Samba-Server betreiben
Unter Linux ist der Samba-Server jener Teil, der unter anderem die Freigaben für andere Rechner serviert, so dass Daten ausgetauscht werden können. Samba ist natürlich Bestandteil der offiziellen Ubuntu-Pakete und kann somit ab dem Terminal installiert werden:
sudo apt-get install samba
Damit ist der Server installiert, es sind aber noch keine Freigaben gesetzt. Arbeitet man an einem Server ohne grafische Oberfläche, bearbeitet man die entsprechende Konfigurationsdatei mit einem Editor oder noch komfortabler per webmin. Die Samba-Konfigurationsdatei befindet sich hier:
/etc/samba/smb.conf
Mit dem webmin geht es am einfachsten, den Samba-Server einzurichten. Die grafische Oberfläche per Browser ist einfach gehalten und bietet doch für fast alle Einstellungen eine Lösung.

Eine sehr gute Beschreibung, um die smb.conf von Hand zu bearbeiten, findet sich hier. Falls man den Sambar-Server per webmin bearbeitet, fällt das Konfigurieren etwas leichter. Ich zeige hier lediglich, wie ich eine Freigabe per Editor erstellt habe, damit ein User darauf zugreifen kann. Es handelt sich dabei nicht um die “Standard-User-Freigabe” im Home-Verzeichnis, sondern um das Verzeichnis /var/test. Ich nannte die Freigabe Test und nur ich will darauf zugreifen und schreiben können.
[Test]
guest account =
writeable = yes
write list = roman,@roman
path = /var/test
Damit die Freigabe auch wirklich für den Benutzer nutzbar ist, muss man noch die Rechte auf der Verzeichnisebene durchführen. Das geht am besten im Terminal:
sudo chown -R [Benutzer] [Pfad zum Verzeichnis]
Der Schalter -R bewirkt, dass das die Rechte rekursiv, das heisst innerhalb des gesamten Verzeichnisses, gesetzt werden. Falls man den Samba-Server per Terminal neu starten möchte, damit die Konfiguration greift, hilft folgender Befehl:
sudo /etc/init.d/samba restart
Je nach Einstellungen des Samba-Servers sind nun die Kennwörter nicht gesetzt und die Freigabe funktioniert nicht. Bei einfachen Konstellationen hilft man sich am besten damit, das Kennwort für den Samba und den entsprechenden Benutzer neu zu setzen. Die hat keine Auswirkungen auf das übrige System:
sudo smbpasswd -a [Benutzername]
Allenfalls braucht der Samba nochmals einen Neustart und dann kann man sich mit der Freigabe verbinden. Mit einem Mac benutzte ich dazu das Menü im Finder: Gehe zu / Mit Server verbinden … Dort gibt man die Adresse zum Server in der Weise an: smb://192.168.1.180. Anschliessend erscheint eine Aufforderung, um den Samba-User und das Kennwort einzugeben. Wer es ganz einfach haben will, nutzt auf dem Client wie auf dem Samba-Server dieselben Benutzer und Kennwörter.

Die Benutzerdaten lassen sich dann an den Schlüsselbund hängen, wenn man das will und es die eigene Sicherheit zulässt. Der verbundene Datenträger wird dann auf dem Schreibtisch angezeigt. Um die Verbindung zu trennen, reicht ein Rechtsklick darauf, gefolgt vom Befehl [Datenträger] auswerfen.


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