webmin auf Ubuntu 8.04 Server
Endlich konnte ich mir die Zeit nehmen, den Ubuntu-Server 8.04 zu installieren. Die Installation ist in etwa gleich geblieben, wie beim 7.10er. Während der zweiten Phase erscheint ein Dialog, in dem man auswählen kann, welche Applikationen sogleich installiert werden sollen. Ich wähle dort jeweils nur den SSH-Server aus. Den Rest erledige ich lieber im Anschluss danach – per SSH versteht sich.
Anschliessend erledige ich jeweils zunächst die drei obligaten Arbeiten, damit das System aktuell und einigermassen sicher ist:
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade
sudo apt-get dist-upgrade
Und dann hole ich mir meinen Lieblingstextbrowser, den links2. Damit kann ich dann alle Arbeiten erledigen. webmin könnte man zwar auch per wget holen, wenn man den absoluten Pfad zum File weiss; ich nutze lieber links2:
sudo apt-get install links2
webmin ist eigentlich noch immer gleich zu installieren, wie ich es hier beschrieben habe. Es braucht also noch immer einen Trick, damit man das Teil erfolgreich installieren kann. Denn nach wie vor – oder wohl eher “je länger je mehr” – mögen die Menschen aus der Schmiede von Debian und Ubuntu webmin nicht mehr so sehr. Es birgt offenbar einige Gefahren in sich.

Mit dem links2-Browser hole ich mir zunächst das *.deb-File von webmin.com. Das lade ich dann herunter; standardmässig landet es im Home-Verzeichnis. Mittlerweile gibt es die Version 1.410. Danach versuche ich das Debian-Päckli per dpkg zu installieren:
sudo dpkg -i webmin_1.410_all.deb
Der Versuch scheitert, da die Abhängigkeiten nicht aufgelöst beziehungsweise erfüllt werden können. Deswegen hilft der Befehl
sudo apt-get install -f

Damit wird dann die Applikation korrekt installiert, so dass sie sogleich einsetzbar ist. Arbeitet man mit dem neuen Firefox 3.0, muss man das lokale Zertifikat noch akzeptieren. Dazu muss es heruntergeladen und dem Browser erlaubt werden, auf die Seite zuzugreifen. Dazu gibt man zunächst die Zieladresse ein; webmin horcht in der Standard-Installation auf den Port 10000:
https://rechnername_oder_IP:10000

Dann kann man eine Ausnahme mit dieser Adresse hinzufügen und das Problemli ist gegessen. Anschliessend funktioniert der Login mit dem ersten User, der innerhalb der Installation angelegt wurde oder einem Benutzer, der Befehle als su ausführen darf.

Ja, und dann läuft das Teil auf Anhieb und man kann sich der Serveradministration per “Browser-GUI” hingeben. Falls Java auf dem Client richtig installiert ist, funktioniert auch der grafische Dateimanager.

Mit webmin lassen sich fast alle wichtigen Aufgaben an einem Serverli erledigen. Trotzdem nutze ich lieber eine SSH-Session, um den Server zu administrieren. Einerseits ist es “linux-liker” und andererseits ist mir ab und an webmin schon nicht ganz koscher. Braucht man das Teil aber hauptsächlich, um lesend Informationen zu beschaffen, ist die Benutzung wohl gefahrlos.


14. Mai 2008 um 10:42:28 Uhr
Tja, manche Kollegen brauchen halt was zum klicken. Ich will ja auch mal Urlaub machen
Da die deb Pakete von webmin eigentlich immer problemlos sind bediene ich mich, auch unter etch , einfach des Apt-Repositorys für sarge. Müsste das nicht eigentlich auch ganz einfach unter Ubuntu funktionieren?
14. Mai 2008 um 11:10:24 Uhr
@Dudley: Ja, das müsste ich mal probieren, ob das mit den Sarge-Repis auch geht. Wäre noch spannend zu sehen.
27. Mai 2008 um 18:00:34 Uhr
Hallo,
wirklich sehr gut gelungen! Der Blog hat mir sehr bei der Einrichtung meines neuen Servers unter UBUNTU 8.04 inkl. webmin geholfen.
Kurz, knapp und auf den Punkt, ohne den Leser nochmals abzocken zu wollen (siehe Techchannel…Einrichtung von webmin wir nur an löhnende Mitglieder “verraten”).
Nochmals vielen Dank!
30. November 2009 um 10:15:51 Uhr
Tipp:
Die Installation inkl. Abhängigkeitserfüllung von einem händisch heruntergeladenen deb erledigt bei mir gdebi sehr zuverlässig.