Karmic Koala in der ersten Alpha-Version

Die erste Alpha-Version vom Ubuntu 9.10 ist nun erhältlich. Offenbar liegt Canonical ganz gut im Plan. In einer solch frühen Phase reduziert sich das Angebot auf Gnome, KDE, Xfce und neu für ARM-Plattformen und eine Serverversion, eine Live-CD gibt es erst ab der zweiten Alpha, welche wohl im Juni bereits stehen wird. Ich habe mir die Gnome-Variante gezogen und per VirtualBox eine Desktop-Virtualisierung erstellt.

Aufgefallen ist mir dabei, dass die noch junge Testversion keine groben Fehler aufzeigt, die ich als Durchschnittsbenutzer bemerkt hätte. Die erweiterten Sprachpakte für Deutsch lassen sich noch nicht installieren. Ein Kernel 2.6.30 wirkt für den Koala, das GNOME kommt in der Version 2.27.1 daher und OpenOffice hört auf 3.1.0, welches aber noch in Englisch gehalten ist. Weiter soll das lästige Intel-Grafikarten-Problem behoben werden, das betrifft mich meine Hardware aber nicht. Und noch einmal ist es das Ziel dieser Version, die Bootzeit zu verkürzen.

Installiert wird die Alpha-Version ganz normal in der alternativen Variante. Dort konnte ich weder grafisch noch inhaltlich einen Unterschied zum Vorgänger feststellen, wobei ich die Standard-Einstellungen belassen habe.

Installation von Ubuntu 9.10

Der erste Start verlief denn auch tatsächlich recht rasant, auch bei einer minimal eingerichteten, virtuellen Maschine mit bloss 512 MB flüchtigem Speicher.

Der erste Start

Mein Lieblings-Mail-Client, Claws-Mail, ist in den Quellen bereits in der aktuellen Version (3.7.1), welche unter 9.04 noch via Launchpad installiert werden muss, vorhanden. Weiter stellte ich fest, dass die beiden Pakete linux-headers und build-essential für das Kompilieren der VirtualBox Gasterweiterungen nicht mehr extra installiert werden mussten. Entweder sind sie schon installiert oder sie wurden infolge der Abhängigkeiten geholt. Kann auch sein, dass die beiden Pakete in einer Alpha-Version mitgereicht werden.

Desktop

Gesamthaft schafft die erste Alpha-Version einen stabilen Eindruck und der Bootvorgang scheint tatsächlich noch einmal verkürzt zu sein. Weiter verspricht die neue Version des Compilers (GCC 4.4) eine Verbesserung und HAL sollte dann dereinst dem DeviceKit weichen.

Obschon ein stabiler Eindruck entsteht, sollte eine Vorab- oder Testversion niemals zum Bearbeiten von produktiven Daten benutzt werden. Fatale Fehler sind nicht ausgeschlossen, welche zu Datenverlusten führen könnten.

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2 Kommentare to “Karmic Koala in der ersten Alpha-Version”

  1. BerndNo Gravatar schrieb:

    Im Moment werden doch eh nur die Debian-Pakete übertragen oder? Da ist irgendwie klar, dass sich die Fehler in Grenzen halten ;-)

    Laut https://wiki.ubuntu.com/KarmicReleaseSchedule wird es erst im August interessant, wenn der Developer-Sprint ist.

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Ja, die Pakete aus dem Sid-Kübel kommen rüber. Die Fehler halten sich aber in Grenzen, finde ich.

    Yep, im August wird es echt dann spannend.

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