Mit ‘Browser’ getaggte Artikel

Firefox ohne network-manager geht offline

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein paar Wochen lang nutzte ich den Chromium-Browser als Standard-Wühler im Internet. MIttlerweile bin ich wieder davon abgekommen, da er verschiedene Mängel aufweist. Insbesondere bei Internet-Seiten, die Java einsetzen, ist Chromium teilweise gar nicht zu gebrauchen. Beispielsweise beim ipMonitor können die einzelnen Items nicht per Klick ausgewählt werden; man landet immer wieder auf der gleichen Seite. Ausserdem sollen die Chromium-basierenden Browser zurzeit die unsichersten sein. Das kann ich aber nur nachsagen, ob es tatsächlich stimmt, weiss ich nicht. Und so bin ich wieder beim guten, alten Firefox gelandet.

Allerdings nutze ich seit geraumer Zeit auf meinem Lenovo IdeaPad S12 statt dem Network-Manager das Paket wicd. Details dazu habe ich hier beschrieben und in den Kommentaren gibt es einige zusätzliche und interessante Hinweise. Der Firefox orientiert sich offenbar am Network-Manager, um festzustellen, ob das Gerät eine Verbindung zum Internet aufrecht hält. Ist dies nicht der Fall, geht der Browser in den Offline-Modus. Mit einem Klick unter Datei / Offline arbeiten ist das wieder in Ordnung gebracht, aber das ist auf die Dauer lästig. Denn der Firefox geht bei jedem Start in den Zustand, egal, was man unter about:config eingetragen hat.

Die einzige Lösung, die ich fand, bestand darin, den Network-Manager zu entfernen. Danach geht der Firefox nicht mehr in den Offline-Modus:

sudo apt-get remove network-manager

Es ist eigentlich ordentlich, wenn die nicht genutzten Pakete deinstalliert werden. Vielleicht gibt es noch andere Lösungen dazu. Immerhin erreichte ich, was ich wollte, und das zählt ja schlussendlich.

Endlich: RoundCube mit Adressgruppen

Mittwoch, 25. August 2010

Seit einiger Zeit ist die stabile Version 0.4 von RoundCube verfügbar. Das ist ein freier Webmailer auf Basis von PHP und MySQL, der praktisch jeden IMAP-fähigen Mailserver anzapfen kann. RoundCube nutzt die GP-Lizenz. In der eidgenössischen Entwicklung sind diesmal einige Verbesserungen, vor allem aus dem Bereich “Kosmetik”, enthalten. Was mich besonders freut, ist die Einführung der Gruppenfunktion in der Adressverwaltung. Damit drängt sich bei mir RoundCube an die vorderste Stelle bei den Webmailern. Diese Funktion fehlte mir nämlich seit der Version 0.1. Das Adressbuch hat einfach eine Ebene mehr erhalten, so dass sich die Kontakte besser gliedern lassen. Gleichzeitig können die Gruppen auch an das An-Feld, beziehungsweise an das CC oder BCC-Feld, beim Erstellen einer neuen Nachricht gesetzt werden, damit alle Mitglieder dieser Gruppe mit dem Mail bedient werden. Die Gruppe wird beim Einfügen in das entsprechende Feld sofort in die einzelnen Adressen aufgelöst.

Ebenfalls ganz gelungen finde ich das Gruppieren der Nachrichten. So werden zusammenhängende Nachrichten besser strukturiert; die Funktion lässt sich ein- und ausschalten. Ich brauchte allerdings eine Weile, bis ich die Einstellungen fand. Denn diese Funktion lässt sich nämlich einzelnen auf jedem Ordner ein- und wieder ausschalten. Deshalb befindet sie sich einerseits in den globalen Einstellungen unter Einstellungen / Mailbox Ansicht / Konversationen aufklappen und anderseits in der Verwaltung unter der Reiterkarte Ordner. Dort muss bei denjenigen Ordnern, die die Nachrichten gegliedert anzeigen sollen, der Haken gruppiert gesetzt werden.

Daneben sind etliche kleinere Sachen verbessert oder in Ordnung gebracht worden, so zum Beispiel die verbesserte Darstellung von HTML-Mails und das Einbinden und Anzeigen der Signaturen. Ein Blick auf die Roadmap zeigt, dass dereinst auch die Unterstützung von GPG/PGP geplant ist. Allerdings ist dazu noch nicht bekannt, in welchem Abschnitt das erledigt wird. Die nächstfolgende Version, die 0.4.1, wird “nur” zur Fehlerbehandlung und Korrektur benutzt.

RoundCube mauserte sich zu einem sehr beliebten Webmailer; auch einer meiner Hoster nutzt die Applikation als Webmailer für seine Kunden.

identi.ca gefangen im Prism

Mittwoch, 03. Februar 2010

Über Prism habe ich ja schon einmal im Zusammenhang mit Zertifikaten geschrieben. Prism ist eine Art Minibrowser aus dem Hause Mozilla, der sich als Applikation verkleidet mit genau einer URL und damit mit einer Aufgabe so starten lässt, dass die angepeilte Seite im Normalfall nicht mehr verlassen werden kann – ausser durch interne Links, welche auf der Zielseite vorkommen. Wikipedia schreibt dazu:

Prism ermöglicht es, die jeweiligen Webanwendungen direkt vom Desktop aus in eigenen vom Webbrowser getrennten Prozessen zu starten und unabhängig von diesem zu konfigurieren. Dabei wird ein abgespeckter Firefox gestartet, jedoch ohne die browsertypischen Bedienelemente und ohne das Menü.

Um identi.ca einigermassen sinnreich einsetzen zu können, braucht es einen Klienten dazu. Unter Ubuntu kenne ich gwibber, Jabber-Klienten, Adobe Air basierende Programme, choqok für KDE und Gnome Do, um die grafischen Möglichkeiten zu nennen. Es gibt vielleicht noch weitere; wenn ja, bitte her damit. Die oben genannten Programme passen mir aber nicht wirklich.

Eine Alternative wäre da eben Prism, um damit entweder die normale Startseite von identi.ca zu öffnen, oder die speziell angepasste, etwas kleinere Seite, die unter http://identi.ca/Benutzername/all?realtime=1 zu finden ist.

Allerdings scheint die “Kurzform-Seite” nicht richtig zu laufen, sie lädt nicht automatisch neu und verirrt sich ab und zu nach dem Posten eines Dents. Die normale Startseite erachte ich als besser, zumal es dort die Möglichkeit gibt, den automatischen Reload ein- oder auszuschalten. Offenbar wird dieser Button aber im Prism-Browser nicht immer angezeigt.

So lässt sich der “Identi.ca-Klient” beispielsweise auf einem zweiten, virtuellen Desktop platzieren, wo er wenig stört. Dafür steht die systemintegrierte Benachrichtigung, die zum Beispiel bei gwibber genutzt wird, nicht zur Verfügung. Das kann aber auch ein Vorteil sein, denn jene Meldungen zerren zeitweise an den Nerven.

Aber schlussendlich bleibt auch ein Prism nichts weiter als ein Browser, wenn auch ein kastrierter. Wie so Vieles ist es schlussendlich Geschmackssache, was einem gefällt oder eben missfällt. Twitroid zum Beispiel halte ich für einen ganz tollen und ausgereiften Klienten für identi.ca. Den gibt es halt leider nur für Android. Immerhin steht mit Prism eine weitere Alternative für den Desktop zur Verfügung.

Wowwee Rovio und Linux

Dienstag, 29. Dezember 2009

Unser Ruben bekam zu Weihnachten einen weiteren Roboter für seine inzwischen arg angewachsene Sammlung. Am liebsten mag er die Produkte aus der Wowwee-Reihe, die sind qualitativ in Ordnung und vor allem sind sie keine Kriegsspielzeuge. Diesmal erfreute sich der kleine Junge am Rovio, einen Überwachungsroboter für Kinder jeden Alters. Das Spielzeug kommt mit einer WLAN-Anbindung daher, die zur Konfiguration auch eine adhoc-Verbindung akzeptiert. Gesteuert wird das Teil dann über das lokale LAN oder alternativ über WAN mit einem Browser. Bis hierher wäre alles fein und gut.

Leider wird der Audiostream in beide Richtungen (der Rovio besitzt ein Lautsprecher und ein Mikrofon) über eine active-X-Komponente gesteuert, die es halt nur für Micro$oft-Browser gibt. Auch Mac-User, für die es eine Installationssoftware gäbe, gehen leer aus und können keinen Sound empfangen und auch keine Lautsprache an den Roboter senden, obschon er dereinst einmal eine Übersetzung der active-X-Komponenten für den Mac gab.

Unter Ubuntu läuft alles, ausser eben die Übertragung der Aufnahmen vom Mikrofon des Roboters und in umgekehrter Weise. Das ist sehr schade und so überlegten wir uns, ob wir allenfalls unseren EEEPC 1101HA umnutzen und ein Windows installieren sollten. Das Netbook läuft zwar unter Ubuntu ordentlich, leider fällt regelmässig die WLAN-Verbindung aus und den 3D-Desktop brachte ich auch nicht zum Rennen.

Also besorgte ich ein externes CD/DVD-Gerät, das per USB an das Netbook gehängt und dann damit gebootet wird. Die DVD vom EEEPC-Hersteller startet mit Ghost und bringt für Windows-Verhältnisse das Betriebssystem recht schnell auf die Platte; mit allen Treibern. Das erleichtert die Sache sehr. Danach führte ich die obligaten Updates durch und installierte CalmWin. Ansonsten liess ich das Teil so, wie es ab der DVD installiert wurde. Die 30- oder 60-Tage Testversionen für irgendwelchen Norton-Tools und Microsoft Office nutze ich nicht.

Sobald ich dann Rovio per Browser ansteuerte und das active-X-Teil installierte, lief alles auf Anhieb. Die Umgebungsgeräusche vom Rovio werden an das Netbook übertragen und umgehrt lässt sich der Rovio als schwaches Megaphone ab der Quelle Netbook nutzen. Das ist es, was wir wollten.

Mich ärgert zwar, dass der Rovio mit Linux nicht vollständig nutzbar ist, viel mehr aber gibt mir zu denken, dass wir es offenbar noch immer nicht schaffen, browsergesteuerte Hardware so zu konfektionieren, dass sie plattformunabhängig betrieben werden kann. Dass wir in diesem Punkt noch nicht so weit sind, stösst an ein Unvermögen der Industrie und teilweise auch der Gemeinschaft der OpenSource-Welt.

Dass ich auf meinem Netbook nun Windows nutze(n muss), stört mich nicht wirklich stark. Immerhin ist ja eine Lizenz für XP mit dabei und die Installation verlief recht flott und gut. Freilich, ich setze viel lieber freie Software ein, das heisst aber nicht, dass ich alles andere verteufeln will. Ausserdem scheint beim Gerät EEEPC 1101HA jene verbauten Teile besser bei Windows als bei einem Linux aufgehoben zu sein. Die Hardware wird sauber erkannt, die Treiber installiert und die WLAN-Verbindung läuft nun auch stabil. Nun haben wir wieder ein Windows-Rechner in unsrem Haushalt – nebst vier Ubuntu-Installationen.

SeaMonkey 2.0 mittels Ubuntuzilla installieren

Mittwoch, 25. November 2009

SeaMonkey setzt sich aus verschiedenen Applikation wie einem Browser, einem E-Mail-Programm, einem HTML-Editor und einem Chat-Klient zusammen. Die Suite stammt ursprünglich vom Netscape-Navigator ab, sie wurde später durch Mozilla-Leute weiter entwickelt. Heute investiert die Mozilla-Foundation viel Aufwand in das Flaggschiff Firefox und in Thunderbird. SeaMonkey wird nebenher noch weiter gepflegt. Unter Ubuntu besteht ein fertiges Paket, das über APT installiert werden kann. Es handelt sich aber um die Version 1.1.17, welche schon seit Hardy vorliegt. Offenbar wird seitens Ubuntu nicht sehr viel unternommen, um den Browser in einer neueren Version bereitzustellen, zumal ja Firefox als Platzhirsch gilt. Inzwischen gibt es aber seit einigen Wochen die Version 2.0 (Build identifier: Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686 (x86_64); de; rv:1.9.1.4) Gecko/20091017 SeaMonkey/2.0) dieser Suite.

UbuntuZillaDiese Version lässt sich einfach herunterladen, in einem Verzeichnis freier Wahl entpacken und von dort aus starten. Es braucht dazu bloss die Datei seamonkey ausgeführt zu werden. Das ist aber nicht immer ideal. Falls von einer manuellen Installation abgesehen werden will oder muss, kann das Skript Ubuntuzilla eine etwas bessere und komfortablere Lösung anbieten, womit sich die Suite (und auch andere Programme aus der Mozilla-Schmiede) installieren lassen. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass diese Art der Installation an APT vorbeiführt und man sich dadurch einen zweiten Software-Kanal auf den Rechner holt. Mit Ubuntuzilla installierte Applikationen lassen sich weder mit APT updaten noch deinstallieren. Falls nicht klar ist, was das bedeutet, sollte man besser die Finger von Ubuntuzilla lassen oder sich zuerst schlau machen.

Zunächst muss Ubuntuzilla installiert werden. Dazu wird noch immer APT genutzt; es braucht eine Zeile in der sources.list, welche mit diesem Befehl, der im Terminal ausgeführt wird, eingefügt wird (alles in einer Zeile):

echo "deb http://switch.dl.sourceforge.net/project/ubuntuzilla/apt all main" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list > /dev/null

Anschliessend braucht es den Schlüssel zur Quelle, der so zu holen ist:

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com C1289A29

Danach folgt das obligate Update und schliesslich die Installation des Skriptes, welches dann die eigentliche Installation von SeaMonkey vornimmt:

sudo apt-get update
sudo apt-get install ubuntuzilla

Ubuntuzilla wird im Terminal bedient. Um SeaMonkey zu installieren, braucht es folgenden Befehl, der unbedingt ohne sudo ausgeführt werden muss:

ubuntuzilla.py -a install -p seamonkey

Das Skript begrüsst den Benutzer und will dann sicherstellen, dass die richtige oder aktuelle Version heruntergeladen wird und erwartet dafür ein simples Ja oder Nein.

SeaMonkey

Nach diesem Schritt wird die Sprache des Browsers ausgewählt. Deutsch ist die Nummer drei. Diese muss dann noch bestätigt werden und schliesslich beginnt der Download.

SeaMonkey

Falls Firefox auf dem System installiert ist, fragt das Skript nach, ob es auf alle Plugins, welche Firefox nutzt, verlinken soll. Das ist recht sinnreich, finde ich, zumal dann schon alles läuft. Schliesslich will das Skript noch wissen, ob es ein Starter anlegen soll und ob es bei Aktualisierung der gerade eben installierten Paketen aktiv werden soll. Falls SeaMonkey aus den ordentlichen Paketquellen von Ubuntu jetzt noch installiert ist, sollte es nun entfernt werden:

sudo apt-get remove seamonkey
sudo apt-get autoremove

AutoRemove sollte wegen den Zusatzprogrammen von SeaMonkey aufgerufen werden, da diese mit dem schlichten Remove-Befehl nicht entfernt werden.

SeaMonkey

Damit ist die Installation abgeschlossen. Sämtliche Optionen und Schalter, welche mit Ubuntuzilla verwendet werden können, sind hier auf dem Projekt-Wiki notiert. SeaMonkey ist im deutschen Gnome-Menü unter Anwendungen / Internet / SeaMonkey zu finden. Der Browser gefällt mir ganz gut und hat im Vergleich zur Vorgänger-Version eine Menge neuer Features bekommen. Die Details stehen in den Versionsnotizen.

SeaMonkey

Aber auch das Mailprogramm gefällt mir ganz gut, wobei dort meiner Meinung nach die Verwandtschaft zu Thunderbird deutlich auffällt. Auch Enigmail funktioniert damit.

SeaMonkey

Ich habe immer gerne einen oder zwei alternative Browser nebst dem Firefox zur Verfügung. Und dazu bietet sich die aktuelle Version des SeaMonkeys geradezu an. Wer auf Ubuntuzilla verzichten will, kann sich die ganze Geschichte auch manuell zusammenschustern.

Abgesicherter Modus beim Firefox

Donnerstag, 17. September 2009

Der abgesicherte Modus beim Firefox kann bei einem “verhedderten” Browser gute Dienste leisten. Dieser Modus ist zwar offiziell dokumentiert, aber offenbar doch nicht allgemein bekannt; da kann ich mich aber täuschen. Er hilft bei Problemen mit Addons oder mit der Applikation ganz allgemein. Damit lässt sich der Browser quasi nackt starten. Den abgesicherten Modus erreicht man mit der Konsole, muss aber darauf achten, dass keine andere Instanz von Firefox läuft:

firefox -safe-mode

Auf meinem System startete der Browser nicht mehr richtig und blieb oft stehen. Mit dem abgesicherten Modus habe ich den Browser zurückgesetzt und dann nach und nach die Addons wieder installiert.

Firefox Safe Mode

Nun wühlt sich mein Browser wieder richtig durch das Netz und zeigt – mindestens bis jetzt – keine Schwächen mehr.

Opera 10 und die opera.list

Mittwoch, 02. September 2009

Den Browser Opera nutze ich praktisch gar nicht. Es gibt zwar offenbar eine ganze Menge Leute, die auf den Browser schwören und er ist in der Tat wohl gar nicht so schlecht. OpenSource ist eben für mich nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Lebenseinstellung. Und Opera ist nicht quelloffen, aber dafür kostenlos zu haben.

Die eben erschienene Version 10 soll eine Revolution abbilden. Da ich die Vorgänger kaum kannte – dazu wüsste Hans mehr – kann ich leider nichts dazu sagen. Was mir – und offenbar auch Christian – aufgefallen ist, dass noch immer QT3 zum Einsatz kommt.

Opera 10

Ausserdem habe ich bemerkt, dass bei der Installation unter Ubuntu 9.04 mittels dem deb-Paket eine Datei namens opera.list im Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d angelegt wird, worin die Quelle für die Updates notiert ist. Alternativ kann man dort auch die Beta-Versionen freischalten. Eigentlich ist das eine gute Sache, die Frage stellt sich einfach, ob die Datei ungefragt erstellt werden sollte oder nicht. Damit bekommt der Benutzer zwar immer die neuen Updates angeboten – und das ist wohl im Sinne der Sicherheit – sollte aber nicht zuförder gefragt werden, ob die Datei erstellt werden sollte? Ich weiss auch nicht, ob dieses Vorgehen schon bei den älteren Versionen von Opera angewandt wurde.

Vielleicht ist es zu kleinkariert, dieses Vorgehen in Frage zu stellen. Ich hätte es vorgezogen, wenn ich mindestens bei der Installation darüber informiert worden wäre, denn die sources.list und ihre Anhänge sind mit “heilig”. Ich möchte, dass nach der Installation des GNU/Linux niemand mehr darin herumfuchtelt, ausser ich. Denn damit liesse sich – mindestens theoretisch – allerlei Schrott importieren. Auch der Canonical-Dienst UbuntuOne erstellt eine solche Datei und es gibt wohl noch mehrere Anbieter, die das gleiche tun.

Wie ist Eure Meinung dazu? Soll eine Installationsroutine diese Dateien mutieren beziehungsweise erstellen können oder ist das nicht in Ordnung? Und falls nein, welche Gegenmassnahmen könnte man dazu ergreifen (Rechte verändern, Pfad verschieben, deb-Datei anders aufrufen etc.)?

Iron als Google-Chrome-Klon

Freitag, 14. August 2009

Wie ich gestern auf Pro-Linux nachlesen konnte, bietet Stefan Ries einen auf Linux basierenden Klone vom Google Browser Chrome an:

Der von Stefan Ries veröffentlichte SRWare Iron beruht wie Chrome selbst auf den Chromium 3-Quellen und wurde gegenüber dem Original um diverse sicherheitsrelevante Änderungen erweitert.

Diverse Erweiterungen, welche im “Original” für Verdruss und Unmut bei den Benutzern sorg(t)en, sind bei diesem Klone gar nicht erst benutzt worden. Laut Pro-Linux sendet der Browser keine Daten an Google, weder bei dem Benutzen der Suchfunktion, noch bei Abstürzen. Ausserdem sei ein Werbe-Blocker Addon geplant; unter Linux funktioniert jenes zur Zeit noch nicht.

Iron

Testeshalber habe ich den Browser ab dieser Seite heruntergeladen, das Archiv an einem beliebigen Ort entpackt und das Programm mit dem File iron gestartet. Läuft ganz angenehm, aber nicht sehr flink, dafür aber sauber; überraschend für eine Alpha-Version. Trotzdem bleibe ich bei meinem Standard-Browser, dem Firefox. Ich lösche nämlich einfach das entpackte Archiv und (fast) alle Spuren vom Iron sind damit verschwunden.

Piwik online Update

Donnerstag, 02. Juli 2009

Seit einiger Zeit nutze ich nicht mehr Google Analytics, sondern die freie Web-Applikation Piwik, die sich auf fast jedem Webserver installieren lässt und ein Plugin für WordPress anbietet. Damit bekomme ich alle Daten, welche für mich relevant sind. Ausserdem liegen die Daten bei mir auf dem Server und nicht irgendwo da draussen. Google sammelt ja fleissig und tut sich sehr schwer, zu verstehen, weshalb das Sammeln nicht allen Menschen gefällt. Google Analytics ist eine ausgereifte und gute Applikation, aber sie ist nicht frei und die Daten gehören nicht nur mir. Also weg damit.

Nun ist es möglich, Piwik online upzudaten, was mir sehr entgegenkommt. Zwar ist es nach wie vor möglich, die neue Version herunterzuladen und die nötigen Schritte manuell auszuführen, ich wählte aber die einfachere Variante, obschon ich nicht genau weiss, was dabei passiert. In ein paar Schritten ist das Update erledigt.

Piwik Update

Ist man eingeloggt, erscheint eine Meldung, dass eine neue Version verfügbar ist. Danach kann es schon losgehen.

Piwik Update

Jetzt darf man entscheiden. ob man die Aktualisierung von Hand oder per Wizard durchführen will. Ich entschied mich für den Wizard.

Piwik Update

Danach dauert es – je nach Umfang der Datenbank – nur ein paar Sekunden, bis das Update fertig ist. Zuvor sollte eine Sicherung vorhanden sein; vorzugsweise von den Dateien und natürlich auch ein Dump der Datenbank.

Piwik Update

Piwik Update

Wieder ein Grund mehr, Piwik zu nutzen, finde ich. Es schadet auch nichts, wenn man hie und da ein paar Dollar oder Euro spendet oder sich sonst erkenntlich zeigt, denn das Teil ist wirklich Klasse.

Piwik › Web Analytics Reports

Die Ansicht und die einzelnen Scanner lassen sich meist recht fein justieren und so den eigenen Bedürfnissen anpassen. So viel wie Google Analytics kann das Teil (noch) nicht, aber mir reichen die Daten in der Form völlig aus.

Epiphany auf dem Netbook

Freitag, 01. Mai 2009

Für mein Netbook (ASUS EEE PC 1000H) suche ich nach einem schlanken Browser für Gnome. Nebst Galeon gibt es da ja noch den Brower Epiphany, der sich recht schön in den Desktop einfügt und einige Features von Gnome nutzen kann. Ausserdem setzt der Browser Gecko ein. Epiphany ist etwas schneller als der Firefox und startet er etwas flinker. Anzeigen kann er die Seiten nahezu gleich, wie der Feuerfuchs, die Lesezeichen sind etwas anders organisiert, aber auch ganz brauchbar.

Alternativer Browser

Installiert ist der Browser schnell und einfach, entweder über das grafische Teil des Paketmanagers oder per Konsole:

sudo apt-get install epiphany-browser

Damit wird die Version 2.26.1 installiert. Leider konnte ich dazu keine Rechtschreibeprüfung finden, obschon eine solche eigentlich vorhanden sein müsste. Über die Seite about:config müsste der Wert des Schlüssels layout.spellcheckDefault auf 1 gesetzt werden, aber leider nimmt Epiphany hierzu keine Änderung an. Ein Klick auf den Button OK beim Änderungsfenster bleibt ohne Ergebnis.

Ohne Wirkung

So gut die modernen Netbooks auch sein mögen, sie hinken in Sachen Leistung noch immer den herkömmlichen Desktop- oder Klapprechnern hinterher. Und deswegen meine ich, ist es sinnreich, etwas schlankere Software anzuwenden. Und hier ergibt sich mit dem Epiphany eine gute Möglichkeit.

Toll finde ich auch die Erweiterungen, welche zur Verfügung stehen. Damit lässt sich Epiphany ausbauen und verbessern. Seit einiger Zeit werden die Extensions auch nicht mehr alle zugleich beim Start des Browsers geladen, sondern sie lassen sich einzeln ein- und ausschalten.

Erweiterungen

Epiphany verfügt noch immer über ein paar ausgeprägte Macken, so erscheint das Menü beim Laden einer Seite völlig zusammengepresst oder der Browser bleibt über längere Zeit hängen. Wer mit diesen Herausforderungen leben kann, wird mit Epiphany einen halbwegs guten Ersatz finden. Ich für meinen Teil begebe mich weiter auf die Suche nach einem schlanken Browser…