Mit ‘Community’ getaggte Artikel

Die grösste Veranstaltung rund um Ubuntu: Ubucon

Mittwoch, 17. August 2011

Obschon es zunächst so schien, dass es heuer keine Ubucon geben würde, ist die grösste Veranstaltung im deutschsprachigen Raum rund um Ubuntu gesichert. Sie findet vom 14. bis 16. Oktober 2011 in der Universität zu Leipzig statt. Der Call for Papers läuft schon seit einiger Zeit. Die Veranstaltung lehnt sich am Konzept der Unkonferenz beziehungsweise des Barcamps an, sie lebt von den Teilnehmern, die sich zu Teilgebern wandeln. Die Ubucon bildet die Gemeinschaft so ab, wie wir sie aus ihren Quellen der Anarchie kennen; vereint mit der Gemeinschaft und dem Gemeinsinn und dem Willen, sich und seine Ideen unabhängig der kommerziellen Interessen durchzusetzen. Mittlerweile eroberte sich der (seriöse) Kommerz einen angemessenen Platz innerhalb der Community, auch wenn er nicht überall gerne gesehen wird.

Wie dem auch sei; auch dieses Jahr verweile ich während den Tagen im Oktober im Osten Deutschlands, geniesse das Wiedersehen mit alten Freunden aus der Welt der freien Software und trage meinen kleinen Teil zu dieser Veranstaltung bei. Zusammen mit Dirk unter dem Deckmantel von DeimHart bieten wir eine Session an, deren Inhalt ich hier noch nicht verraten will. Daneben helfe ich zwei alten Haudegen bei einer Doppelsession zum Thema Community und Organisation. Ob und in welcher Form RadioTux wie im letzten Jahr vor Ort sein wird, ist noch nicht klar.

Während den folgenden zwei Wochen können weitere Vorschläge zu Vorträgen und Workshops eingereicht werden. Auf ubuntuusers.de ist dazu zu lesen:

Die Organisatoren der diesjährigen Ubucon weisen darauf hin, dass noch zwei Wochen Vorträge zur Ubucon eingereicht werden können. Bisher haben sich schon einige Vorträge und Workshops gefunden, die ein interessantes Programm versprechen. Bei dem Schwerpunkt der Desktop-Oberflächen haben sich bisher erst Vorträge zu KDE und Unity gefunden. Die Oberflächen Gnome (3), LXDE, XFCE oder auch ganz andere Fenstermanager werden noch vermisst. Wer in diesem Bereich oder auch in einem anderen einen Vortrag, Workshop oder eine Diskussionsrunde leiten will, kann seine Vorschläge mit einer kurzen Zusammenfassung und einem aussagekräftigen Titel bis zum 31. August 2011 an das Organisationsteam unter idee@ubucon.de schicken.

Traut Euch und meldet Eure Ideen an die Organisation der Ubucon 2011! Diese Veranstaltung lebt von dem, was die Gemeinschaft aus sich selbst schöpft. Ausserdem ist Leipzig immer eine Reise wert, die Social-Events an den Abenden entschädigen für den langen Weg und ausserdem bietet Leipzig eine ganze Menge. Wer nach Mitfahrgelegenheiten oder nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten sucht, wird hier fündig. Die Anmeldung zur Ubucon wird ab Anfang September möglich sein. Wie seit zwei Jahren üblich ziehen die Veranstalter einen kleinen Obolus für die Unkosten ein. Damit wird erfolgreich verhindert, dass sich zu viele Leute anmelden und dann nicht zur Veranstaltung erscheinen. Im Beitrag sind die Verpflegung während der Ubucon und weitere Goodies enthalten. Bei Fragen und Anregungen zur Ubucon wendet Euch bitte an diese Kontaktmöglichkeiten.

30 % Rabatt beim Android-Shop für ubuntublog.ch-Leser

Freitag, 10. Juni 2011

Seit November 2010 besteht der Verein Android Schweiz und damit das Portal Android Schweiz. Martin Bachmann und Thomas Hofer gründeten die Schweizer Android Community, um damit folgenden Zweck zu erfüllen:

Der Verein Android Schweiz bezweckt die Verbreitung des quelleoffenen Betriebssystemes Android der Firma Google, Anbieten von Hilfe (sog. Support) für die Mitglieder rund um das Thema Android und Kommunikation, das Betreiben einer Informationsplattform im Internet, das Herstellen einer eigenen Android Applikation, das Vermarkten von Fanartikeln über den eigenen Internetshop, sowie weiteren Unternehmungen im und um das Thema Android.

Jeder kann die Mitgliedschaft im Verein beantragen und trägt damit zur Ausgestaltung der Community bei:

Eine Mitgliedschaft im Verein Android Schweiz lohnt sich für alle! Wir bieten dir alles rund um das Thema Android. Normalanwender finden in unseren Angeboten viele interessante Themen rund um Android, vom Workshop bis zu exklusiven Gerätepremieren. Kompetentes Wissen von Android Spezialisten steht ebenso auf Abruf bereit, wie diverse Vorteile im Fan Shop oder exklusive Meet & Greets. Aber auch Android Spezialisten finden dank Android Schweiz zusammen und profitieren von unserer Arbeit.

Das Forum, bei dem sich jedermann einen kostenlosen Login besorgen kann, behandelt die breite Masse an Themen rund um Android. Es ist sicherlich nicht nur für Eidgenossen interessant, sondern wohl für den gesamten deutschsprachigen Raum. Es wächst rasant an und konnte sicherlich schon manches Problem lösen.

Ganz spannend ist die Liste der Schweizer Apps für Android. Und auch hier gilt für einige der Applikationen, dass sie nicht nur für den helvetischen Raum von Nutzen sind. Ein Blick auf die Liste der Apps lohnt sich für fast jeden Android-User.

Ein Blog darf bei einem solchen Thema natürlich nicht fehlen und so präsentieren sich die Neuigkeiten unter der URL android-schweiz.ch innerhalb der Plattform. Daneben gibt es eine Reihe von Tutorials, eine ROM-Tabelle und eine Liste der Entwickler, welche noch am Entstehen ist.

Um die Plattform betreiben zu können, braucht es – wie soll es denn auch anders sein – auch etwas Geld. Dieses besorgen sich die Betreiber über einen Shop, der Artikel rund um Android anbietet.

Leser dieses Blogs können dort shoppen und auf alle Einkäufe 30 Prozent Rabatt einfordern. Ausserdem bekommt jeder Leser bei einer Bestellung kostenlos einen Android Sticker. Dieses Angebot wurde und von Seiten des Vereins Android Schweiz unterbreitet, welches wir natürlich gerne weitergeben.

Die Einnahmen aus dem Shop fliessen zu 100% in den Verein und helfen uns, weitere Projekte und Aktivitäten zur Förderung von Android in der Schweiz zu lancieren.

Die Ware wird innerhalb der Schweiz kostenlos per A-Post versandt, Lieferungen nach Deutschland und Österreich werden mit zusätzlichen CHF 10.– belastet. Das Angebot gilt bis zum 31.07.2011. Falls Du eine Bestellung auslösen willst, gib bitte den folgenden Gutschein-Code ein, damit zu zu Deinem Rabatt kommst:

UBUNTUBLOG-9476

Falls Du Fragen zum Shop hast, wende Dich bitte direkt an die Betreiber.

RadioTux am LinuxTag zu Berlin

Donnerstag, 12. Mai 2011

Auch dieses Jahr habe ich es wieder einrichten können, dass ich während dem LinuxTag in Berlin vor Ort sein kann. Den grössten Teil der Zeit verbringe ich am Stand von RadioTux, werde aber auch ein paar Stunden am Stand von ubuntuusers.de sein.

Ich geniesse die Stimmung und vor allem das Wiedersehen alter Freunde und Haudegen aus unserer Zunft. Letzteres ist auch der eigentliche Grund, weshalb ich die weite Reise Richtung Nord-Nord-Ost unternommen habe. Zusammen mit Dirk setzte ich mich in ein Flugzeug und liess mich zur guten, alten deutschen Hauptstadt fliegen.

Das Programm von RadioTux kann in der Dichte nicht mit demjenigen vom vergangenen Jahr mithalten, dafür erhöht sich die Qualität des Besuchs an der Messe für uns vom Team. Wir haben etwas mehr Zeit, um mit den Leuten zu reden, in der Messe zu schlendern und das eine oder andere Interessante anzusehen. Wir befinden uns in der Halle 7.2a, am Stand 109, also an derselben Stelle wie im Jahr 2010. Am besten erreicht man die Redaktion vor Ort via IRC, live verfolgen kann man uns hier:

http://streams.xenim.de/radiotux/

Die wenigen Bilder, welche ich während dem Event schiesse, veröffentliche ich auf meiner bescheidenen Fotoseite. Es wird wohl noch das eine oder andere Bild mehr geben. Der LinuxTag in Berlin dauert noch bis am Samstag, den 14. Mai 2011.

Ubuntu Release-Party am 30. April in Winterthur

Freitag, 08. April 2011

Am 28. April 2011 soll es laut Releaseplan soweit sein und die neue Version von Ubuntu 11.04 namens Natty Narwhal erscheint. Es ist die erste Ubuntu-Version ausserhalb der Netbook-Variante, welche Unity verwendet. Die 2-D-Ausgabe von Unity ist noch nicht fertig und so wird für Rechner, welche nicht über die nötigen Hardware-Voraussetzungen im Bereich der Grafik verfügen, nebenher noch Gnome angeboten. Laut Mark Shuttleworth soll dies aber nur bei der 11.04 der Fall sein. Ab Ubuntu 11.10 wäre Unity auch in der 2-D-Variante verfügbar und Gnome wird dann nicht mehr mitgeliefert (und nicht mehr in den Quellen gepflegt). Für einige aus unseren Reihen erscheint dieses Vorhaben eigenartig; mir gefällt, dass Canonical eine eigene Linie fährt. Das ist aber eine dezidierte Meinung.

Pünktlich zu Erscheinungstermin lancieren wir hier in der Deutschschweiz eine Ubuntu-Release-Party zu Natty Narwhal. Im ZLI (Zürcher Lehrmeister Vereinigung Informatik) zu Winterthur startet wir die Party am Samstag, den 30. April 2011 um 15:00 Uhr. Unser Gregor legte sich in das Zeug und stellte ein Portal auf, in dem die nötigen Informationen verfügbar sind und sich die Benutzer daneben eigene Inhalte bereitstellen können: http://www.ubunteros.ch

Wir sind also ziemlich genau (um einen Tag verschoben) nach einem Jahr wieder mit einer Party vor Ort. Letztes Jahr trafen sich unzählige Ubuntu-Kenner und Interessierte am 1. Mai in Winterthur. Auch dieses Jahr können wir wieder einen Flyer anbieten. Falls jemand eine bessere Auflösung benötigt, steht Gregor sicherlich gerne zur Verfügung.

Wir versuchen, auch dieses Jahr wieder Vorträge anzubieten. Dazu sind wir noch immer auf der Suche nach Vortragenden. Die Themen dazu sollten sich nach Möglichkeit auf Ubuntu fokussieren, es darf aber ruhig auch ein Bereich sein, der Linux im Allgemeinen behandelt. Applikationen, Betriebssystem, Optimierung, Community, Lernen, Wissen weiterreichen und ähnliche Themen finden Platz in unseren Vorträgen. Falls sich jemand angesprochen fühlt, bitte via Kommentar oder Mail melden.

Daneben werden wir auch letztes Jahr den groben Raster unserer Planung auf ubuntuuser.de publizieren. Dieses Jahr dürfen wir mit lincomp.ch als Sponsor rechnen, was mich sehr freut. Denn bei diesem Anbieter gibt es Hardware, welche auf Linux zugeschnitten ist. Ausserdem engagieren sich dort Menschen, die man immer wieder in unserer Community antrifft.

Weitere Informationen und Details folgen in den kommenden Tagen. Robin kümmert sich um das leibliche Wohl der Gäste. Falls alles klappt, werden wir einen Pizza-Meister vor Ort haben. Und was ganz wichtig ist (und was ich immer wieder vergesse, zu erwähnen): Die Ubuntu-Release-Party ist bis auf die Getränke und die Verpflegung kostenlos. Jedermann ist herzlich eingeladen, an unserer Party teilzunehmen und natürlich auch teilzugeben. Ich freue mich auf den 30. April 2011 im ZLI zu Winterthur!

The next version of Ubuntu is coming soon

Lernen rund um Open-Source und Ubuntu

Sonntag, 13. Februar 2011

Im Verlaufe dieser Woche konnte ich viele Gelegenheiten zum Lernen wahrnehmen. Nicht nur hier, auf diesem kleinen Blog, sondern auch ausserhalb in der Community und am Arbeitsplatz. Besonders freut mich die aktive Leserschaft hier, welche mich durch Kommentare immer wieder auf neue Fährten und Ideen bringt. Dadurch gelingt es mir ab und zu, Neues zu entdecken und das mündet in Lernen. Das ist meiner Meinung nach die ausgeprägte Stärke der Community rund um freie Software. Und es können nicht nur jene partizipieren, welche programmieren können; alle können sich – wenn sie denn wollen – daran beteiligen, mit welchen Betätigungen auch immer.

Worüber die Leserschaft, Gregor und ich diese Woche geschrieben und studiert haben, sieht man schön in diesem Wordle-Bild. Es nutzt die Ausgabe eines Feedes und errechnet daraus ein Wortbild.

Angetrieben durch den Kommentar von Tomboy setzte ich mich mit der Entwicklergemeinschaft von GnuCash und AqBanking in Verbindung und traf dort auf Martin, der für das AqBanking zeichnet. Wir werden nun einen weiteren Anlauf nehmen, so dass vielleicht dereinst GnuCash wieder eine Schnittstelle zur Postfinance bekommt. Mein Part dabei ist recht klein und nebensächlich. Trotzdem freue ich mich, dass ich mithelfen darf.

Aber auch die Kommentare im Beitrag zu Thunderbird beinhalten einige Perlen, die sich zu lesen lohnen. Wer den Donnervogel als Mailprogramm nutzt, stösst in den Beiträgen der Leser sicherlich auf die eine oder andere Erweiterung. Ausserdem wird es an unserer Relase-Party vom 30. April 2011 für uns alle wieder eine Menge zum Lernen geben und wohl auch reichlich Gelegenheiten, Wissen weiter zureichen. Die Diskussionen rund um eine Ubuntu-Maus präsentieren doch in wunderschöner Weise die Spiessbürgerlichkeit von uns Schweizern und zeitgleich die Offenheit der (deutschen) Community. Und schliesslich bietet das Buch, an dem Dirk mitgewirkt hat, eine ganze Menge Inhalt zum Lernen, Verstehen und natürlich auch, um es in der Praxis zu begreifen.

Heute ist Sonntag. Da darf ich – zu Ehren der Abwechslung – auch mal etwas schreiben, das der Sonntagspredigt des Lokalpfarrers entlehnt sein könnte. Lernen in der Community macht nicht nur Spass, es bringt tatsächlich auch Vorsprung und zugleich eine Weitsicht, die in der Welt der verschlossenen Quellen in der Weise nicht anzutreffen ist. Und dazu gehört auch die Community von Ubuntu, die in letzter Zeit arg strapaziert wurde. Der Aufstieg zur meist genutzten Linux-Distribution treibt Herausforderungen an den Tag, die nicht leicht zu lösen sind. Wir kennen das aus der Geschichte: Je entwickelter eine Gesellschaft ist, umso näher steht sie an ihrem eigenen Abgrund. Diese Gefahr dürfte auch bei einem einzelnen Glied einer Kette bestehen; so auch bei der Community rund um Ubuntu. Solange der Grundsatz, etwas gemeinsam zu tun oder zu erschaffen, um es möglichst allen zur Verfügung zu stellen, an der Oberfläche bleibt, bestehen intakte Chancen, dass es unsere Community noch eine ganze Zeit geben wird. Und wenn wir unsere restriktive Haltung gegenüber dem Kommerz und dessen Verzahnung mit der “übrigen Welt” von Zeit zu Zeit überdenken, dürfte nicht mehr viel schief gehen können. Über all diesen wirren Gedanken steht ein weiterer, wichtiger Grundsatz: Community soll Spass machen und die Tätigkeiten darin sollen Anlass zum Erzeugen von Humor geben. Ansonsten entzieht man ihr die Seele und damit die Essenz.

Ubuntu-Release-Party am 30. April 2011 in Winterthur

Donnerstag, 10. Februar 2011

Nach fast einem Jahr seit unserer letzten Release-Party wird es wieder einmal Zeit, dass wir in der Schweiz etwas aktiver werden. Es ist bedenklich ruhig geworden hier. Zum Teil trug auch ich dazu bei, dass es stiller wurde. Familie, Beruf und Freizeit nehmen ihren berechtigen Raum ein und dann leidet während gewissen Epochen die Community etwas. Jetzt aber entschlossen wir uns zur Durchführung einer weiteren Party, passend zum Erscheinungstermin der nächstfolgenden Ubuntu-Version Natty Narwhal 11.04.

Jene Version soll gemäss Release-Planung am 28. April 2011 in der finalen Version erscheinen. Bisher hatte Canonical in seiner ganzen Geschichte nach meinem Wissen zwei verspätete Erscheinungstermine zu verzeichnen. Nämlich die erste Version mit Long Term Support, Dapper Drake 6.06 mit ungefähr zwei Monaten und die jüngste Version mit langem Support, Lucid Lynx 10.04 mit einem Tag.

Deswegen dürfte man davon ausgehen, dass der geplante 28. April für die finale Version gehalten werden kann. Allerdings baut Canonical just eine “neue” Arbeitsumgebung mit Unity, welche erstmals in der 11.04 in der Weise ausgeliefert werden soll. Und im Moment läuft die zweite Alpha-Version damit eher schlecht als recht. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die neue Version pünktlich bekommen werden und schmiegen uns mit dem Datum der Release-Party nahe an den Termin der Erscheinung von Ubuntu Natty Narwhal an: Am 30. April 2011 werden wir wieder im ZLI zu Winterthur ab 15:00 Uhr eine Release-Party mit mannigfaltiger Abwechslung und einem schönen Programm anbieten können. Wir stehen noch ziemlich am Anfang der Planung und Organisation, aber wir vertrauen auf unsere Erfahrung und auf die inzwischen gereiften Freundschaften in der Community.

Ich freue mich auf die Arbeit in der Community mit alten, vertrauen Gesichtern und neuen Menschen. Wir richten auch diesmal die Party auf zwei Zielgruppen aus: Menschen, die Ubuntu (oder Linux) kaum oder gar nicht kennen und die ersten Berührungen erfahren möchten und auf die Benutzer, die Ubuntu schon gut oder etwas besser kennen. Zu gut Schweizerdeutsch: Es hät für alli öppis. In dem Sinne schlage ich vor, dass der 30. April in die Agenda eines jeden (künftigen) Linux-Menschen gehört – natürlich mit dem Vermerk Ubuntu-Release-Party im ZLI zu Winterthur ab 15:00 bis ca. 23:00 Uhr.

Der Ubuntu-Wochenrückblick ist erneut auferstanden

Dienstag, 04. Januar 2011

Zum Glück widerstehen die guten Dinge den dunklen Drohungen seitens des Gevatters Tod. (Ich bin mir nicht sicher, ob es des Gevatter Todes oder des Gevatters Tod heisst.) So auch der legendäre Ubuntu-Wochenrückblick, der ja dem Tod schon einige Male direkt in das Auge geschaut und sich erfolgreich davon angewendet hat. Mit dem Wiederauferstehen des UWR sind auch einige Neuigkeiten darin zu vermelden. So heisst es im aktuellen UWR unter dem Titel „In eigener Sache“:

Wieder haben einige Änderungen ihren Weg in den UWR gefunden. Diese „experimentellen Änderungen“ sind jedoch noch kein fester Bestandteil des UWR. Deshalb (und um weitere mögliche Änderungen zu ergünden) möchten wir die interessierten Leser und Leserinnen bitten, sich an der Diskussion zur Verbesserung des UWR zu beteiligen. Hier werden noch bis Montag, den 10.Januar 2011 Vorschläge gesammelt, über die anschließend abgestimmt wird. Ein entsprechender Aufruf wird im UWR 02-2011 folgen.

Aufrufen möchten wir euch schon jetzt am UWR mitzuarbeiten. Ob es die Überprüfung oder Korrektur eines Satzes ist oder ob ihr eine Neuigkeit hinzufügt ist gleichwertig. Wichtig ist jedoch, dass ihr am UWR mitarbeitet (und seien es nur wenige Sekunden, die ihr damit verbringt). Er ist ein Gemeinschaftsobjekt und lebt nur von der Community – also nur von euch. Lasst euch im Übrigen nicht von den Neuerungen ablenken, der Hauptteil des UWR sollen immer noch die Meldungen rund um Ubuntu und Linux sein.

Vielleicht kann ich auch dieses oder jenes Mal meinen Beitrag dazu leisten. Wer sich daran beteiligen möchte, findet hier die nötigen Informationen dazu. Immerhin ist mit dem Weiterführen des UWR nun auch gesichert, dass RadioTux seine Weekly-News aus dem Bereich Ubuntu weiter präsentieren kann. Das freie Radio darf die Inhalte vom UWR per Lautsprache weiter verbreiten. Und das machen wir bei RadioTux schon seit bald zwei Jahren, nämlich seit der Kalenderwoche 15 vom Jahr 2009.

An dieser Stelle sende ich ein dickes und fettes Dankeschön an das UWR-Team. Schön, dass es weitergeht!

Die Entwicklung der Ubuntu-Community

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Für die aktuelle Weihnachtssendung auf RadioTux habe ich mir ein paar Gedanken zu Ubuntu und seiner Gemeinschaft sowie zu seiner “Mutter” Canonical gemacht und damit einen Beitrag getextet und gesprochen. Als Ergänzung zur Sendung liefere ich hier den Text zum Nachlesen:

Ubuntu hat sich seit dem 20. Oktober 2004 zur weit verbreitetsten Linux-Distribution weltweit entwickelt. Damals startete das auf Debian basierende Linux mit der ersten Version Warty Warthog oder 4.10. Die erreichte Verbreitung alleine ist sicherlich noch kein Qualitätsmerkmal. Doch berücksichtigt man, dass sich über und mit Ubuntu sehr viele Menschen zu Linux bewegen, so hat Canonical, die Firma hinter Ubuntu, wohl eine reife Leistung gezeigt. Obschon es Mark Shuttleworth, dem Gründer von Ubuntu, bisher noch nicht gelungen ist, seinen Bug Number One zu fixen – nämlich Windows vom Thron zu stossen – verbreitet sich Ubuntu schnell; auch unter den Windows-Nutzern. Zwar nutzen laut einer nicht repräsentativen Umfrage vom Magazin Ubuntu User fast 80 Prozent aller Ubuntu-Nutzer im deutschsprachigen Raum nebst dem Linux auch noch ein Windows; mehrheitlich zum Gamen.

Mittlerweile stehen wir bei der Version 10.10 oder Maverick Meerkat. Die erste Alpha-Version der nächstfolgenden Ausgabe namens Natty Narwhal, welche in der finalen Version im April 2011 erscheinen soll, steht zum Download bereit. Ubuntu ist heute einfach und schnell per USB-Stick oder CD auf nahezu jeder x86er-Hardware installiert, ein Live-System sorgt für diejenigen Nutzer vor, die kein Ubuntu fix auf ihrer Platte haben wollen oder Ubuntu vor der eigentlichen Installation austesten möchten. Die Zukunft von Ubuntu verspricht Abwechslung und vor allem unkonventionelle Wege, wie wir beispielsweise zum Thema Unity und Wayland berichtet haben. Rein technisch gesehen dürfte sich Canonical auf dem richtigen Weg befinden, wenn denn auch nicht alle Beobachter dergleichen Meinung sind, was auch in Ordnung, wenn nicht sogar nötig ist. Es dürfte Ubuntu und seinen Nutzern entgegenkommen, wenn sich Canonical einmal mehr etwas von den andern Distributionen abhebt und etwas eigenständige, wenn auch manchmal eigenartig anmutende Wege geht. Allerdings sollte dies im Sinne der Nutzerschaft passieren und nicht bloss, um dem allgegenwärtigen und modernen Gott des Geldes zu huldigen.

Und damit sind wir auch schon beim Thema; nämlich bei der Community rund um Ubuntu. Da tut sich in letzter Zeit einiges schwer; mindestens aus dem Blickwinkel einiger engagierter Benutzer. Canonical scheint sich kaum um die tüchtigen Community-Leute da draussen, welche grosse Teile ihrer Freizeit in die Gemeinschaft stecken, zu kümmern. Weder an der ordentlichen Ubucon vom Oktober 2010 in Leipzig war ein Vertreter von Canonical zu sehen, noch an der Konferenz von OpenSUSE, obschon eine Einladung seitens Novell vorlag. Auch an den Veranstaltungen rund um Linux ist das Unternehmen eher selten anzutreffen. Einzig am diesjährigen LinuxTag zu Berlin war Mark Shuttleworth kurz anwesend. Die Unterstützung an diejenigen Privatiers, welche für die Ubuntu-Gemeinschaft an diverse Veranstaltungen rund um freie Software reisen, um dort Ubuntu zu zeigen und zu repräsentieren, ist nicht oder nur minimal vorhanden. Es geht hierbei nicht um Geld, sondern um Unterstützung ganz allgemein. Hier verhält sich Canonical zu wenig verantwortlich und vor allem kaum kollegial und in keiner Weise integrativ.

Canonical ist für die deutschsprachige Gemeinschaft kaum sichtbar. Stattdessen bemerken viele Benutzer die Anstrengungen, das Unternehmen wirtschaftlich fit zu kriegen. Sei es mit UbuntuOne oder dem SoftwareCenter und dessen kommerziellen Inhalten. Immerhin – und das dürfte wohl positiv zu bemerken sein – hat Canonical einen Grosskunden in der französischen Gendarmerie gefunden. Dennoch: Geld verdienen ist in Ordnung und jedes Unternehmen muss sich früher oder später unserem Wirtschaftssystem unterwerfen – sofern es überleben will – die Bedecktheit von Canonical in der deutschsprachigen Gemeinschaft dürfte dem Unternehmen längerfristig eher schaden als nützen. Etwas mehr Gemeinsinn dürfte Canonical nicht schlecht stehen, zumal es ja durch Ubuntu predigt, dass das Menschsein im Vordergrund stünde.

Daneben bemerken einige exponierte Mitstreiter in der Gemeinschaft, dass sich Ubuntu in der Umgebung der Community immer mehr und mehr zu einem Selbstbedienungsladen entwickelt. Die Menschen kommen bei den Plattformen wie ubuntuusers.de oder dem deutschen Loco-Team vorbei, beziehen Wissen, Erfahrungen und verschwinden wieder, ohne es weiterzureichen. Freilich, dazu besteht keine Pflicht, aber schöne wäre allemal, zumal sich das freie Wissen ausschliesslich durch Weitergabe ausdehnen kann. Diese Gefahr ist bei einer Einsteiger-Distribution wie Ubuntu natürlich grösser als bei einem Linux, das Insidern und Cracks vorbehalten bleibt. Trotzdem verschwindet die Tugend der Freiheit immer mehr aus der Gemeinschaft. Wie in manch andern gemeinnützigen Organisationen sind es einige wenige Menschen, die den Karren ziehen und viel Engagement und Ausdauer zeigen. Nicht ganz ohne Eigennutz, den der Lohn folgt oft in Form von Anerkennung, den es in der Welt der Wirtschaft in der Form deutlich weniger gibt.

Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Kinder von Ubuntu das Unternehmen Canonical daran erinnern, was Ubuntu dereinst sein wollte. Eine Linux-Distribution für alle und mit allen. Das, was das Menschsein aber auch den Glauben an ein universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet, ausmacht, sollte sich in Ubuntu wiederfinden. So mindestens sagte es Mark Shuttleworth. Canonical soll Geld verdienen, denn schliesslich ziehen alle, die Ubuntu in irgendeiner Weise nutzen, einen Vorteil daraus. Der Ton macht die Musik.

Es ist Weihnachten. Manche Wünsche werden erfüllt, andere nicht. Das gilt sowohl für die Gemeinschaft selbst, jedem Mitglied daraus und seinem persönlichem Engagement gegenüber der freien Software und selbstverständlich auch für Canonical. Feindbilder haben wir genug; wir brauchen keines mehr. Stattdessen fehlen uns wohl eher Vorbilder, gerade dort, wo sich die Wirtschaft und die freie Software und deren Gemeinschaften begegnen. Es ist Weihnachten. Manche Wünsche werden erfüllt.

Hier geht es zur Weihnachtssendung von RadioTux.

Der Ubuntu-Wochenrückblick stirbt noch einmal

Dienstag, 21. Dezember 2010

Ziemlich genau vor einem Jahr schrieb ich schon einmal trauernde Worte rund um den Ubuntu-Wochenrückblick. Damals entschied man sich, den Rückblick zugunsten einer kurzen Zusammenfassungen sterben zu lassen, was dann aber doch nicht geschah. Der UWR bestand weiterhin, bis heute. Und ich durfte die meist sehr gut aufbereiteten Informationen für RadioTux vertonen. Jetzt scheint er wieder auf der Bahre zu liegen; aus denselben Gründen wie letztes Jahr: Es sind zu wenig Menschen da, die sich aktiv beteiligen wollen und / oder können. Das Zusammentragen und Redigieren der Infos rund um Linux und Ubuntu geschieht nicht von alleine; es braucht Einsatz, Zeit, Lust und Engagement.

Im Moment meine ich zu erkennen, dass es der deutschen Ubuntu-Community gar nicht so gut geht. Vieles geht schief, an machen Orten passiert gar nichts und dort, wo noch gearbeitet wird, müllt man sich mit internen Regeln dermassen zu, dass ein flüssiges Arbeiten nicht mehr möglich ist. Das deutsche LoCo-Team ist am Ende pfeifft aus den letzten Löchern und damit ist die Durchführung der Ubucon als grösste deutschsprachige Veranstaltung rund um die Gemeinschaft von Ubuntu nicht mehr sichergestellt.

Aus privaten Gründen musste ich mich ziemlich stark aus der Community zurückziehen und komme nur langsam wieder in die Gänge. Offenbar gehört es heute zum guten Ton, diejenigen Posten in der Community zu besetzen, welche am ehesten zu Ruhm und Ehre führen. Dirk hat das neulich treffend beschrieben. Dafür bleiben diejenigen Posten, die Knochen- und Fliessbandarbeit fordern, unbesetzt. Das geschah ganz offensichtlich auch beim UWR-Team. Alleine stemmt ein solcher Rückblick niemand; dazu braucht es ein Team von engagierten “OpenSourclern”.

Es wird deutlich kühler rund um Ubuntu, finde ich. Es gibt sicherlich weitere sehr gute Linux-Distributionen, das steht für mich ausser Frage. Ich entschied mich damals für Ubuntu, weil es einfach zu bedienen ist und weil mich die Gemeinschaft und der Grundgedanke von Ubuntu begeistert hat. Diese Begeisterung verzieht sich langsam, Nebel steigt auf. Selbstverständlich gehöre ich auch zur Gemeinschaft und somit trage meinen Teil an der Verantwortung mit. Ich weiss, dass ich mich noch mehr hätte engagieren können. Es ist alles eine Frage des Masses und – bei offenen Gemeinschaften ohnehin – eine Frage des Wollens.

Gemeinschaften entwickeln sich oder gehen in die andere Richtung, sterben gar. Das gehört zum Leben und zum Sein. Ubuntu hat sich aus meiner Sicht während den letzten Monaten stark verändert; auch durch und mit Canonical. Nicht alles, was passierte, finde ich gut. Einiges davon halte ich für falsch, anderes ist weniger wichtig. Wir werden sehen, was und das Neue Jahr beschert.

Auf jeden Fall ist es mehr als schade, dass der UWR verschwinden soll. Wer Lust und Zeit hat, kann sich gerne einbringen und mithelfen, den UWR am Leben zu erhalten.

Blog des Jahres bei t3n

Montag, 13. Dezember 2010

Überall ist es zu lesen und das dürfte wohl auch der Sinn der Sache sein: t3n, das deutsche Magazin rund um Web und OpenSource lässt durch seine On- und Offline-Leser das Blog des Jahres wählen. Eine wirklich gelungene Kampagne; für die Leser, die Blogbetreiber und nicht zuletzt für den Veranstalter selbst. Auf t3n ist dazu zu lesen:

Mit der Wahl zum „Blog des Jahres“ wollen wir zeigen, wie vielfältig, spannend und lebendig die deutschsprachige Blog-Landschaft ist. Wir verneigen uns vor der Arbeit vieler Blogger, die ihre Seite oft unentgeltlich als Freizeitprojekt oder auch als Einzelkämpfer betreiben. Häufig ist es offensichtlich, dass die Blog-Betreiber für ihr Thema „brennen“, dass sie sich auskennen und mit Leib und Seele dabei sind. Blogs sind die perfekte Ergänzung zu den großen News-Portalen, denn Blogs sind meistens dichter dran, wissen in ihrem Fachgebiet bestens Bescheid und haben keine Angst davor, ihre Meinung zu äußern. Dafür mögen und schätzen wir Blogs.

Dieses bescheidene Blog hier ist auch unter den “erlauchten Produkten” zu finden und deswegen erlaube ich mir ganz frech, Werbung in eigener Sache zu tun. Falls das, was wir zu Dritt hier schreiben und reden, in etwa in Euer Geschmack passt, dann stimmt doch bitte für uns. Das kann man ganz leicht hier tun und unser Blog erscheint ziemlich weit unten unter dem richtigen Namen ubuntublog.ch Danke!