Xubuntu auf eee pc
Bisher arbeitete ich mit Ubuntu auf meinem eee pc 900. Dazu habe ich diese Lösung genutzt und war eigentlich gut zufrieden. Was mich etwas störte, war der gefühlt hohe Performance-Anspruch von Ubuntu selbst, flüssiges Arbeiten war nicht wirklich möglich und der Programmstarter, der wohl dem Original nachempfunden ist, störte mich recht stark. Zwar hätte ich den wahrscheinlich entfernen können, da ich aber nach einer Lösung suchen wollte, die auch etwas mehr Performance bringt, entschloss ich mich, die Xubuntu-Version zu nutzen. Dazu gibt es ja auch eine vorbereitete Version speziell für die eee pc. Ubuntuusers.de liefert dazu ein gutes HowTo.
Da ich kein externes CD/DVD-Rom habe – wozu braucht man denn eigentlich so ein Ding, ausser um ein OS auf ein eee pc zu bringen? – nutze ich ein USB-Stick, was faktisch zum selben Ziel führt. Dazu habe ich das aktuelle iso-File von eeeuser.com gesaugt, starte mit diesem mein Lenovo R61. Allerdings brachte ich den GDM bloss unter der abgesicherten Version zum Laufen, was aber in diesem Moment völlig zu vernachlässigen ist. Denn ich musste ja bloss die Daten auf einen USB-Stick zwingen und diesen bootfähig machen. Das erreicht man ganz einfach mit dem Befehl
sudo /cdrom/mkusbinstall.sh --autodetect
direkt ab der Live-CD. Der Rest ist selbsterklärend. Zum Schluss hat man ein bootfähiges Datenstäbchen zu Hand. Mit diesem starte ich den eee pc quasi ab der LiveDC und installierte danach Xubuntu. Die Installation verlief ohne Probleme, die WLAN-Verbindung konnte ich bereits während dem Betrieb ab der LiveCD nutzen. Nach etwa 20 Minuten war die Grundinstallation fertig und das Systemli konnte neu gestartet werden.
Gleich nach dem ersten Start hatte ich das Gefühl, dass Xubuntu deutlich flüssiger und performanter läuft. Allerdings steckt dahinter noch die Version 7.10. Aber offenbar wird die immer noch sauber gepflegt, denn es warteten 115 Files für das Update. Der Geschwindigkeitsgewinn dürfte wohl zum Grossteil auf die Arbeitsumgebung xfce zurückzuführen sein, die gegenüber Gnome etwas bescheidener sein könnte.
Die ersten Tests und damit die ersten Eindrücke sind für mich sehr erfreulich und ich denke, dass ich das Zeil wohl erreicht habe: Etwas mehr Performance. Freilich, so ein eee pc – und dann noch der 900er, der ja auch nicht mehr der Neueste ist – sind ja keine Powermaschinen. Zuviel sollte man nicht erwarten, aber etwas optimieren ist ja erlaubt.
Etwas lästig ist, dass nach den Updates des Kernels die WLAN-Verbindung nicht mehr will. Das Problem konnte ich dann aber beheben, musste zunächst aber in den Software-Quellen die CD-Rom (was ja eigentlich ein USB-Stick war) entfernen, damit ich die nötigen Pakete holen konnte.



16. November 2008 um 21:46:33 Uhr
So sehr ich die speziell für den Eee angepassten Versionen von -buntu auch schätze, 8.10 bringt alles mit, um es ohne viel Schrauben zu nutzen. Einzig die Acpi-Scripte sollte man noch drüberlaufen lassen. Es gäbe noch den angepassten Kernel von array.org, aber ich bin mir sehr sicher, dass man den nach 8.10 für den 900 nicht mehr benötigt.
16. November 2008 um 22:40:06 Uhr
Danke, Lorag. Das werde ich bei Gelegenheit testen. Wäre wirklich eine einfache und zugleich komfortable Lösung.
17. November 2008 um 08:16:53 Uhr
[...] es mir Lorag hier empfohlen hat, wollte ich – da ich ja ohnehin am eee pc 900 am Basteln war – das aktuelle Ubuntu 8.10 [...]