PDF unter Debian erstellen
PDF-Dateien (Adobe Portable Document Format) werden immer mehr benutzt und ergattern sich alsbald einen “Standard-Platz” auf den Rechnern dieser Welt, falls noch nicht geschehen. Viele Anwendungen können PDF direkt erzeugen, so beispielsweise (fast) alle Applikationen aus der OpenOffice-Suite. Aber auch viele Viewer aus der freien Welt der OpenSource-Ecke können PDFs anzeigen.
Was jetzt noch fehlt, ist eine systemübegreifende Funktion, die es ermöglicht, überall dort, wo Drucken möglich ist, auch eine PDF-Datei zu erzeugen. Vor bald zwei Jahren habe ich das Vorgehen unter Ubuntu beschrieben, bei Debian funktioniert die Installation praktisch identisch. Im Grunde legt man sich einen Drucker zurecht, der statt auf Papier druckt, eine PDF-Datei erzeugt. Mit CUPS geht das hervorragend. Bei Debian ist alles schon dabei, was es dazu braucht. Man muss sich den Drucker bloss noch installieren:
apt-get install cups-pdf
Anschliessend öffnet man die grafische Druckerverwaltung und fügt einen Drucker hinzu. Bei der Auswahl sollte nun der eben installierte Drucker sichtbar sein.

Danach wählt man einen Generic Drucker aus und dort in der folgenden Auswahl einen Postscript-Drucker. Damit lassen sich die PDF-Dateien erzeugen.

Damit ist die Arbeit schon fertig. Nun ist es aus jedem Drucken-Dialog möglich, den PDF-Drucker anzusteuern und damit ein PDF zu erzeugen. Die Dateien werden in das Home-Verzeichnis im Unterordner PDF gelegt.


12. Dezember 2008 um 08:15:48 Uhr
[...] Seltsamerweise wird der cups-pdf-Drucker unter Intrepid Ibex nicht mitinstalliert. Allerdings wurde er das auch bei den “älteren” Ubuntu-Versionen nicht. Beim OpenOffice ist ja ein PDF-Creator inkludiert, dort weiss ich aber nicht, welche virtuellen Drucker eingesetzt werden. Will ich ausserhalb vom OpenOffice ein PDF erzeugen, braucht es eben den üblichen PDF-Drucker. Ihn manuell zu installieren, ist ja keine Hexerei. Das habe ich schon vor einem Jahr hier beschrieben: [...]