Zurück zu Ubuntu
Während einiger Wochen nutzte ich auf meinem ThinkPad R61 Windows 7 in der 64bit-Version. Unter anderem zur Vorbereitung unserer nächsten Folge von DeimHart, welche am kommenden Montag veröffentlicht wird. Wir sprechen dort über die Verwendung von OpenSource-Software unter Windows. Eigentlich wollte ich die 21. Folge noch mit Windows schneiden, aber ich hielt nicht mehr durch. Windows musste so rasch wie möglich von der Platte. Nicht etwas, weil Windows nicht brauchbar wäre; das ist es sehr wohl. Sondern weil mir die Arbeit mit Windows keinen Spass macht. Das mag seltsam, eigenartig und engstirnig klingen.
Es ist ein ganz anderes Arbeiten mit freier Software. Erklären kann ich definitiv nicht, weshalb das so ist. Es geht nicht nur um Fakten, um die Bedienung und um die Prozesse, wenn Fehler entdeckt (und gemeldet werden können). Es ist im Bauch versteckt, das Gefühl, dass freie Software mehr Spass macht. Offenheit ist ausserdem in fast allen Lebensbereich vorteilhafter als Verschlossenheit und ganz bestimmt bei Software. Und so bin ich wieder zufrieden und ausgeglichen mit “meinem” Maverick Meerkat. Jedem das Seine und mir mein Linux.


31. Dezember 2010 um 00:02:10 Uhr
Ich weiß wovon du redest, ich habe auch noch Windows drauf, welches ich manchmal für schulische Zwecke bereithalten muss. Auch da fühl ich mich eher unwohl, beschreiben kann ichs auch nicht, aber dich verstehen schon
Liebe Grüße,
svij
31. Dezember 2010 um 00:17:45 Uhr
hey roman, willkommen zurück aus dem ausflug. ich unternehme zu hause keine ausflüge mehr, bei mir herrscht stricktes windoof-einsatz-verbot. ohne ububuntu würde ich still stehen. jetzt arbeite ich schon seit 4 jahren damit und ich kenne keine aufgabe die ich nicht mit ubuntu machen könnte.
ubuntu, the free future
31. Dezember 2010 um 01:24:32 Uhr
Kenn ich.
Mein Laptop wurde auch mit Windows 7 ausgeliefert. Ist zwar noch drauf, aber noch nie benutzt worden, hab noch nicht mal den Lizenzkey, der beim ersten Start geforert wird, eingegeben, erleichtert auch den Wiederverkauf.
Arbeiten mit Windows macht mir gar keinen Spaß. Mir fehlen einfach die kleinen Nützlichkeiten von KDE. Die Widgets, die fünfhundertsechsundachtzig Keyboard-Shortcuts oder Mausgesten und einfach das Overall-Theme passt einfach. Bei Windows fehlt mir einfach immer irgendwas an Nutzernähe und Produktivität.
31. Dezember 2010 um 03:08:30 Uhr
Auch mein vollstes Verständnis hast du. Ich weiß aber was das erste ist wo ich fluche, wenn ich an einem Windows Rechner sitze: NEO2.0 (ohne installation) und die virtuellen Desktops fehlen. Danach ist es die Software installation – hoch leben die Paketquellen und das Paketsystem an sich
.
31. Dezember 2010 um 08:28:58 Uhr
Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mich beschleicht dieses Gefühl bereits, wenn ich anderen dabei zusehen muss, wie sie mit Windows arbeiten.
Ich ertappe mich dann immer dabei, wie ich jeden Arbeitsschritt mit dem vergleiche, wie ich das unter KDE machen würde, und dann stelle ich immer (wirklich immer!) fest, dass ich schneller zum Ziel gekommen wäre, als mein Windows Kollege. Und dann hab ich aber noch das ganze wunderschöne Eye-Candy
31. Dezember 2010 um 09:01:27 Uhr
Nur ein aktuelles Beispiel: ich suche schon lange einen Editor, der mir gefällt. Mit JuffEd hab ich jetzt einen gefunden. Und ich bin schon eifrig dabei, mich mit dem Sourcecode zu befassen und ich spreche mit dem Entwickler.
Einige von meinen Vorschlägen werden in der nächsten Version landen und man kann sie schon testen, wenn man den Sourcecode selbst compiliert.
Macht das mal mit Ultra Edit
31. Dezember 2010 um 16:26:52 Uhr
Ich habe mich heute Nacht ja mal erbarmt, das Windows 7 auf meinem Laptop einzurichten, weil die Programmierer bei Samsung unfähig sind, einfach Over-The-Air-Updates für ihre Smartfones zu erlauben und man daher dieses absolute Schrottprogramm benötigt (und ich fand ja iTunes schon Horror, aber Samsung Schotter äh Kies ist ja echt die Höhe).
Es war ein Fehler. Das ist echt nicht gut für meinen Blutdruck, mich ein Windows-System einrichten zu lassen. Aber das, was Acer da abzieht, ist echt peinlich. Erst mal dutzende Lizenzbestimmungen abnicken, dann neustarten, „Hardware wird eingerichtet“ und kurz bevor er fertig ist, zeigt er dann auch den Fortschritt an, wow. Dann wieder Neustart. „Der Computer wird für die erste Verwendung vorbereitet…“, dann wieder Neustart. Dann erste Anmeldung und werden erstmal dutzende Schrottprogramme installiert und gestartet. Da will der McAffe registriert werden, irgendwelche andere Schrottsoftware und der IE hat so viele Toolbars, dass von den 768 Pixel vertikalem Platz noch 500 (mit Paint nachgemessen) übrig sind. Klar, liegt das jetzt nicht zwangsweise am Windows, hinterlässt jedoch ein extrem schlechtes Bild. Und langsam ist die Kiste. Zum Glück bin ich noch nicht so ganz eingerostet und konnte mit msconfig diverse Müllsoftware aushängen.
Das einzige, was tadellos läuft, ist der Wechsel zwischen den Hybridgrafikkarten, Grafikkarte wählen, OK, warten, fertig. Nicht mal neustarten will dieses neustartfreudige Betriebssystem. (Allein zur Installation des IE9 musste ich schätzungsweise fünf mal neustarten). Bei Linux ist Grafikwechsel nur mit Torturen und selbstgeschriebenen Skripten halbwegs möglich. Aber auch die Tatsache, dass die Helligkeitsverstellung unter Kubuntu *ab Werk* nicht richtig lief (acpi_osi=Linux und es geht) und ein paar kleine Macken werden mich ganz sicher nicht dazu bringen, dieses SCHROTTSYSTEM produktiv einzusetzen. Das geht bei mir sogar so weit, dass ich selbst im Büro auf einer externen Festplatte mein Linux dabei hab und damit arbeite. Die Kollegen sind immer erstaunt, wie angenehm sich das System anfühlt. Auch wenn ich finde, dass Win7 flinker ist, als Kubuntu.
31. Dezember 2010 um 17:35:05 Uhr
@BajK: welcome back
windoof der normale wahnsinn ;-(
31. Dezember 2010 um 18:15:12 Uhr
Ich nutze Linux jetzt seit ungefähr 10 Jahren, mindestens 5 davon ohne Windows. Ich finde mich jetzt bei Windows überhaupt nicht mehr zurecht… (Hatte Win7 mal ausprobiert) Hinzu kamen noch die Bluescreens beim installieren des Grafiktreibers…
Ich mag mein Linux
01. Januar 2011 um 19:23:46 Uhr
@burli
Evtl. hast du es ja noch nicht bemerkt, aber JuffEd verwendet Qt und ist plattformunabhängig und läuft auch unter Windows, warum zum Teufel vergleichst du dann also JuffEd dann plötzlich mit UltraEdit?
Manchmal weiß ich echt nicht, was in euren Köpfen so vor geht
.
Ich verwende unter Windows das, was für mich am besten ist, ob das jetzt proprietär ist, open source ist oder sonst was ist mir doch scheiß egal.
02. Januar 2011 um 23:59:35 Uhr
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16. Februar 2011 um 14:30:05 Uhr
Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Beim Job habe ich immer wieder mit Windows zu tun. Und jedes Mal stören mich Kleinigkeiten an dem System. Z.B. kann ich nicht direkt Dateien auf einem FTP-Server bearbeiten. Ich muss die Dateien für jede kleine Veränderung herunterladen, berarbeiten und wieder uploaden, wobei dann immer die Nachfrage geöffnet wird, ob ich die Datei X überschreiben will, und in dem Moment, wo ich gerade “ja” anklicken will, ploppt das Fenster auf in dem die Zeit für das Uploaden berechnet werden soll, genau an der Stelle, wo ich eigentlich klicken wollte…
Wie einfach das unter Gnome ist… Freigabe einhängen, Datei mit gedit öffnen, bearbeiten, speichern – fertig.
Gruß
Andy