Archiv für die Kategorie ‘Hardware’

Android – auf einem DECT Telefon

Mittwoch, 15. Februar 2012

Android breitet sich immer weiter aus. Ich habe schon lange darauf gewartet bis Archos das angekündigte Smart Phone Home in das Regal bringt.

Ich habe mir das Telefon, wenn man das so nennen kann, einmal angeschafft. Die Technik erinnert an die ersten Generationen der Archos MP3 Player. Das Display ist sehr weich, was auch ein Vorteil sein kann. Vor allem wenn man ganz genau drücken muss, dann kann man auch mit den Fingernägeln arbeiten, das ermöglicht eine exaktere Bedienung.

Installation

Ich habe mal versucht das Telefon an unsere DECT Anlage anzuschliessen. Leider hat das nicht geklappt, die Anmeldung wurde verweigert. Die Installation an die mitgelieferte Base-Station hat problemlos funktioniert. So gesehen ist die Nutzung als DECT Telefon kein Problem.

Wifi

Eines der wohl sinnvollsten Funktionen ist das integrierte Wifi. Damit kann man mit dem Gerät wie mit einem Tablet oder SmartPhone arbeiten. Ich habe dazu einmal auf dem Gerät Skype installiert. Die integrierte Kamera funktioniert auf Anhieb und somit habe ich ein transportables Skype-Video-Phone. Natürlich kann man jede App die man braucht nachträglich installieren.

Fazit

Das Smart Phone Home von Archos ist ein leichtes und flexibles DECT Telefon mit voller Android-Funktionalität

Archos G9 Tablet

Samstag, 05. November 2011

Ich bin wieder einmal mit einem neuen Tablet unterwegs. Für unsere Firma kommt nun auch langsam die Idee auf, bestimmten Mitarbeiter ein Tablet für unterwegs zur Verfügung zu stellen. Die Auswahl eines Tablet’s beschränkt sich hier auf das Apfel-Teil Version 2, ein Android Tablet oder ein Windows Tablet. Ich als Linux Benutzer habe mich jetzt einmal für das Testen des Android Tablets entschieden.

Archos 80 G9 Tablet

Das Tablet von Archos kommt mit einer neuen Grösse daher. Der Vorgänger hatte noch eine Bildschirdiagonale von 7″. Nun sind wir auf 8″ und einer Auflösung von 1024×768 Bildpunkten. Der grössere Bruder, das Archos 101 G9 kommt dann schon mit 10.1″ und 1280×800 Bildpunkten daher. Als Prozessor hat das Tablet einen 1 GHz OMAP4 Multi Core Prozessor verbaut. Beim Betriebssystem sind wir jetzt auf Android 3.2 das für Tablet gemacht wurde.

Die Bedienung

Für mich ist die Bedienung des Tablets nichts neues. Ich habe ja schon seit einiger Zeit das 7″ Teil und kenne die Gesticken mit dem Finger. Ein wenig Gewöhnung braucht die Bedieneroberfläche von Android 3.2. Diese hat andere Elemente als noch die 2er Versionen. Ein kleiner Ausblick dazu konnte ich ja schon mit dem Android Emulator machen. Mit ein wenig Geduld findet sich aber jede der Funktionen wieder. Das Tablet liegt gut in der Hand und macht einen stabilen Eindruck. Das kapazitive Display ist sehr klar und reagiert sehr schnell auf die Eingaben. Für mich neu ist jetzt auch das Bildschirmverhältnis von 4:3. Das kennt man aber noch aus der Zeit als alle Bildschirme noch 4:3 waren.

 

Apps

Wie immer sind die Apps vom Hersteller schon installiert. Man kann weitere Apps durch den Market dazu installieren. Bei mir hat das aber ein wenig zu Problemen geführt. Bei meinem Market haben sich die Anwendung zwar finden und auswählen lassen, aber bei der Installation war immer ein Fehler gekommen. Ich habe im Netz ein wenig recherchiert und dann herausgefunden dass das Problem bei der Market Version liegt. Man kann den Market durch eine neuere Version ersetzen und dann klappts auch mit dem neuen Tab.

Connect

Das Tablet lässt sich sehr gut via Wifi an das Internet anbinden. Als Option hab ich einen G3 Stick von Archos dazu gekauft. Ich habe noch eine 2. SIM Karte die ich dann dazu benutzen kann. Der Stick von Archos hat noch den Vorteil dass er auch an einem normaln PC als internet Verbindung genutzt werden kann, man weiss ja nie ! Auch eine Alternative für unterwegs ist die Anbindung an sein Handy das als Wifi Sender fungiert. Ich habe dazu ein Samsung Handy und damit hat es wunderbar geklappt. Damit ist das Tablet wirklich überall zu gebrauchen wo es WiFi oder GSM gibt.

Weitere Informationen über das Tablet können auf den Internet-Seiten des Herstellers abgerufen werden.

 

Fazit

Das Tablet bietet für seinen günstigen Preis wirklich alles was man braucht. Das Design wurde aus der alten Serie übernommen und hätte langsam einen besseren Style verdient. Für unsere Mitarbeiter muss sich das Tablet aber erst noch beweisen.

WebCam über VLC nutzen

Freitag, 19. August 2011

Mit VLC (VLC media player) lässt sich sehr Vieles anstellen. So zum Beispiel auch eine Webcam auszulesen, inklusive Mikrophon. Voraussetzung dazu ist natürlich, dass die Kamera vom Kernel erkannt wird. Sollten hierzu Probleme auftauchen, gibt es einen sehr guten Wiki-Eintrag auf ubuntuusers.de. Ich nutze schon seit vielen Jahren eine Uralt-Webcam aus dem Hause Microsoft. Damals war jenes Haus noch überaus düster und hinterhältig, heute gebart sich das Unternehmen deutlich zahmer und hat sogar Linux zu seinem 20. Geburtstag gratuliert. Es handelt sich dabei um eine LifeCam VX-7000, die es offenbar immer noch zu kaufen gibt, mindestens auf eBay.

Um die Kamera mit VLC auslesen zu lassen muss im VLC Player mit dem Menü Medien der Unterpunkt Aufnahmegerät öffnen gewählt werden. Im neuen Fenster sollte oben rechts Video for Linux 2 ausgewählt sein. In der Regel ist die WebCam unter der Adresse /dev/video0 zu finden. Ist auch ein Mikrophon in der Kamera verbaut, muss man zunächst herausfinden, wie dieses ansprechbar ist. Das klappt in der Konsole mit dem Befehl

arecord -l

Die Ausgabe, die dem Befehl folgt, gibt Auskunft über den Namen des Mikrophons. Diesen kann man im VLC hinterlegen.

roman@R61:~$ arecord -l
**** Liste der Hardware-Geräte (CAPTURE) ****
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: AD198x Analog [AD198x Analog]
Sub-Geräte: 2/2
Sub-Gerät #0: subdevice #0
Sub-Gerät #1: subdevice #1
Karte 1: VX7000 [Microsoft® LifeCam VX-7000], Gerät 0: USB Audio [USB Audio]
Sub-Geräte: 0/1
Sub-Gerät #0: subdevice #0

In meinem Fall heisst das Gerät VX7000 auf der Karte 1. Und so trage im VLC in der Zeile Audio-Gerätename den Namen ein und stelle plughw: voran:

plughw:VX7000

Damit erkennt VLC das Mikrophon und es lief auf Anhieb tadellos.

Es gibt noch eine ganze Menge anderer Anwendungen, mit denen eine WebCam zu steuern ist, auch solche, die aus der Konsole laufen und zeitgesteuert Bilder transferieren oder einen Stream aufbauen.

Üblicherweise nutze ich Cheese für die WebCam, weil es noch etwas verspielter ist und den einen oder andern Gag erlaubt. Aber auch mit VLC klappt das Ganze gut.

Ubuntu auf dem Asus eee Seashell

Donnerstag, 16. Juni 2011

Ich bin ja ein bekennender Asus Anhänger und habe mit einen Asus eee PC Seashell Gold zugelegt.

Die violette Variante hätte mich interessiert da sie eine schöne Anlehnung an das neue Ubuntu Design gewesen wäre, aber in der Öffentlichkeit damit rum laufen, das wollte ich mir nicht antun. Die Variante in Pink wäre wohl eher was für meine Tochter. Ich habe mich desshalb für die Gold Variante entschieden, die ist ein wenig edler und macht auch was her. Als neues mobiles Arbeitsgerät habe ich mich für das Modell 1015 PW entschieden. Ich weiss, ist nur ein Atom Prozessor, aber der reicht für meine Bedürfnisse. Hier sind noch die genaueren Daten meines neuen Begleiters.

Spannend war dann das Auspacken. Netbook, Batterie, Lader, 2 kleine Hinweispapiere und fertig. Keine CD, kein Schnik-Schnack, nix. Aber es reicht eigentlich auch, was will man mehr.

Die Installation von Natty 11.04 hat am Anfang ein wenig Probleme gemacht. Ich habe die ISO Datei vorher auf einen USB Stick kopiert und wollte dann davon booten. Das hat eigentlich geklappt bis zu einer Meldung, dass das Live System nicht gemountet werden konnte. Zuerst dachte ich, dass mein Live System auf dem Stick defekt sei. Nach einiger Zeit war mir aber eingefallen dass ich schon einmal mit sowas Probleme hatte. Genau, damals was das Problem dass ich bei einem neuen PC mit USB 3 auch nicht richtig booten konnte. So war es dann auch hier. Den Stick an der linken Seite am “normalen” USB angesteckt verlief die Installation ohne mucken.

Fazit: Das Netbook ist klein, formschön, leicht und perfekt in der Bedienung. Ich bin mal gespannt wie gut nun Natty darauf laufen wird. Ich werde auf jeden Fall hier darüber berichten.

 

Lenovo ideapad S12 und Natty Narwhal mit WLAN

Samstag, 07. Mai 2011

Inzwischen ist Ubuntu Natty Narwhal freigegeben worden und Unity hat sich trotz einiger Bedenken mindestens bis zu jetzigem Zeitpunkt durchsetzen können. Es gibt noch immer genügend Menschen, die gegenüber Unity sehr skeptisch eingestellt sind, was ich grundsätzlich befürworte. Zwar meine ich, dass sich Canonical etwas sehr spezielles für Ubuntu einfallen lassen sollte, wenn das Unternehmen während den nächsten drei Jahren in die Gewinnzone kommen möchte. Aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht zu Lasten der Benutzer.

Wie dem auch sei; ich habe auf meinem Reiselaptop, dem Lenovo ideapad S12 ebenfalls Ubuntu 11.04 installiert. Dabei ging selbstverständlich irgend etwas in die Hosen. Das muss so sein. Erwartungsgemäss lief das WLAN nicht, obschon der proprietäre Treiber bereits nach der Installation ohne Rückfrage an den Benutzer installiert war. Auf dem Forum von ubuntuusers.de fand ich denn auch sofort die Lösung.

Mit folgendem Befehl in der Konsole und einem darauf folgenden Neustart des Systems funktionierte das WLAN wieder:

echo 'options acer_wmi wireless=1' | sudo tee /etc/modprobe.d/acer-wmi.conf

Ansonsten läuft das System mehr oder weniger stabil, nicht besonders schnell, aber doch brauchbar. Unity ist nicht unbedingt die erste Wahl meiner Arbeitsumgebung, aber ich will mir das Teil doch einmal gründlich ansehen.

Poulsbo-Driver für EEE PC 1101HA unter Maverick

Montag, 21. Februar 2011

Hier habe ich vor gut 14 Monaten meine Erfahrungen mit dem EEE PC 1101HA und dem poulsbo-Driver unter Ubuntu Karmic Koala beschrieben. Das gleiche Verfahren geht mehr oder weniger identisch unter Maverick Meerkat. Die Wikiseite von ubuntu.com stellt ausreichend Informationen darüber bereit.

Unmittelbar nach der Installation von Ubuntu Maverick kann folgender Befehl im Terminal ausgeführt werden:

sudo add-apt-repository ppa:gma500/ppa && sudo apt-get update && sudo apt-get install poulsbo-driver-3d

Damit läuft dann auch der Support für Compiz. Die Geschwindigkeit des Bildaufbaus ist zwar etwas besser aber noch immer nicht über alle Zweifel erhaben. Will man mit dem Rechner “nur” etwas Surfen und allenfalls ein paar Textdateien erzeugen und bearbeiten, reicht die Einrichtung aber durchaus.

Bau Dir Dein Abbild mit Androidify

Donnerstag, 17. Februar 2011

Vor ein paar Tagen stiess ich auf das Applikation Androidify. Wie der Name vermuten lässt, ist dies eine App für Android-Geräte. Damit lassen sich Avatare erzeugen, die den vereinfachten Konturen eines Menschen ähnlich sein sollen.

Auf meine HTC Wildfire läuft das Teil einwandfrei. Ich verstehe bloss nicht, weshalb auf der Website vom Androidify-Produkt kein QR-Code zu finden ist. Damit könnte man das Teil direkt herunterladen, in dem der QR-Code mit der Kamera erfasst würde. Wie dem auch sei; mit Androidify lassen sich ganz lustige Gestalten kreieren, die nicht unbedingt Ähnlichkeiten mit dem Erschaffen ausweisen müssen.

Androidify lets you create your own custom Android. Stretch it , shrink it, add a hoody, style its hair, throw on some shades, or even give it a parrot and a pirate hat. Arrrgh!

Anschliessend stehen verschiedene Wege bereit, um das so eben erschaffene Abbild in alle Welt zu verschicken. Ich habe auf meinem Gerät die DropBox für Android am laufen und konnte daher das Bild auch direkt dort hin abspeichern. Aber der Versand geht auch per Mail, Twitter und wie die Dinger alle heissen. Der Empfänger wird es dann wohl als Kontaktbild nutzen. Androidify ist meines Erachtens eine Applikation, die Charme, Witz und Sympathie versprüht und trotzdem völlig sinnfrei ist. Das Leben besteht zum Glück nicht nur aus Pflicht und Bürde.

Ubuntu-Maus aus dem Canonical-Shop

Freitag, 11. Februar 2011

Vor ein paar Tagen kaufte ich im Canonical-Shop im Vereinigten Königreich eine wunderschön anmutende Maus namens Ubuntu Mouse. Keim Kauf per Klick und PayPal achtete ich wohl zu wenig darauf, was ich mir damit antat. Die Maus selbst sieht zwar auch in echt sehr schick aus, ist leicht und in einem schönen Etui versorgt. Das dazugehörige USB-Kabel lässt sich wunderschön per Kordel zusammenrollen. Ist die Maus in Betrieb strahlen die Led-Lichter ein sanftes “Ubuntu-Orange” ab; sieht Klasse aus.

Soweit so gut. Aber das Mausrad ist auf der rechten Seite angebracht. Zunächst dachte ich, ich hätte in meinem greiserischem Übermut eine Maus für Linkshänder erstanden, denn dann sässe das Rad auf der richtigen Seite. Es gibt aber bloss ein Produkt; für Links- und Rechtshänder. Dass sich das Rad nicht zwischen den beiden Maustasten befindet, hat wohl designerische Gründe, oder so. Aber auf der rechten Seite, das geht gar nicht. Hält man die rechteckige Maus in Händen, so erreicht das Mausrad nur der Ringfinger (den ich vor einigen Monaten vom Ring befreite und aus der Knechtschaft floh) und damit kann ich nicht scrollen. Mindestens dann, wenn der Zeig- und Mittelfinger auf den beiden Tasten bleiben. Sorry Jungs, da oben bei den Toastfressern Briten: Die Maus lässt sich nicht vollumfänglich nutzen. Da hat der Usability-Typ zünftig versagt. Die Maus kostet doch immerhin 12 Pfünder; das sind ungefähr 18 Franken oder etwa 14 Euronen.

Ich bin selbst Schuld. Dinge des täglichen Gebrauchs sollten zwar in einem Standard-Einkauf auch per Web beschafft werden können, ohne dass man sie zuvor ausprobiert. Aber bei Mäusen ist das offenbar noch immer nicht der Fall. Das nächste Mal kaufe ich meine Maus im MIGROS; dort kann ich sie zuvor anfassen und das Mausrad ausprobieren. Aber immerhin sieht sie schön aus und kann vielleicht noch als Blickfänger bei einer Ubuntu-Party oder so herhalten. Dann ist es auch egal, wenn sie dann Füsse bekommt und weg ist.

Dafür ist die Kappe, welche ich für Ruben eingekauft habe, voll in Ordnung. Sie gibt warm und es steht Ubuntu vorne drauf ;-)

Ubuntu 11.04 Natty Narwhal Alpha 2 im Test

Samstag, 05. Februar 2011

Seit einigen Tagen steht die 2. Alpha-Version von Ubuntu Natty Narwhal zur Verfügung. Es handelt sich dabei noch immer um eine Entwickler-Version, welche keinesfalls produktiv eingesetzt werden sollte. Ausserdem schreibt das Magazin Ubuntu User, dass die Alpha-Version von Ubuntu 11.04 im Vergleich zur 10.10 und 10.04 eher instabil sei:

Ein kurzer Test von Ubuntu 11.04 macht schnell klar, dass auf die Entwickler noch einiges an Arbeit wartet. Man sollte die neue Version also nicht auf einem Produktivsystem einsetzen. Compiz und andere Komponenten stürzen noch recht häufig ab, es gibt Verzögerungen beim Aufrufen des Dash und insgesamt macht der Desktop noch einen inkonsistenten Eindruck. Zwar ist das für eine Alpa-Version nicht ungewöhnlich, mit den letzten Alpha-Versionen von Ubuntu 10.04 und 10.10 ließ sich im Vergleich allerdings schon einigermaßen arbeiten.

Vor einigen Tagen versuchte ich, die erste Alpha-Version auf mein ThinkPad R61 zu bringen, was mir aber misslang. Schon beim Hochfahren des Images ab einem USB-Stick fing meine Festplatte an zu rattern und hörte damit nicht auf, bis der flüchtige Speicher offenbar zugemüllt war und das System dann bockig stehen blieb. Ausserdem hätte ich beim R61 ohne die Treiber von nvidia keine 3D-Unterstützung, so dass Unity nicht von Beginn an hätte laufen können.

Mit der zweiten Alpha-Version mache ich nun einen erneuten Versuch; diesmal nutze ich dazu aber das Netbook aus dem Hause Lenovo, den S12. Ebenfalls mit einem USB-Stick, auf dem sich die ISO der 32-bit Version befindet, fahre ich das System hoch. Weil der S12 einen unfreien Treiber für den WLAN-Chip benötigt (Broadcom STA), nutze ich während der Installation eine physische Schnur zu meinem Router. Das Starten ab dem Stick dauert seine Zeit, das System bleibt oft stehen und ruht sich gemächlich aus, bevor es dann weitergeht. Was es genau macht und weshalb es sich derart Zeit nimmt, kann ich nicht in Erfahrung bringen. Die Installation über die Desktop-Version ist einfach wie immer und die benötigten Informationen sind schnell eingegeben. Dennoch benötigt die Installation fast eine Dreiviertelstunde, wobei ich zeitgleich die aktuellen Pakete holen lasse.

Nach der Installation starte ich das Teil zum ersten Mal und stelle dann fest, dass Ubuntu 11.04 eher etwas zäh wirkt. Ausserdem hat die Installationsroutine die Aktualisierung der Pakte nicht vorgenommen. Das hole ich dann rasch nach, nachdem ich mich zunächst etwas oberflächlich mit Unity und dem Dash auseinandersetze. Ich finde nämlich das Terminal nicht gleich auf Anhieb ;-)

Dann installiere ich den unfreien Treiber für den WLAN-Chip. Offenbar ist es nicht mehr notwendig, das Root-Kennwort einzugeben, um den Treiber zu aktivieren. Das ist aber ein Fehler, zumal die Installtion des Treibers sehr schnell geht; mit dem Resultat, dass er nicht läuft.

Also deinstalliere ich den Treiber, worauf Ubuntu nun tatsächlich ein Root-Kennwort haben will und bei der erneuten Installation ebenfalls. Zudem lese ich diesmal, dass ein Neustart erforderlich ist, um den Treiber zu aktivieren. Danach funktioniert die WLAN-Verbindung, allerdings nur mit wicd.

Kristian Kissling vom Magazin Ubuntu User hat durchaus Recht: Ubuntu 11.04 in der zweiten Alpha-Version ist sehr instabil. Wohl deshalb, weil Unity und damit einige Neuerungen im System verbaut und noch nicht ausgereift sind. Unity stürzt bei mir bei jedem Systemstart ab, manchmal nach zwei Minuten, häufig etwas später. Die Dash ist so in der Art noch nicht zu gebrauchen, weil sie erstens dermassen verzögert daherkommt und zweitens oft nicht richtig funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze, was die Neuerungen von Ubuntu Natty Narwhal betrifft: Unity ist die neue Arbeitsumgebung, wobei Gnome nach wie vor als Basis von Unity herhalten darf. Alternativ kann man aber auch eine Gnome-Session startet. Wenn Hardware verwendet wird, welche keine 3D-Unterstützung anbietet, wird ohnehin eine 2D-Gnome-Session eröffnet. Panel-Applets gibt es nicht mehr, stattdessen können Indikatoren eingesetzt werden. LibreOffice ist mit an Bord, zulasten von OpenOffice.org. Kernelseitig kommt die Version 2.6.38 RC2 zum Zug. Einige Standard-Programme haben geändert, das ist jedoch für mich sekundär. Ich installiere meine Lieblingsapplikationen ohnehin nachträglich. Genauere Informationen zu 11.04 (Alpha 2) gibt es auf dem Wiki von ubuntu.com.

Die zweite Alpha-Version von Ubuntu 11.04 Natty Narwhal ist für Neugierige vielleicht interessant. Mit Alpha-Versionen sollte man nie arbeiten. Dennoch habe ich das bei Ubuntu eigentlich immer getan; meist ab der zweiten Alpha nutzte ich das System bereits produktiv. Bei der 11.04 sind einige grundlegenden Änderungen an der Arbeitsumgebung angebracht worden, was dazu führt, dass man die Qualität der vergangenen Alpha-Versionen hier nicht erwarten darf. Mit dieser Version (Stand 5.2.11) kann man schlichtweg nicht arbeiten, weil dem Benutzer nach kurzer Zeit die Arbeitsumgebung unter dem Ar*** weggezogen wird. Es gibt noch viel zu tun. Unterstützen kann ich die Jungs nur damit, dass ich fleissig die Fehlermeldungen einschicke.

Android Tablet – Archos 70

Sonntag, 16. Januar 2011

Nachdem ich schon einmal ueber das 10″ Tablet berichtet habe, kommt nun ein Bericht über das 7″ Tablet von Archos.

Eigentlich wollte ich das Archos schon vor einiger Zeit ausprobieren, was aber nicht klappte, da das Tablet noch nicht zu kaufen war. Schon im letzten Sommer hatte Archos das Tablet angekündigt, leider hat es aber den Sprung in die Regale für den Weihnachtsverkauf nicht geschaft. Warum weiss ich nicht, macht aber auch nichts denn jetzt habe ich es in den Händen und kann darüber berichten.

Archos geht einen ganz neuen weg. Die Tablets sind in den Grössen 2.8, 3.2, 4.3, 7 und 10.1″ erhältlich. Das macht die Auswahl und den Verwendungszweck viel spannender und vielseitiger als die Standartgrösse vom Apfel. Ich habe mich für das 7″ entschieden weil ich das Ding auf meinem Arbeitsweg und unterwegs benutzen möchte. Hier sind für mich 10″ einfach zu gross, zu schwer und zu unhandlich. In der Bahn muss ich immer schmunzeln wenn ich die Apfel-Benutzer mit ihren überdimensionierten Dingern sehe. Auch ein Thema war die Kommunikation. Neben Wifi haben die Archos auch einen Blauzahn eingebaut. Damit ist es moeglich das Tablet unterwegs mit seinem Handy zu verbinden. Das ganze nennt man dann (Tethering) und funktioniert sehr gut mit allen Blauzahn Handys. Das hat daneben auch noch einen Vorteil gegenüber den Smarphones. Man kann telefonieren und gleichzeitig das Tablet nutzen.

Das Tablet

Nun zum Tablet selber. Als erstes überrascht es mit seinem Gewicht. Das Tablet ist nur gerade 320 Gramm leicht. Es ist sehr dünn und man hat das Gefühl mann müsse sehr vorsichtig damit umgehen. Auf der Hinterseite hat es noch einen versenkbaren Standfuss. Somit lässt sich das Tablet auch auf dem Tisch sehr gut verwenden. Bei den Anschlüssen sind vorhanden:

  • Micro SD Card (SDHC)
  • HDMI mini
  • USB 2.0 mini
  • Kopfhoerer-Anschluss
  • Strom-Anschluss

Das Display ist sehr klar. Kein milchiges schimmern wie man sich das von einigen Tablets gewohnt ist. Der kapazitive Bildschirm hat eine Auflösung von 800×480 Pixel. Das ist genug für unterwegs und man braucht keine Brille mitzunehmen. Auch auf der Vorderseite sind die Lautsprecher, das Mikrofon und die Kamera angebracht. Als Prozessor kommt der ARM Cortex A8 zum Zug. Dieser arbeitet mit 1GHz DSP.  Beim Speicherplatz gibt es 8GB Flash Memory. Man könnte aber auch das Modell mit 250GB erwerben, dass dann mit einer internen Harddisk daher kommt. Das Tablet lässt sich auf vielseite Weise mit anderen Geräten nutzen. So kann man seine Videos an einem Fernseher mit HDMI Anschluss ansehen, eine externe Festplatte oder Tastatur anschliessen und das Tablet als eine Art Mini-PC nutzen.

Android

Beim Betriebssystem kommt das Internet Tablet mit dem Android 2.2. Das System lässt sich für später auch updaten. Der Market ist im Lieferumfang leider nicht dabei. Stattdessen kommt eine Art Archos-Market zum Zug. Dieser Market hat aber nicht so viele Apps wie der Google Market, die Apps sind aber dafür für die Archos Geräte getestet. Das finde ich auf der einen Seite gut, aber auf der anderen Seite möchte ich eigentlich meine Freiheit über den Market haben. Um die gewünschte Freiheit zu gelangen, kann man den Google Market nachträglich installieren. Das ist eigentlich nicht offiziell, klappt aber sehr gut und ich bin wieder bei meiner gewünschten Freiheit angelangt.

Apps

Die Apps sind natürlich je nach Belieben zu verstehen. Insofern man also den Google Market installiert hat und Zugriff auf alle Apps hat, ist eine Beschreibung an dieser Stelle auch schon zu Ende.

Erste Erfahrungen

Nachdem ich das Tablet zu ersten mal in den Händel hielt, war ich voll begeistert. Das Tablet ist so schlank und leicht, das war ich mich bis jetzt nicht gewoht. Die Geschwindigkeit die man zu arbeiten hat ist auch sehr gut. Obwohl das Tablet mit dem Android 2.2 arbeitet, ist die Geschwindigkeit sehr angenehm. Beim ersten Start wird man nach der Lizenz und viele anderen Dingen gefragt. So kommt auch noch eine Frage ob man denn die Apps von Dritt-Hersteller installieren möchte. Dies habe ich nicht getan, denn da kommen so einige Apps mit drauf die man nicht unbedingt benötigt. So in etwa, wie wenn man ein neuen Notebook erwirbt mit dem Windoof als Betriebssystem. Da braucht man auch sehr lange um alle benötigten Programme wieder von der Kiste zu bringen. Die Konfiguration des Wifi’s klappt sehr gut und fast vollautomatisch. Da ich das Tablet aber für unterwegs benötige, musste ich die Kommunikation mit Blauzahn und meinem Handy durchführen. Das klappte eigentlich auch sehr gut, wenn man weiss wie Tethering funktioniert. Auch noch ein wenig Informationen musste ich von meinem Provider finden, damit das Internet auch funktionierte.

Ich habe das Tablet nun 2 Wochen in Gebrauch und kann schon mal sagen, es hat alle meine Erwartungen erfüllt und die früheren Funktionen meines Smartphones übernommen. Mein Smartphone habe ich mal in die Ecke gestellt.

Fazit

Das Tablet mit 7″ ist mein idealer Begleiter für unterwegs. Die Freiheit mit dem Google Market macht aus dem Tablet ein richtiges Kommunikations-Gerät. Alle Apps die ich kenne laufen auf dem Archos. Das Tablet gibt mir meine Freiheit für unterwegs.