TuxPaint unter Windows

Mittlerweile gibt es ja schon ein paar Applikationen aus dem Linux-Umfeld, die auf Windows portiert wurden. Spontan denke ich da an gedit oder Pidgin und an GIMP. In diese Kategorie fällt auch das Kinderzeichnungsprogramm TuxPaint. Bei der Windows-Version bin ich auch auf die Rubber Stamps gestossen, die optional installiert werden können, um mehr Effekte zur Verfügung zu haben. Die gibt es auch unter Linux: dort heisst das Paket bei Ubuntu tuxpaint-stamps-default. Während dem bei Windows das Konfigurationsprogramm im Setup-Paket enthalten ist, muss es unter Ubuntu noch zusätzlich installiert werden. Das Paket heisst dort tuxpaint-config. Aber ansonsten bedient sich das Programm auf beiden Plattformen in etwa gleich. Es gibt natürlich auch eine Version für den Apfel-Rechner.

Wir nutzen ja seit Neuestem nebst vier Ubuntu-Rechnern eine Windows-Installation bei uns zu Hause. Keine Angst, das tut nicht weh und führt auch nicht zu Durchfall. Windows ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf; bei mir stimmt einzig die Philosophie der Wissensteilung nicht mit meinen Idealen überein und ich vermisse einen system- und applikationsübergreifenden Update-Mechanismus. Der Rest ist meiner Ansicht nach – bis auf den Sicherheitsgedanken – Geschmackssache; mindestens mehr oder weniger. Und unser Ruben nutzt ab und an Windows, obschon er lieber Ubuntu einsetzt. Wohl wegen Mami und Papi, die beide auf Linux arbeiten. Dabei hat sich Ruben beim Einrichten des Druckers für TuxPaint vertan und einen falschen Drucker ausgewählt. Ist der einmal ausgewählt, lässt er sich nicht mehr wechseln. Beim Drucker-Dialog erscheint dann nicht wie sonst üblich zunächst die Druckerauswahl, sondern bloss noch die Rückfrage, ob man wirklich drucken will. Die Einstellungen zum Drucker liegen in einer Datei, welche TuxPaint jedesmal liest, um zu drucken. Jene Datei liegt im Benutzer-Verzeichnis:

C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\TuxPaint\print.cfg

Die print.cfg Datei kann könnte man nun anpassen. Da sie nicht ohne weiteres mit einem Editor zu bearbeiten ist, lösche ich sie kurzerhand und damit folgt dann beim nächsten Druckauftrag erneut die Auswahl, welcher Drucker benutzt werden soll. Und damit ist das Zeug wieder gefklickt.

Ich finde es brillant, dass OpenSource-Projekte nach Windows portiert werden, um auch dort den Gedanken der freien Software zu platzieren. ClosedSource und OpenSource können so in einer “friedlichen Koexistenz” nebeneinander betrieben werden.

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