Ubuntu-Server aufsetzen

Einen Server unter Ubuntu aufzusetzen ist absolut keine Kunst. Vor allem dann nicht, wenn man die Workstation etwas kennt und sich beim Installieren jeweils für die Alternate-Version entschieden hat. Denn die Server-Installation fusst auf derselben Routine. Eine sehr schöne Beschreibung findet man auf ubuntuusers.de, die hier durch die Partitionierung ergänzt wird. Für mich ist ubuntuusers.de nach wie vor die Adresse Nummer eins für Ubuntu-Leute im deutschsprachigen Raum. Dort gibt es auch die nötigen Image, um eine startfähige CD zu brennen.

Ich habe mich vor allem aus Sicherheitsgründen für den Server 7.10 entschieden. Es ist natürlich auch möglich, ein ältere Version sicher zu konfigurieren, dazu reicht aber mein Wissen (noch) nicht aus. Ich verwende einen etwas älteren PC, für Services und Anwendungen mit niederer Last ist der Ubuntu-Server sehr bescheiden. Bei der Installation, welche aus meiner Sicht selbstsprechend zu bewerkstelligen ist – soweit die Hardware brav alles mitmacht – habe ich lediglich den Apache-Webserver und den SSH-Server mitinstalliert. Die beiden Dienste (und noch weitere) kann man gleich nach der Basisinstallation zur Installation anhaken. Alle andern Services möchte ich nachher durchführen. Nach der Installation braucht es einen Reboot und das System kommt – so Gott will – rasch und sicher hoch.

Als erstes habe ich die IP-Adresse geändert, welche bei der Installation auf DHCP konfiguriert wurde. Dies könnte man jedoch verhindern, in dem man eine Bootoption benutzt oder den DHCP kurz aussetzt. Dann kann man sogleich die statischen Daten eingeben. In meinem Fall habe ich nachträglich die Datei /etc/network/interfaces bearbeitet und die Datei /etc/resolv.conf kontrolliert, ob der richtige DNS-Server angegeben ist.

Der Server hängt bei mir nur noch am Strom und am Netzwerk. Eine Maus braucht es ohnehin nicht, da keine grafische Oberfläche installiert wird, die Tastatur und den Bildschirm schenke ich mir, da ich das meiste per SSH oder mit Webmin erledige. Letztere Möglichkeit bietet unter anderem auch einen schönen Dateimanager per Java.

java.jpg

Ich werde später noch etwas genauer auf Webmin eingehen. Schlussendlich habe ich dann noch die Updates gefahren. Mit sudo apt-get update aktualisiert man die Paketlisten und mittels sudo apt-get upgrade installiert man die Updates, soweit es welche hat. Nach einer frischen Installation kann man aber davon ausgehen, dass Updates vorhanden sind.

Erfrischend ist die Geschwindigkeit, mit welcher ein Server läuft. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch unter Windows gemacht. Auch dort ist der Standard-Server sehr viel schneller hochgefahren als eine Workstation. Deswegen nutze ich auch einen virtuellen Windows-Server und keine Workstation. Und auch hier bei Ubuntu ist der Server sofort startklar. Obschon ein solcher Server immer verfügbar sein könnte, schalte ich ihn ab, wenn ich den Rechner nicht benötige. Er ist ja dermassen rasch wieder gestartet.

Sofort herunterfahren kann man den Server per SSH mit folgendem Befehl: sudo shutdown -h now

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Ein Kommentar to “Ubuntu-Server aufsetzen”

  1. Das war 2008 - ein introvertierter Rückblick » Von Roman Hanhart » ubuntublog.ch schrieb:

    [...] 1. Januar 2008 konnte ich den ersten Beitrag in diesem Blog veröffentlichen. Mittlerweile sind gerade mal knapp 180 Artikel vorhanden, [...]

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