Microsoft holt sich Netbooks
Ob nun die diversen Statistiken zu den verwendeten Betriebssystemen auf den Netbooks zutreffen mögen oder nicht – Statistiken sind ja bieg- und dehnbar, je nach Bedürfnis – scheint es doch zuzutreffen, dass sich Microsoft ihren Anteil an windowsbasierenden Kleinrechnern holt. Zwar verschenkt sie ihr gutes, altes XP quasi, aber das zählt offenbar nicht; hingegen lässt sie sich ein Vista deutlich teurerer bezahlen.
Offenbar vergrämen sich einige Linux-Menschen an Microsoft, da jene Firma genau in das Segment vorstösst, das doch Linux dereinst eingenommen und okkupiert hat. Derweil finde ich es gar nicht so schlimm, mischt nun auch M$ mit, denn beispielsweise bei den EEE PC aus dem Hause Asus werkelt bei der Linux-Variante ein Xandros, das aus meiner Sicht wirklich nicht brauchbar ist und jeden umsteigewilligen Windows-Benutzer verscheucht, wenn nicht für immer von Linux fernhalten wird.
Ich nutze zwei EEE PC (901 und 1000H) und bei beiden kaufte ich die Linux-Variante, installierte dann aber blitzartig per Stick ein Ubuntu drauf. Dann sind beide Rechner gut zu nutzen, sogar unser fünfjähriger Sohn “arbeitet” teilweise damit. Beim DELL Inspiron Mini wird hingegen bei der Linux-Version sogleich ein Ubuntu ausgeliefert.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man im Vergleich von der M$-Version zu einem Linux tatsächlich von Konkurrenz im klassischen Sinne sprechen kann, aber auf jeden Fall handelt es sich dabei um verschieden Möglichkeiten für den Benutzer, was ja durchaus einen Mehrwert liefert. Sind jedoch die Linux-Anbieter in ihrer Gesamtheit daran interessiert, den Marktanteil auf Netbooks (und wohl auch auf anderer Hardware) möglichst hoch zu halten, dann werden sie über kurz oder lang daran arbeiten müssen, dass das freie Betriebssystem noch einfacher zu bedienen ist und – wie es die Maxime ja verlangen würde – für jeden Menschen kostenlose Software zur Verfügung stünde, die dann auch tatsächlich von jedem Menschen benutzen werden kann. Ein hohes Ziel, meine ich; den zweiten Teil des Zieles hat nämlich auch M$ nicht erreicht…
Bei Ubuntu (bei andern Distributionen wird es wohl ähnlich sein, das kann ich aber nicht beurteilen) hat sich in diesem Bereich sehr viel getan und das freie Betriebssystem lässt sich aus meiner Sicht immer einfacher und effizienter bedienen. Es braucht immer weniger zwingende Eingriffe per Terminal, wer will, darf natürlich weiterhin damit wirken. Alles in allem glaube ich, dass Linux in seiner Gesamtheit auf dem richtigen Weg ist; und wenn jetzt da bei den Netbooks ein gewisser “Marktanteil” verloren geht, passiert gar nichts. Immerhin beharren auch die Windows-Menschen mit Recht auf ihr Dasein und das ist letztlich gut so. Denn es gibt sie nach wie vor: Die Benutzer, welche ein Windows und kostenpflichtige Software benutzen wollen. Dann soll ihnen doch dies gewährt sein, finde ich.
Linux als “Marke” hat während den letzten Jahren sehr viel dazugewonnen, es wurde viel geleistet. Damals noch unter dem belächelten und teilweise sogar verteufelten Dogma der freien Software, deren Geist ja heute zum guten Ton in (fast) jeder Firma gehört. Die Menschen* ändern sich, damit auch die Zeiten und so ändern sich schliesslich auch die Leute* und damit der Bezug zur freien Software.
* Leute haben wir genug, wir brauchen wieder mehr Menschen.
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22. Juni 2009 um 16:34 Uhr
Die Xandros EEE kriegt man nur unter der Hand aus Rückläufen von Mobilgeschäft. Dann ist das UMTS Modem softwaremässig verdongelt. Xandros kann man zu recht beschimpfen, ich habe es mir 2 Wochen angetan bis CrunchEEE kam. Erstmal nutzt Xandros nicht die HT fähigkeit des Atom, daher freezt es gerne wenn die SSD Daten schreiben muss. Mehrere Anwendungen zugleich laggen, es frisst mehr Strom was Powertop sofort belegen kann. Die Repositorys sind schlecht bestückt, der Starter ist Mist weil er keine vernünftige Konfig bietet. Wenn EEE dann mit CrunchEEE das dann auch in 25sec booten kann.