Das, was bleibt, ist wichtig

Drei Wochen sind nun vergangen, seit die Linux-Tage zu Chemnitz stattgefunden haben. Nebst all dem technischen Zeug, das für die Wichtigkeit und Berechtigung durchaus den gebührenden Platz ergattern darf, bleiben bei mir wirklich wichtige Dinge etwas länger haften. Technisches kann man nachsehen, erforschen oder herausfinden, wenn man es vergisst oder verlegt. Bei Menschen, die man mag und mit denen man etwas “auf die Beine gestellt hat”, geht das nicht, mindestens nicht so einfach. Und so komme ich auf etwas zu sprechen, das eigentlich mit Technik nicht viel zu tun hat, wohl aber mit Ubuntu: Nämlich mit Gemeinschaft, was Ubuntu ja zu Deutsch bedeutet.

Die “Schuld” an der ganzen Gemeinschaft, die für mich in Chemnitz wieder weiter gewachsen ist, trägt der legendäre Bürgermeister. Denn bereits während dem letzten Jahr verteilte der Kerli Einladungen per Schneckenpost, um auf die Linux-Tage aufmerksam zu machen. Eine gute Sache, wie ich diese “PR-Aktion” einstufen würde.

Schliesslich durfte ich auch noch am RadioTux mitwirken, was für mich etwas Besonderes ist. Nicht nur aus sprachlichen Gründen, denn das, was ich als Hochdeutsch bezeichne, ist noch lange nicht für alle Menschen Hochdeutsch, sondern auch aus elitären Gründen. Und hier verstehen ich das Wort elitär mit keiner negativen Prägung, sondern nehme es als das, was es bedeutet: Eine Auslese der Besten. Radio machen ist etwas, das fordert. Ich will damit keinesfalls eine elitäre Haltung einnehmen, aber ich meine, dass das RadioTux eine super Leistung erbringt, die eben auch als elitär angesehen werden kann – Hochmut ausgeschlossen. Aus diesem Grund erfüllt es mich mit Stolz, bei RadioTux mitmachen zu dürfen.

ubuntu - Gemeinschaft

Wenn ein paar Menschen dieselben Interessen verfolgen, ungefähr dieselbe Ausrichtung anpeilen und gemeinsam etwas unternehmen, stimmt meist auch die Chemie und damit ist die Grundlage geschaffen, Freundschaften gedeihen zu lassen: Selbstachtung und Respekt vor dem Nächsten sowie die Verantwortung für sein eigenes Tun und Nichttun übernehmen. Eigentlich erlebe ich solche Sachen oft, sie sind einfach und real zu gleich. Und sie bilden die Substanz des Lebens, die Essenz; das, was bleibt.

Gefreut haben mich auch all die Kontakte an den Tagen in Chemnitz, vor allem auch, dass ich Hans Fährmann vom FTFM-Blog begegnet bin. Ein Blog, das ich schon eine ganze Weile lese. Zusammenfassend möchte ich schreiben, dass für mich die Linux-Tage zu Chemnitz das abbilden, was Ubuntu vorgibt: Gemeinschaft.

Ja, ich weiss, das hier wäre eigentlich ein technisches Blog, oder mindestens der Versuch dazu, aber solche Dinge gehören ebenso zu Ubuntu. Sie haben Anspruch auf ihren Platz und Wertschätzung. Und bevor jetzt wieder jemand Amen in die Kommentare schreibt, schliesse ich nun meine “Predigt” mit einem Dank an alle Menschen, denen ich im Rahmen der Chemnitzer-Linux-Tage begegnet bin.

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5 Kommentare to “Das, was bleibt, ist wichtig”

  1. hampaNo Gravatar schrieb:

    Leider war ich an den Chemnitzer-Linux-Tagen nicht dabei. Stattdessen vergangenes Jahr an der ubucon in Göttingen. Auch dort durfte ich viele tolle Leute treffen. Mit einem Teil davon darf ich auch dieses Jahr wieder an der Organisation der ubucon mitarbeiten.

    Warum ich das machen? Genau aus den Gründen, die Du oben beschreibst. Es ist die Gemeinschaft, die Erlebnisse und Erfahrungen, die jeder dabei machen kann…

  2. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Schön, dann werde ich Dich hoffentlich diesmal in Göttingen treffen. Denn bisher schaffte ich es leider noch nie, an die ubucon zu gehen. Aber ich habe schon sehr viel Gutes von dem Event gehört und kann mir gut vorstellen, dass auch dort Ubuntu in seiner ganzen Bandbreite ein Thema sein dürfte.

  3. Dirk DeimekeNo Gravatar schrieb:

    Wäre schön, wenn Du auch kämst.

    Wir wollen nach Göttingen via Hannover fliegen, wenn Du das auch machst, könnten wir uns am Flughafen treffen. Wie wäre es?

    Der Termin steht leider noch nicht zu 100% fest.

  4. Roman HanhartNo Gravatar schrieb:

    Das wäre schön, wenn wir zusammen reisen könnten. Wahrscheinlich reist Ihr schon am Freitag (Abend) los, oder? Das würde dann auch passen. Und wohl erst am Montag retour?

  5. Dirk DeimekeNo Gravatar schrieb:

    Angedacht ist, Freitag Morgen hin und Sonntag Abend retour.

    Ich werde mir aber in jedem Fall Freitag und Montag frei nehmen.

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