Dazu noch ein kleines Menü, dass mir den Status des Instant-Messengers umschaltet. Das wars an Ideen…
http://derstandard.at/?url=/?i.....=1%26sap=2
Wer echte Innovationen möchte, zieht irgendwann KDE 4 in Bedracht. (Was nicht heißt, das es auch allen immer gefallen muss)
Aber erst müssen noch die ganzen Vorurteile abgebaut werden.
31. März 2009 um 08:16 Uhr
[...] Es dauert zwar noch ein paar Tage, bis Jaunty Jackalope in der Finalversion verfügbar ist, aber ich wollte dennoch die Beta von Ubuntu 9.04 bereits jetzt verwenden. Allerdings in der ordentlichen Version mit Gnome; Dirk hat ja die KDE-Version eingesetzt, damit komme ich aber nicht wirklich klar. [...]
31. März 2009 um 16:30 Uhr
hmm,
ich muss sagen, dass ich gnome übersichtlicher finde. Es ist für mich intuitiv und man “weis” wo was ist. Bei KDE, (dass ja windows-like sein soll
komm ich trotz jahrelanger Windowserfahrung nicht so zurecht. Klar ein paar Sachen sind lobenswert:
- schneller start, insgesamt schneller
- teilweise wirklich schöne und nützliche Effekte…
Aber irgendwie wirkt des net so… ich weiß net, da fehlt was. Und gnome kann man heutzutage genauso anpassen, und da flitzt auch alles rum.
17. November 2009 um 11:26 Uhr
Die neue KDE im Ubuntu 9.4 ist extrem gewöhnungsbedürftig.
Ich will die alte wieder.
Bin leider Linux Noob und daher ist dieser Schritt sehr schwer.
Bin gerade auf der Suche nach einer Anleitung und darüber hier gelandet.
Mal schauen ob ich mir doch evt einmal gnome anschaue.
23. Dezember 2009 um 13:38 Uhr
[...] dass er das Standard Ubuntu, also mit Gnome verwendet, da er mit KDE 4 nicht zurechtkommt. In einem älteren Beitrag schreibt er dann auch kurz was ihn an KDE 4 nicht stört. Besonders interessant fand ich in [...]