Archiv für die Kategorie ‘Betriebssystem’

Die grösste Veranstaltung rund um Ubuntu: Ubucon

Mittwoch, 17. August 2011

Obschon es zunächst so schien, dass es heuer keine Ubucon geben würde, ist die grösste Veranstaltung im deutschsprachigen Raum rund um Ubuntu gesichert. Sie findet vom 14. bis 16. Oktober 2011 in der Universität zu Leipzig statt. Der Call for Papers läuft schon seit einiger Zeit. Die Veranstaltung lehnt sich am Konzept der Unkonferenz beziehungsweise des Barcamps an, sie lebt von den Teilnehmern, die sich zu Teilgebern wandeln. Die Ubucon bildet die Gemeinschaft so ab, wie wir sie aus ihren Quellen der Anarchie kennen; vereint mit der Gemeinschaft und dem Gemeinsinn und dem Willen, sich und seine Ideen unabhängig der kommerziellen Interessen durchzusetzen. Mittlerweile eroberte sich der (seriöse) Kommerz einen angemessenen Platz innerhalb der Community, auch wenn er nicht überall gerne gesehen wird.

Wie dem auch sei; auch dieses Jahr verweile ich während den Tagen im Oktober im Osten Deutschlands, geniesse das Wiedersehen mit alten Freunden aus der Welt der freien Software und trage meinen kleinen Teil zu dieser Veranstaltung bei. Zusammen mit Dirk unter dem Deckmantel von DeimHart bieten wir eine Session an, deren Inhalt ich hier noch nicht verraten will. Daneben helfe ich zwei alten Haudegen bei einer Doppelsession zum Thema Community und Organisation. Ob und in welcher Form RadioTux wie im letzten Jahr vor Ort sein wird, ist noch nicht klar.

Während den folgenden zwei Wochen können weitere Vorschläge zu Vorträgen und Workshops eingereicht werden. Auf ubuntuusers.de ist dazu zu lesen:

Die Organisatoren der diesjährigen Ubucon weisen darauf hin, dass noch zwei Wochen Vorträge zur Ubucon eingereicht werden können. Bisher haben sich schon einige Vorträge und Workshops gefunden, die ein interessantes Programm versprechen. Bei dem Schwerpunkt der Desktop-Oberflächen haben sich bisher erst Vorträge zu KDE und Unity gefunden. Die Oberflächen Gnome (3), LXDE, XFCE oder auch ganz andere Fenstermanager werden noch vermisst. Wer in diesem Bereich oder auch in einem anderen einen Vortrag, Workshop oder eine Diskussionsrunde leiten will, kann seine Vorschläge mit einer kurzen Zusammenfassung und einem aussagekräftigen Titel bis zum 31. August 2011 an das Organisationsteam unter idee@ubucon.de schicken.

Traut Euch und meldet Eure Ideen an die Organisation der Ubucon 2011! Diese Veranstaltung lebt von dem, was die Gemeinschaft aus sich selbst schöpft. Ausserdem ist Leipzig immer eine Reise wert, die Social-Events an den Abenden entschädigen für den langen Weg und ausserdem bietet Leipzig eine ganze Menge. Wer nach Mitfahrgelegenheiten oder nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten sucht, wird hier fündig. Die Anmeldung zur Ubucon wird ab Anfang September möglich sein. Wie seit zwei Jahren üblich ziehen die Veranstalter einen kleinen Obolus für die Unkosten ein. Damit wird erfolgreich verhindert, dass sich zu viele Leute anmelden und dann nicht zur Veranstaltung erscheinen. Im Beitrag sind die Verpflegung während der Ubucon und weitere Goodies enthalten. Bei Fragen und Anregungen zur Ubucon wendet Euch bitte an diese Kontaktmöglichkeiten.

Android in der Schweiz

Montag, 04. Juli 2011

Am vergangenen Samstag durften Dirk und ich in unserem Podcast DeimHart Tom vom Verein Android Schweiz als Gast begrüssen. Wir sprechen in der mittlerweile veröffentlichten 26. Folge über Android im Allgemeinen, über den Verein Android Schweiz und über die Chancen und Risiken von Android im Vergleich zu andern Anbietern. Daraus wurde eine sehr spannende und abwechslungsreiche Folge. Wie immer bieten wir unseren Podcast im mp3 und im ogg-Format an. Viel Spass beim Reinhören!

An dieser Stelle möchte ich ein dickes Dankeschön bei Tom platzieren, der bei uns inhaltlich und förmlich ganz ordentlich etwas geleistet hat. So macht Podcasting Spass! Hier geht es zur 26. Folge von DeimHart.

Lubuntu als Alternative

Donnerstag, 30. Juni 2011

Vor ein paar Wochen schaute ich mir Lubuntu etwas genauer an. Nicht einfach so, sondern weil ich mit Unity nicht zurechtkommen mag. Freilich, auf Ubuntu 11.04 ist auch noch Gnome in der 2er-Version verfügbar, aber trotzdem. 11.04 passt diesmal nicht für mich.

Lubuntu nutze ich mittlerweile nicht mehr. Stattdessen setze ich die LTS-Version 10.04 von Ubuntu ein. Lucid Lynx ist für mich ganz in Ordnung und recht stabil. Über Lubuntu konnte ich diesen Monat im Rahmen unserer Magazin-Sendung auf RadioTux berichten. Es ist eher ein allgemein gehaltener Beitrag mit den Meta-Informationen zu Lubuntu. Und daneben gibt es bei dieser Ausgabe viele weitere interessante Interviews und Beiträge. Viel Spass beim Reinhören!

Lubuntu wird ab der Ubuntu-Version 11.10 zu einem offiziellen Derivat erhoben. Verdient haben es die Jungs von der Community, finde ich.

Vom Wirt auf den lokalen Gast mit VirtualBox zugreifen

Donnerstag, 23. Juni 2011

Die VirtualBox nutze ich gelegentlich, um damit ein Windows hochzufahren. Wir setzen beim Arbeitgeber eine Firewall mit einer VPN-Lösung ein, welche nur für Mac und Windows Clients anbietet. Immerhin gibt es eine SSL-VPN-Alternative. Trotzdem verwende ich ab und zu den VPN-Klient unter Windows und damit auch die VirtualBox. Und wenn ich die schon im Einsatz habe, wollte ich auch noch testweise ein Ubuntu-Serverli in Betrieb nehmen. Das klappt ja ganz gut und läuft ganz flüssig. Ich nutze die LTS-Version 10.04 Lucid Lynx, welche bis im April 2015 gepflegt wird.

Von Haus kann das virtuelle Serverli dann über das Netzwerk auf den Wirt zugreifen, auch ohne VirtualBox-Erweiterung. Aber umgekehrt geht es nicht auf Anhieb. Es braucht eine Netzwerk-Brücke dazu, die sich unter der VirtualBox ab der Version 4 ganz einfach einrichten lässt.

Bei abgeschalteter Maschine unter Netzwerk einen zweiten Adapter aktivieren, dort Netzwerkbrücke auswählen und bei “Angeschlossen an” diejenige Schnittstelle auswählen, an der der Wirt hängt. In meinem Fall ist das wlan0. Unter Erweitert kann man optional die Mac-Adresse angeben oder einen andern Kartentreiber einsetzen. Das ist schon alles, was an der VirtualBox zu tun ist.

Danach soll der Server gestartet werden, damit die Einrichtung an der Konfigurationsdatei vorgenommen werden kann. Die liegt unter /etc/network/interfaces und kann mit nano oder vim bearbeitet werden:

sudo vim /etc/network/interfaces

In der Datei habe ich eine weitere Schnittstelle angelegt, wobei ich sie mit eth1 – also der nächsthöheren – benannt habe. Die Regel in der Datei /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules legt meines Wissens fest, dass jeweils die nächsthöhere Ziffer benutzt wird. Der Abschnitt sieht dann so aus:

auto eth1
iface eth1 inet static
address 192.168.1.111
netmask 255.255.255.0

Ich habe der Schnittstelle eine statische Adresse ausserhalb des DHCP-Ranges verpasst, so dass sie sich nicht verändern soll. Wichtig ist, dass der eth1 kein Gateway zugewiesen wird. Jener soll ausschliesslich über die eth0 benutzt werden.

Jetzt muss nur noch das Netzwerk am Server neu gestartet werden:

sudo /etc/init.d/networking restart

Sofern das Paket openssh-server auf dem Serverli installiert ist, sollte nun vom Wirt auf den Gast zugegriffen werden können. Bei mir klappte das auf Anhieb:

ssh roman@192.168.1.111

Und so lässt es sich ganz leicht und schnell arbeiten. Die lokale Verbindung realisiert der Server über die eth1, die Verbindung nach draussen in das Internet erfolgt über die eth0. Das klappt ganz gut so.

Server-Sprung von Jaunty Jackalope nach Lucid Lynx

Donnerstag, 23. Juni 2011

Falls jemand da draussen genau so vergesslich wie ich sein sollte, dann ist es allenfalls hilfreich, nachzulesen, wie ein verstaubter, vergessener Ubuntu-Server mit der Version Jaunty Jackalope (9.04) wieder zum Leben erweckt werden kann. Jaunty ist ja keine LTS-Version und hat bereits im Oktober 2010 das Ende des Lebens (EOL) erreicht. Ich wollte direkt auf die aktuelle LTS-Version (Lucid Lynx 10.04) wechseln. Offiziell geht das allerdings nicht, aber man kriegt es hin.

Auf dem Server läuft PHP, Apache, Postfix und MySQL. Da es sich nicht um eine produktive Maschine handelt, wagte ich einen Upgrade, statt die Maschine neu zu machen. In der Konsole befahl ich zunächst, die sources.list anzupassen, ein Update, Upgrade und Dist-Upgrade zu fahren:

sudo sed 's/jaunty/lucid/g' /etc/apt/sources.list -i && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade -y

Das hat soweit geklappt. Man muss bei den Fragen nach dem Handhaben der Konfigurationsdateien der verschiedenen Diensten wie Apache, MySQl und PHP befehlen, dass die aktuelle Version beibehalten wird. Allerdings wurden die MySQL-Pakete zurückbehalten. So habe ich von Hand noch einmal

sudo apt-get dist-upgrade

befohlen. Die Pakete für den MySQL-Server und dem Client wurden dann installiert. Danach startet der MySQL-Server aber nicht mehr richtig. Also stoppte ich zur Sicherheit den Dienst:

sudo /etc/init.d/mysql stop

und erzeugte eine Sicherung aller Datenbanken als Dateien:

sudo cp -Rp /var/lib/mysql/ [pfad zur Sicherung]

Danach deinstallierte ich den MySQL-Server vollständig:

sudo apt-get remove --purge mysql-client-5.1

und installierte ihn hernach neu:

sudo apt-get install mysql-server

Und siehe da: Das Zeug läuft wieder. Woran es genau gelegen hat, weiss ich nicht. Aber so funktionierte es wieder und das zählt ja schliesslich. Ich brauchte nicht einmal die zuvor erstellte Sicherung.

First article – First Login

Dienstag, 21. Juni 2011

Hallo Leser,

Roman war so nett und hat mir einen Autoren-Account erstellt, weshalb ab jetzt hier auch meine Meinung, Ideen, Erfahrungen und Artikel zu Open Source und Ubuntu zu lesen sein werden :)

Zuerst möchte ich gleich mit einem etwas speziellen Artikel beginnen. Ich hätte gerne das Feedback von euch allen zu einer kleinen Ideen/Projekt/Programm von mir. Da ich mit diesem Blog Personen aus allen Bereichen der Ubuntu-Community erreichen kann, erhoffe ich mir dadurch viele verschiedene Meinungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge einholen zu können.

 

Die Idee ist ein einfaches Programm (genauer gesagt ein Wizard) zu erstellen, welches nach dem ersten Mal einloggen in einen neuen Ubuntu-Account eine kurze Einführung in die Bedienung des Betriebssystems (Unity usw) gibt und die Konfiguration der wichtigsten Programme übernimmt. Wenn der Wizard ausgeführt wurde, muss man nichts weiteres mehr konfigurieren und kann gleich loslegen mit surfen, chatten, mailen etc.

Das Programm zielt natürlich nicht auf den technisch-begabten Nutzer (wie du es als Leser dieses Blogs vermutlich bist), sondern auf den ganz normalen Computer-Benutzer.

Ich hab bis jetzt erst ein Qt-Mockup erstellt. Das Design sollte in der Endversion dann wohl etwas mehr dem Ubuntu-Spezifischen Design entsprechen (mehr wie der Installationsdialog).

Hier Screenshots der einzelnen Schritte des Wizards:

1. Ein kurzes Video erscheint welches die Bedienung von Ubuntu (Unity) und die Philosophie von Ubuntu/Open Source erklärt. Ich hab leider noch kein aktuelles Video gefunden.

2. Als Zweites erscheint ein Formular in welchen man seine Email-Accounts angeben kann.

Beim Drücken auf „Add Account“ werden die nötigen Informationen wie Server, Port etc automatisch angezeigt und vorgeschlagen (Screenshot von Thunderbird).

3. Chat-Accounts hinzufügen.

4. Ubuntu-One Account hinzufügen

5. Kurze Überblick mit Links zu weiteren Hilfe & Informationen über Ubuntu

Source gepackt: First_Login.tar

Ich bin vermutlich nicht der Erste der auf diese oder eine ähnliche Idee gekommen ist. Ein konkretes Projekt hab ich jedoch nicht gefunden.

Wie und ob ich das Ganze weiterentwickeln werde, weiss ich noch nicht. Ich denke das Programm selber (schreiben der Konfiguration in die Dateien) lässt sich mit relativ wenig Aufwand umsetzten. Mehr Schwierigkeiten bereitet mir ein Ubuntu-Konformes-Design. Evtl. kann das jemand besser als ich?

Ubuntu auf dem Asus eee Seashell

Donnerstag, 16. Juni 2011

Ich bin ja ein bekennender Asus Anhänger und habe mit einen Asus eee PC Seashell Gold zugelegt.

Die violette Variante hätte mich interessiert da sie eine schöne Anlehnung an das neue Ubuntu Design gewesen wäre, aber in der Öffentlichkeit damit rum laufen, das wollte ich mir nicht antun. Die Variante in Pink wäre wohl eher was für meine Tochter. Ich habe mich desshalb für die Gold Variante entschieden, die ist ein wenig edler und macht auch was her. Als neues mobiles Arbeitsgerät habe ich mich für das Modell 1015 PW entschieden. Ich weiss, ist nur ein Atom Prozessor, aber der reicht für meine Bedürfnisse. Hier sind noch die genaueren Daten meines neuen Begleiters.

Spannend war dann das Auspacken. Netbook, Batterie, Lader, 2 kleine Hinweispapiere und fertig. Keine CD, kein Schnik-Schnack, nix. Aber es reicht eigentlich auch, was will man mehr.

Die Installation von Natty 11.04 hat am Anfang ein wenig Probleme gemacht. Ich habe die ISO Datei vorher auf einen USB Stick kopiert und wollte dann davon booten. Das hat eigentlich geklappt bis zu einer Meldung, dass das Live System nicht gemountet werden konnte. Zuerst dachte ich, dass mein Live System auf dem Stick defekt sei. Nach einiger Zeit war mir aber eingefallen dass ich schon einmal mit sowas Probleme hatte. Genau, damals was das Problem dass ich bei einem neuen PC mit USB 3 auch nicht richtig booten konnte. So war es dann auch hier. Den Stick an der linken Seite am “normalen” USB angesteckt verlief die Installation ohne mucken.

Fazit: Das Netbook ist klein, formschön, leicht und perfekt in der Bedienung. Ich bin mal gespannt wie gut nun Natty darauf laufen wird. Ich werde auf jeden Fall hier darüber berichten.

 

30 % Rabatt beim Android-Shop für ubuntublog.ch-Leser

Freitag, 10. Juni 2011

Seit November 2010 besteht der Verein Android Schweiz und damit das Portal Android Schweiz. Martin Bachmann und Thomas Hofer gründeten die Schweizer Android Community, um damit folgenden Zweck zu erfüllen:

Der Verein Android Schweiz bezweckt die Verbreitung des quelleoffenen Betriebssystemes Android der Firma Google, Anbieten von Hilfe (sog. Support) für die Mitglieder rund um das Thema Android und Kommunikation, das Betreiben einer Informationsplattform im Internet, das Herstellen einer eigenen Android Applikation, das Vermarkten von Fanartikeln über den eigenen Internetshop, sowie weiteren Unternehmungen im und um das Thema Android.

Jeder kann die Mitgliedschaft im Verein beantragen und trägt damit zur Ausgestaltung der Community bei:

Eine Mitgliedschaft im Verein Android Schweiz lohnt sich für alle! Wir bieten dir alles rund um das Thema Android. Normalanwender finden in unseren Angeboten viele interessante Themen rund um Android, vom Workshop bis zu exklusiven Gerätepremieren. Kompetentes Wissen von Android Spezialisten steht ebenso auf Abruf bereit, wie diverse Vorteile im Fan Shop oder exklusive Meet & Greets. Aber auch Android Spezialisten finden dank Android Schweiz zusammen und profitieren von unserer Arbeit.

Das Forum, bei dem sich jedermann einen kostenlosen Login besorgen kann, behandelt die breite Masse an Themen rund um Android. Es ist sicherlich nicht nur für Eidgenossen interessant, sondern wohl für den gesamten deutschsprachigen Raum. Es wächst rasant an und konnte sicherlich schon manches Problem lösen.

Ganz spannend ist die Liste der Schweizer Apps für Android. Und auch hier gilt für einige der Applikationen, dass sie nicht nur für den helvetischen Raum von Nutzen sind. Ein Blick auf die Liste der Apps lohnt sich für fast jeden Android-User.

Ein Blog darf bei einem solchen Thema natürlich nicht fehlen und so präsentieren sich die Neuigkeiten unter der URL android-schweiz.ch innerhalb der Plattform. Daneben gibt es eine Reihe von Tutorials, eine ROM-Tabelle und eine Liste der Entwickler, welche noch am Entstehen ist.

Um die Plattform betreiben zu können, braucht es – wie soll es denn auch anders sein – auch etwas Geld. Dieses besorgen sich die Betreiber über einen Shop, der Artikel rund um Android anbietet.

Leser dieses Blogs können dort shoppen und auf alle Einkäufe 30 Prozent Rabatt einfordern. Ausserdem bekommt jeder Leser bei einer Bestellung kostenlos einen Android Sticker. Dieses Angebot wurde und von Seiten des Vereins Android Schweiz unterbreitet, welches wir natürlich gerne weitergeben.

Die Einnahmen aus dem Shop fliessen zu 100% in den Verein und helfen uns, weitere Projekte und Aktivitäten zur Förderung von Android in der Schweiz zu lancieren.

Die Ware wird innerhalb der Schweiz kostenlos per A-Post versandt, Lieferungen nach Deutschland und Österreich werden mit zusätzlichen CHF 10.– belastet. Das Angebot gilt bis zum 31.07.2011. Falls Du eine Bestellung auslösen willst, gib bitte den folgenden Gutschein-Code ein, damit zu zu Deinem Rabatt kommst:

UBUNTUBLOG-9476

Falls Du Fragen zum Shop hast, wende Dich bitte direkt an die Betreiber.

Zweite Erfahrungen mit Natty – Ubuntu 11.04

Sonntag, 22. Mai 2011

Seit unserer Release Party Ende April und meinen ersten Erfarungen mit Natty habe ich jetzt bereits fast einen Monat mit Natty und Unity gearbeitet.

In das Bedienerkonzept von Unity musste ich mich wohl wie viele andere erst einmal eingewöhnen. Das hat ein wenig gedauert aber ich denke jetzt habe ich die Vorteile von Unity für mich gefunden.

Alles Links

Dass fast alles links sein soll, ist schon etwas gewöhnungsbedürftig. Wie aber auch schon in vielen Literaturen beschrieben, ist das Konzept links schon eine Ewigkeit verbreitet. So werden in den Grundlagen der visuellen Kommunikation verschiedene Ansätze für das linke Arbeiten beschrieben. Eines der wichtigsten Elemente ist die Tatsache, dass wir in unseren Breitengraden von links nach rechts lesen und uns eigentlich immer von links orientieren. Auch das Thema Licht von oben Links kommt immer wieder vor, so z.B. sind dann die Schattenwürfe entsprechend unten rechts. So kann man sich das einmal in einem Museum genauer ansehen. Dazu können wir in das nationale Museum in London (England) gehen und die dort ausgestellten Bilder einmal betrachten. Schaut man sich die Bilder genauer an, so sieht man z.B. dass auf den meisten Bildern das Licht von oben links kommt (Schatten unten rechts). Hier einige Beispiele die das zeigen:

Ich habe mich mit Unity schnell daran gewöhnt, dass alles links sein soll. Meine Aktivitäten mit der Maus beziehen sich jetzt vorallem auf die obere linke Ecke.

Alles schneller

Am meisten hat mich erstaunt, das ich jetzt schneller bin. Während des Arbeitens bemerkte ich, dass meine Hand die eine Maus den ganzen Tag hält, sich etwas entspannter anfühlte. Das führe ich nun doch darauf zurück, dass meine Mausbewegungen nicht mehr so viele sind wie vorher. Meine Programme habe ich nun auch schneller gestartet. Ich habe nur noch meine wichtigsten Programme im Launcher und der Rest  den ich sowieso nicht benötige ist nicht sichtbar. Das macht mein Arbeiten effizienter. Auf meinem Desktop befinden sich nun keine Programmstarter mehr, sondern nur noch Verknüpfungen zu meinen Dateien oder Server. Auch eher per Zufall wollte ich eigentlich den Firefox Browser ein zweites mal starten. Ich habe dann im Unity Starter dummerweise die Adresse firefox.com eingegeben und sofort hat Unity mir den Browser gestartet mit der Seite www.firefox.com. So gesehen kann man also damit auch direkt eine Internet-Seite aufrufen.

Alle Desktop

Ich bin ein Desktop Worker. Für meine Arbeit brauche ich verschiedene Desktops. Meistens sind das 4 Stück. Früher mit dem Classic Desktop unter Gnome konnte ich mit der Tastatur diese Umschalten. Das geht natürlich mit Unity auch noch. Es gibt jetzt aber den “Arbeitsflächenumschalter” im Launcher. Damit geht das ganze auch mit der Maus. Je nach Effekt macht einem der Desktop eine schöne Reise mit Fade Effekt. Das ist für mich sehr angenehm und auch immer ein Highlight wenn ich den Desktop umschalten darf.

 

Fazit

Nach einer ersten Eingewöhnung in Unity hat mich das Konzept überzeugt. Ich arbeite schneller und angenehmer als vorher. Die Stabilität von Unity muss sich noch bewähren, was bis zum nächsten Ubuntu Release 11.10 sich dann einstellen wird.

 

 

 

Lenovo ideapad S12 und Natty Narwhal mit WLAN

Samstag, 07. Mai 2011

Inzwischen ist Ubuntu Natty Narwhal freigegeben worden und Unity hat sich trotz einiger Bedenken mindestens bis zu jetzigem Zeitpunkt durchsetzen können. Es gibt noch immer genügend Menschen, die gegenüber Unity sehr skeptisch eingestellt sind, was ich grundsätzlich befürworte. Zwar meine ich, dass sich Canonical etwas sehr spezielles für Ubuntu einfallen lassen sollte, wenn das Unternehmen während den nächsten drei Jahren in die Gewinnzone kommen möchte. Aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht zu Lasten der Benutzer.

Wie dem auch sei; ich habe auf meinem Reiselaptop, dem Lenovo ideapad S12 ebenfalls Ubuntu 11.04 installiert. Dabei ging selbstverständlich irgend etwas in die Hosen. Das muss so sein. Erwartungsgemäss lief das WLAN nicht, obschon der proprietäre Treiber bereits nach der Installation ohne Rückfrage an den Benutzer installiert war. Auf dem Forum von ubuntuusers.de fand ich denn auch sofort die Lösung.

Mit folgendem Befehl in der Konsole und einem darauf folgenden Neustart des Systems funktionierte das WLAN wieder:

echo 'options acer_wmi wireless=1' | sudo tee /etc/modprobe.d/acer-wmi.conf

Ansonsten läuft das System mehr oder weniger stabil, nicht besonders schnell, aber doch brauchbar. Unity ist nicht unbedingt die erste Wahl meiner Arbeitsumgebung, aber ich will mir das Teil doch einmal gründlich ansehen.