Katz und Maus mit Conficker

Es wurde ja viel geschrieben, wohl viel Zeit und Geld aufgewandt, um sich vom fiesen Wurm / Trojaner oder Virus namens Conficker zu befreien. Und man erwartete eine hoch intelligente Massnahme, welche wie von Geisterhand ausgelöst am 1. April 2009 die gesamte IT-Welt – na ja, mindestens die Windows-Welt – in Angst und Schrecken versetzen würde. Passiert ist nichts, oder fast nichts.

virus

Laut heise.de sind nun doch erste Aktivitäten aufgetaucht, welche das Gebaren vom Conficker etwas besser belichtet. Offensichtlich geht es um Geld – um was denn sonst? Mit so genannter Scareware wollen die Urheber ein paar Batzen auf die nicht ganz legale Weise verdienen und jubeln ahnungslosen Benutzern lästige Popups auf. Die behauten, die Sicherheit ihres Systems stünde auf dem Spiel. Die Conficker-Väter hoffen dann auf die Milde der Benutzer, so dass jene sich für ein paar Dollar ein Antivirus-Programm per Kreditkarte kaufen, das es nicht gibt und welches sie folgerichtig auch nie bekommen. Stattdessen laufen die Benutzer in Gefahr, dass sie sich zusätzliche Schadsoftware laden.

Fies ist das alle weil, aber von “hoch intelligent” würde ich in diesem Zusammenhing nicht sprechen. Da hätte ich deutlich mehr erwartet, zumal der Wurm bisher schon ein paar kleine Meisterwerke in Sachen Verschleierung und Sperrung von Websites präsentiert hat. Doch vielleicht kommt da noch mehr zum Vorschein und wenn nicht, ist es ohnehin besser für alle – oder fast alle.

Wie dem auch sei, Conficker kann mit Windows etwas anfangen, vorzugsweise mit XP, alle andern Betriebssysteme sind nicht gefährdet. Und trotzdem stelle ich im übergeordneten Zusammenhang erneut die Frage, inwieweit wir Linux-User einen lokalen Virenschutz betreiben sollten. Viele Benutzer meinen, das wäre nicht nötig. Aber es gibt schon einige Gründe, die durchaus dafür sprechen, je nach Einsatzgebiet der Linux-Maschine. Es gibt ja mittlerweile einige Scanner für Linux.

Aber daneben gibt es ein paar Regeln, die wohl sehr viel wichtiger sind, als ein Scanner unter Linux zu verwenden. Vorsicht, gesunder Menschenverstand walten lassen und halt nicht jedem Link in jeder Nachricht folgen. Aber grundsätzlich darf man auch heute noch behaupten, dass man mit einem Linux-Rechner noch immer auf der sicheren Seite sitzt, das selbe gilt wohl zur Zeit auch noch für die Mac-User.

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