SliTaz GNU/Linux 2.0 mit 30 MB Live-CD

ProLinux berichtete gestern über das Erscheinen der Version 2.0 der eigenständigen Linux-Distribution SliTaz 2.0. Das System arbeitet mit der BusyBox und bootet mit Syslinux. Speziell daran finde ich, dass die Boot-CD offenbar niemals 30 MB an Grösse überschreiten wird.

SliTaz’s CD-Image wird nie eine Größe von 30 MB übersteigen – bei einer sinnvollen Auswahl nützlicher Software.

slitaz-button-redAusserdem soll das Linux über das Internet oder lokale Netzwerk zu starten sein. Eine Beschreibung dazu befindet sich hier. Das System ist in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch und Portugiesisch verfügbar.

Das Projekt im Web wird gesäumt durch ein klassisches Wiki, einem Forum und der Fehlersammlung und Behebung. Ein Kernel 2.6.25.5 wirkt unter der Haube, diverse Software wie der Firefox und SQLite-Engine sowie ein paar weitere sind bereits ab der Live-CD “vorinstalliert”. Die Paketverwaltung umfasst mehrere hundert Pakete, die relativ einfach installiert werden können. SliTaz will sich an die Standards von Freedesktop.org halten.

Ich habe mir eine Live-CD geholt, welche tatsächlich bloss 30453760 Bytes umfasst, mit der das Linux zu starten ist. Rasch ist das System gebootet, drei Fragen werden gestellt (Sprache, Tastatur-Layout und Bildschirm-Auflösung) und dann steht das System bereit.

SliTaz 2.0

Obschon der erste Eindruck vertraut ausschaute, merkte ich bald, dass sich hinter der Geschichte eine völlig andere Software und Philosophie befindet, die sich fast nicht an APT-Systeme anlehnt, RPM-basierende Systeme sind wohl auch anders aufgebaut. Spannend!

SliTaz 2.0

Hier sind zwei Bilder in etwas grösserer Auflösung:

Der SliTaz-Paket-Manager liefert ungefähr 1400 Pakete, von denen ich eine ganze Menge vom Namen her überhaupt nicht kenne. Als Windows-Manager kommt OpenBox und PCManFM zum Einsatz. Das Menü liegt unten links und ist ordentlich sowie meiner Meinung nach logisch aufgebaut.

Eine ganz neue Erfahrung, mit diesem “ungewöhnlichen” Linux zu arbeiten. An meiner Hardware (Thinkpad R61) konnte SliTaz keine WLAN-Verbindung herstellen, ich versuchte, die Verbindung von Hand zu konfigurieren, woran ich aber letztlich scheiterte. Deswegen zog in einen physischen Faden zur RJ45-Schnittstelle am Laptop, das klappte fast auf Anhieb, ich musste dem Netzwerk-Manager nur noch befehlen, eine IP vom DHCP zu verlangen.

Die recht klein gehaltene Live-CD und das schnelle Booten verführt zu einem Ausprobieren, was ich nur empfehlen kann. Denn mit der Live-CD lässt man ja normalerweise das oder die fest installierte(n) Betriebssystem(e) brav in Ruhe. Wer also gerne mal etwas Exotisches sehen möchte, bitte, hier sind die Live-CDs.

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2 Kommentare to “SliTaz GNU/Linux 2.0 mit 30 MB Live-CD”

  1. MikeNo Gravatar schrieb:

    Die winzig kleinen Screenshots sind, ohne die Möglichkeit sie in Originalauflösung, anzuzeigen ziehmlich sinnlos.

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Ja, da gebe ich Dir Recht, Mike. Ohne dass Du darauf hingewiesen hättest, hätte ich das nicht bemerkt ;-) Danke!

    Habe zwei Bilder hinzugefügt; leider habe ich die Originale der Sreenshots nicht mehr, dafür habe ich zwei neue erzeugt und unter dem zweiten Bild verlinkt.

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