WordPress für Android
Über Falk, der einen Beitrag bei t3n zum Thema Android und WordPress geschrieben hat, stiess ich auf das Thema WordPress auf Reisen. WordPress geniesst bei mir nicht gerade das vollste Vertrauen, es ist aber bis heute noch immer das Blogsystem (oder Mini-CMS), das meinen Bedürfnissen am nächsten kommt und dabei gleichzeitig minimalen Lernwillen abverlangt. Bequemlichkeit und Gewohnheit spielen dabei sicherlich eine grosse Rolle.
Wie dem auch sei; gemäss Falk liefert automattic seit einigen Tagen ein Verwaltungstool für Android-Geräte. Die Software ist kostenlos, steht unter GPL und kann über den Market bezogen werden. Ich habe mir das Teil angesehen und bin mit der Notiz von Falk einverstanden:
Die Entwickler haben sich bei dieser ersten Version zunächst auf Standard-Funktionen beschränkt, die das Blog-Management von unterwegs ermöglichen sollen.
Es ist tatsächlich sehr simpel gebaut, das Stück Software. Damit lassen sich Kommentare verwalten, Seiten pflegen und Beiträge verwalten und erstellen. Allerdings darf man nicht von einer Backend ausgehen, welches von der Standard-Installation bei einem Desktop-Rechner vorliegt. Die Möglichkeiten bei der mobilen, androidschen Version sind stark reduziert. Aber um mal eben ein paar Kommentare zu verwalten oder bei einem Beitrag Fehler zu korrigieren, reicht es. Ich würde aber damit keine Beiträge erfassen und keine editieren, da beispielsweise die mehrfache Nennung von Kategorien nicht möglich ist. Was passiert mit Beiträgen, welchen mehrere Kategorien zugewiesen sind und die nun mit der androidschen WordPress-Version editiert werden? Ein seichtes Gefühl in der Bauchgegend sagt mir, dass es nicht gut ist, damit Beiträge zu editieren. Um aber das Blog vom Spam und dergleichen frei zu halten, passt das Teil.

Kommentare bearbeiten kann man in der ersten Reiterkarte vom “WordPress-Client” für Android. MIt einem Klick auf einen Kommentar sieht man dann den gesamten Kommentar, hier derjenige von Jens zum Artikel RoundCube.

Mit der mittleren Karte sind die Beiträge zu sehen, zu editieren oder man kann auch neue Artikel erstellen. Ich würde da sehr vorsichtig sein.

Es ist durchaus möglich, dass die Software neue Artikel fehlerfrei in das System einfügt und auch bestehende Beiträge ohne Hindernisse editieren kann. Ich lasse mch aber auf den Test nicht auf diesem Blog ein.

Mit der Vorschau der einzelnen Artikel macht es sich die amerikanische Version noch etwas schwer. Unsere Umlaute kommen verkrüppelt an. Dazu gibt es allenfalls Abhilfe, ist für mich aber nicht wichtig.

Und schliesslich lassen sich mit der dritten Reiterkarte die Seiten ansehen und verwalten, beziehungsweise neue erstellen.

Alles in Allem meine ich, dass dieser erste Wurf von WordPress für Android 1.0 ganz gut gelungen ist. Mit der Absicht, unterwegs die wichtigsten Dinge an einem Blog pflegen zu können, entstand eine schlanke und vor allem leicht zu bedienende Software. Auch wenn ich damit keine neuen Beiträge verfassen werde, lasse ich das Teil auf meinem HTC Magic drauf und werde es unterwegs im Bereich der Kommentar-Moderation sicherlich gut einsetzen können.
Ähnliche Artikel
- 5. September 2009 -- HTC Magic mit Android: Der erste Eindruck (13)
- 19. Mai 2008 -- WordPress auf einem Ubuntu-Server (7)
- 4. März 2010 -- t3n mit WordPress Cheat Sheet (2)
- 18. Dezember 2009 -- ubuntublog.ch auf ubuntu (0)
- 8. Oktober 2009 -- Mobile Internet-Verbindung via HTC Magic (10)

09. Februar 2010 um 09:12 Uhr
Deinem Fazit schließe ich mich an. Davon abgesehen, dass ich mit dem Handy eh keinen Artikel tippen wollte, gibt es ja immer die Möglichkeit über den Browser. Für Kommentare ist die App aber prima.
Vorhin kam übrigens ein Bugfix-Update auf Version 1.0.1.
Grüße,
Florian
09. Februar 2010 um 10:33 Uhr
Das größte Manko dieser App ist, dass bei den Pages keine Möglichkeit besteht, die aktuelle Page als Subpage einer anderen Page einzuordnen!
09. Februar 2010 um 13:45 Uhr
[...] This post was mentioned on Twitter by wortgefecht, UPLOAD Magazin. UPLOAD Magazin said: WordPress-App für Android im Test (ubuntublog.ch) http://bit.ly/a5TTPr [...]
09. Februar 2010 um 19:54 Uhr
Sehe das ähnlich wie Florian. Mit dem Handy Artikel (ausnahme Mini Artikel) zu schreiben ist nicht das gelbe vom Ei!
09. Februar 2010 um 19:57 Uhr
[...] Read the rest of this great post here [...]
10. Februar 2010 um 15:58 Uhr
[...] für Android hatten wir ja bereits kurz berichtet. Roman Hanhart hat das zum Anlass genommen, sich die App im praktischen Einsatz einmal genauer anzuschauen. Sein Fazit: Für einen ersten Wurf ist die App ganz gut gelungen und für die Kommentar-Moderation [...]
10. Februar 2010 um 16:57 Uhr
Doch wenn man länger unterwegs ist könnte so ein Programm durchaus wirksam sein selbst für etwas längere Artikel. Aber es nervt schnell auf so einem kleinen Tastatur zu tippen vielleicht würde es mit dem iPad gelingen (abgesehen von der Tatsache dass es sich dabei nicht um ein Android Gerät handelt). Ich frag mich wenn wir endlich ein Ubuntu Betriebssystem für Handys erwarten können.
13. Februar 2010 um 10:13 Uhr
Ich denke wenn es so ein Programm für das N900 gäbe, könnte man damit auch gut längere Artikel schreiben… Weis einer von euch ob so etwas schon für Maemo verfügbar ist?