Mepis Linux

Ab und an schaue ich mir gerne andere Linux Distributionen an. Dabei bleibe ich aber lieber im APT-Bereich, RPM-basierende Systeme sind nicht so meine Welt. Und so verweilte ich einige Tage bei Mepis Linux. Eine Zeit lang basierte Mepis auf Ubuntu, nun stützt es sich wieder direkt auf Debian, mit all den Vor- und Nachteilen. Mepis gibt es nur mit KDE, Gnome würde man wohl auch zum Laufen bringen, wird aber von Haus aus nicht ausgeliefert.

Überraschenderweise fand ich mich recht schnell zurecht mit KDE und fand alles, wonach ich suchte. Nach einer kurzen Recherche fand ich dann auch das Paket, um KDE Deutsch zu lernen:

apt-get install kde-i18n-de

Mepis ist sehr schnell installiert. Auf meinem ThinkPad brauchte ich dazu ab der aktuellen Live-CD gerade mal 18 Minuten. Danach lud ich mir einige Programme wie Thunderbird, GIMP, Audacitiy und weitere nach.

Mepis

Sofort konnte ich meine täglichen Arbeiten damit erledigen. Also hätte ich offenbar doch genug Grips im Kopf, zum mit KDE zu arbeiten ;-) Aufgefallen sind mir zwei kleinere Dinge, die ich hier kurz schildern möchte:

Mepis ist ein Debian-Abkömmling und dementsprechend rasch – oder eben nicht so schnell – sind Updates verfügbar. Mepis wird noch immer mit den Firefox 3.0.6 ausgeliefert, aktuell wäre 3.0.8. Nicht besonders schlimm, aber es zeigt doch, dass Ubuntu in diesem Bereich die Nase vorn hat.

Immer wieder ist bei Mepis zu lesen, dass Ubuntu nicht kompatibel mit den Debian-Paketen wäre und sich Mepis deswegen dazu entschlossen hätte, wieder zu Debian zu wechseln. Ausserdem las ich mindestens zweimal, einmal sogar während der Installation, dass man sich nun endlich – als neuer User von Mepis – von Microsoft Office verabschieden dürfe. Ich bin ja weiss Gott kein Fan von Microsoft. Aber ich halte es für verfehlt, wenn Linux Distributionen erstens auf andern Distris herumhacken und ausserdem ständig auf Microsoft herumtrampeln. Stattdessen würde ich viel eher die Vorteile der eigenen Lösung herausstreichen. Das darf dann auch vergleichend zu Microsoft geschehen, aber nicht in diesem negativen Ton. Das missfällt mir.

Aber abgesehen davon ist Mepis eine taugliche Alternative, finde ich. Sie ist vor allem sehr schnell installiert, im Betrieb läuft das Zeug zügig und ohne Probleme. Auch mit KDE käme ich zurecht. Jetzt bin ich aber mittlerweile bei der Beta vom Ubuntu 9.04 gelandet und arbeite wieder als simpler Gnome-User.

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6 Kommentare to “Mepis Linux”

  1. IngoNo Gravatar schrieb:

    Hmm…ich hab gerade eine Woche mit Gnome gearbeitet und kam nicht so gut zurecht. Bzw. kam nur zurecht weil ich lauter kde-applikationen gestartet hab. Aber klar ist ne frage der Gewöhnung….

  2. SomeoneNo Gravatar schrieb:

    Ich benutze hier auch Debian und am Tag des Erscheinens von Firefox 3.0.8 war es in den Repos…

    Außer du gehst davon aus, dass die Versionsnummer in Firefox stimmt, denn Debian patcht die Programme bei sich und lässt meist die Versionsnummer in den Programmen selber unangetastet. So kommen dann auch Paketnamen wie firefox-3.0.8-2~svn200904071253.deb zustande.

  3. ChristophNo Gravatar schrieb:

    Ich dachte immer, apt wäre nur der Abhängigkeitsauflöser, und das Debian-Adäquat dazu wäre dpkg. Zumindest habe ich mal irgendwo gesehen, dass man apt auch für rpm-Pakete einrichten kann, bzw. unter cygwin lässt es sich ja anscheinend auch einrichten. Und dpkg ohne apt ist genauso eine Tortur wie rpm finde ich. Aber YaST oder das KDE Paketmanagement sind eine relativ gute Alternative.

  4. Rabi71No Gravatar schrieb:

    Nun ja ob Gnome oder KDE ist Geschmacksache.
    Jedenfals finde ich MEPIS für den Desktop Rechner
    als Debian-basiertes System, die beste Aternative, und ist mit den nötigen Programmen die dazugehören sowie in der Konfiguration, für den täglichen Gebrauch gut zugeschnitten.
    Nichts gegen Ubundu, Kubundu.. es weicht mir aber vom Debian-Standart zu weit ab, finde es wie bei Suse, besser geignet für Linux neulinge.

  5. jweigelNo Gravatar schrieb:

    Bin auch mit Mepis sehr zufrieden (Thinkpad T40)
    KDE läuft prima, bei Mandriva 2010 hatte ich Probleme mit X-server: CPU Leistung war immer bei 30-60% (KDE und Fluxbox)

  6. SteveNo Gravatar schrieb:

    Eine Alternative zu Mepis wäre auch KANOTIX. Es basiert wie Mepis auf Debian Stable, allerdings hat es deutschen Support, über den IRC können Probleme schnell mit dem Entwickler und der guten Community gefunden werden. Kanotix kommt im Moment bis zum neuem Debian Stable (Squezze) noch mit Kde3.5.10.

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