Mit ‘Desktop’ getaggte Artikel

Ubuntu 11.04 Natty Narwhal Alpha 2 im Test

Samstag, 05. Februar 2011

Seit einigen Tagen steht die 2. Alpha-Version von Ubuntu Natty Narwhal zur Verfügung. Es handelt sich dabei noch immer um eine Entwickler-Version, welche keinesfalls produktiv eingesetzt werden sollte. Ausserdem schreibt das Magazin Ubuntu User, dass die Alpha-Version von Ubuntu 11.04 im Vergleich zur 10.10 und 10.04 eher instabil sei:

Ein kurzer Test von Ubuntu 11.04 macht schnell klar, dass auf die Entwickler noch einiges an Arbeit wartet. Man sollte die neue Version also nicht auf einem Produktivsystem einsetzen. Compiz und andere Komponenten stürzen noch recht häufig ab, es gibt Verzögerungen beim Aufrufen des Dash und insgesamt macht der Desktop noch einen inkonsistenten Eindruck. Zwar ist das für eine Alpa-Version nicht ungewöhnlich, mit den letzten Alpha-Versionen von Ubuntu 10.04 und 10.10 ließ sich im Vergleich allerdings schon einigermaßen arbeiten.

Vor einigen Tagen versuchte ich, die erste Alpha-Version auf mein ThinkPad R61 zu bringen, was mir aber misslang. Schon beim Hochfahren des Images ab einem USB-Stick fing meine Festplatte an zu rattern und hörte damit nicht auf, bis der flüchtige Speicher offenbar zugemüllt war und das System dann bockig stehen blieb. Ausserdem hätte ich beim R61 ohne die Treiber von nvidia keine 3D-Unterstützung, so dass Unity nicht von Beginn an hätte laufen können.

Mit der zweiten Alpha-Version mache ich nun einen erneuten Versuch; diesmal nutze ich dazu aber das Netbook aus dem Hause Lenovo, den S12. Ebenfalls mit einem USB-Stick, auf dem sich die ISO der 32-bit Version befindet, fahre ich das System hoch. Weil der S12 einen unfreien Treiber für den WLAN-Chip benötigt (Broadcom STA), nutze ich während der Installation eine physische Schnur zu meinem Router. Das Starten ab dem Stick dauert seine Zeit, das System bleibt oft stehen und ruht sich gemächlich aus, bevor es dann weitergeht. Was es genau macht und weshalb es sich derart Zeit nimmt, kann ich nicht in Erfahrung bringen. Die Installation über die Desktop-Version ist einfach wie immer und die benötigten Informationen sind schnell eingegeben. Dennoch benötigt die Installation fast eine Dreiviertelstunde, wobei ich zeitgleich die aktuellen Pakete holen lasse.

Nach der Installation starte ich das Teil zum ersten Mal und stelle dann fest, dass Ubuntu 11.04 eher etwas zäh wirkt. Ausserdem hat die Installationsroutine die Aktualisierung der Pakte nicht vorgenommen. Das hole ich dann rasch nach, nachdem ich mich zunächst etwas oberflächlich mit Unity und dem Dash auseinandersetze. Ich finde nämlich das Terminal nicht gleich auf Anhieb ;-)

Dann installiere ich den unfreien Treiber für den WLAN-Chip. Offenbar ist es nicht mehr notwendig, das Root-Kennwort einzugeben, um den Treiber zu aktivieren. Das ist aber ein Fehler, zumal die Installtion des Treibers sehr schnell geht; mit dem Resultat, dass er nicht läuft.

Also deinstalliere ich den Treiber, worauf Ubuntu nun tatsächlich ein Root-Kennwort haben will und bei der erneuten Installation ebenfalls. Zudem lese ich diesmal, dass ein Neustart erforderlich ist, um den Treiber zu aktivieren. Danach funktioniert die WLAN-Verbindung, allerdings nur mit wicd.

Kristian Kissling vom Magazin Ubuntu User hat durchaus Recht: Ubuntu 11.04 in der zweiten Alpha-Version ist sehr instabil. Wohl deshalb, weil Unity und damit einige Neuerungen im System verbaut und noch nicht ausgereift sind. Unity stürzt bei mir bei jedem Systemstart ab, manchmal nach zwei Minuten, häufig etwas später. Die Dash ist so in der Art noch nicht zu gebrauchen, weil sie erstens dermassen verzögert daherkommt und zweitens oft nicht richtig funktioniert.

Das Wichtigste in Kürze, was die Neuerungen von Ubuntu Natty Narwhal betrifft: Unity ist die neue Arbeitsumgebung, wobei Gnome nach wie vor als Basis von Unity herhalten darf. Alternativ kann man aber auch eine Gnome-Session startet. Wenn Hardware verwendet wird, welche keine 3D-Unterstützung anbietet, wird ohnehin eine 2D-Gnome-Session eröffnet. Panel-Applets gibt es nicht mehr, stattdessen können Indikatoren eingesetzt werden. LibreOffice ist mit an Bord, zulasten von OpenOffice.org. Kernelseitig kommt die Version 2.6.38 RC2 zum Zug. Einige Standard-Programme haben geändert, das ist jedoch für mich sekundär. Ich installiere meine Lieblingsapplikationen ohnehin nachträglich. Genauere Informationen zu 11.04 (Alpha 2) gibt es auf dem Wiki von ubuntu.com.

Die zweite Alpha-Version von Ubuntu 11.04 Natty Narwhal ist für Neugierige vielleicht interessant. Mit Alpha-Versionen sollte man nie arbeiten. Dennoch habe ich das bei Ubuntu eigentlich immer getan; meist ab der zweiten Alpha nutzte ich das System bereits produktiv. Bei der 11.04 sind einige grundlegenden Änderungen an der Arbeitsumgebung angebracht worden, was dazu führt, dass man die Qualität der vergangenen Alpha-Versionen hier nicht erwarten darf. Mit dieser Version (Stand 5.2.11) kann man schlichtweg nicht arbeiten, weil dem Benutzer nach kurzer Zeit die Arbeitsumgebung unter dem Ar*** weggezogen wird. Es gibt noch viel zu tun. Unterstützen kann ich die Jungs nur damit, dass ich fleissig die Fehlermeldungen einschicke.

cairo-clock: Die exakte Uhr für den Desktop

Freitag, 05. November 2010

Wer eine ansprechend schöne Uhr für den Desktop braucht, dürfte in Cairo-Clock eine gute Alternative zu anderen Zeitzeigern finden. Entwickelt hat die Uhr dereinst Mirko Müller; es gibt eine PPA dazu. Die ist aber mittlerweile überholt, die aktuelle Version ist in den Paketquellen (universe) enthalten. Die Uhr lässt sich per Konsole mit

sudo apt-get install cairo-clock

installieren. Die Applikation ist natürlich auch im Software-Center vorhanden. Dort liegt sie unter dem Zubehör. Die Beschreibung zum Programm klingt spannend:

Diese analoge Uhr zeigt die Systemzeit an. Das Programm verhilft den neuen visuellen, von Xorg 7.0 angebotenen Fähigkeiten in Verbindung mit einem compositing-manager (z.B. xcompmgr oder compiz), gtk+ 2.10.0, cairo 1.2.0, libglade 2.6.0 und librsvg 2.14.0 zum Durchbruch. Gemeinsam erzeugen sie eine Zeitanzeige mit hübschen Pixeln.

Nach der Installation ist die Uhr im Gnome-Menü unter Anwendungen / Zubehör / MacSlow’s Cairo-Uhr zu finden. Nach dem Start wird eine Uhr auf dem Desktop gezeichnet, die mit einem Rechtsklick die Optionen anzeigt. Die Einstellungen sind selbstsprechend klar. Die 24-Stunden-Anzeige auf einem analogen Zifferblatt ist etwas gewöhnungsbedürftig, deswegen steht ja auch eine zwölf-Stunden Anzeige zur Verfügung.

Die Grösse der Uhr lässt sich nach Vorgaben einstellen oder frei wählen. Bei mir überlebte das Programm die Anweisung, eine 1’000 Pixel breite Uhr zu zeichnen, nicht und stürzte ab. Jene Grösse ist wohl sinnfrei, der Spieltrieb darf aber auch mal existieren. Bei einem kleineren Pixelwert tauchten keinerlei Probleme mehr auf. Der Sekundenzeiger hüpft nicht, er fliesst auch nicht über das Zifferblatt, sondern es ist eher ein seichtes Wippen; ganz speziell, klar und sauber herausgearbeitet.

Es gbit verschiedene Motive, um je ein anderes Ziffernblatt anzuzeigen. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich ausgiebig mannigfaltig. Das Beispiel oben zeigt das Standard-Motiv namens default. Mir gefällt die Uhr, auch wenn ich durch das Anzeigen des Zifferblattes nicht mehr Zeit zur Verfügung habe. Wer die Uhr dauerhaft nutzen möchte, kann sie unter System / Einstellungen / Startprogramme den automatisch zu startenden Programmen hinzufügen.

Remmina – ein Remote Desktop Client

Freitag, 07. Mai 2010

Vor einiger Zeit hab ich nach einer Alternative, zu dem in Ubuntu integrierten “Terminal Server Client”-Programm, gesucht. Diese Alternative habe ich in Remmina gefunden. Ein kleines, chices Programm, welches mit GTK+ realisiert wird. Es ermöglicht einem auf entfernte Arbeitsflächen über verschiedene Protokolle zu zugreifen. Aktuell werden das Remote Desktop Protocol (RDP), das X Display Manager Control Protocol (XDMCP) und Virtual Network Computing (VNC) unterstützt. Zudem können die Zugriffe, bei Bedarf, durch einen SSH-Tunnel geleitet werden.

Remmina steht unter der GNU GPL und ist somit frei verfügbar.

Das Projekt wird hauptsächlich über Sourceforge verwaltet. Es steht auch ein PPA auf Launchpad bereit. Auf der Projektwebseite wird darauf hingewiesen, dass es möglich ist, dass Betaupdates über das PPA verteilt werden könnten.

Für Gnome und Xfce gibt es zudem eine Panelintegration. Dafür werde zwei zusätzliche Pakete angeboten.

Remmina Einstellungen

Remmina verwöhnt einem mit sehr ähnlichen Möglichkeiten, wie der TS-Client. Zumal die beiden Programme im Hintergrund teilweise auf die selben Mittel zurückgreifen (rDesktop).

Im Gegensatz zu dem üblichen Ubuntu TS-Clienten werden die Kennwörter mit Triple-DES und einem zufälligen Schlüssel verschlüsselt gespeichert. Der Schlüssel, welcher für die Entschlüsselung benötigt wird, liegt jedoch im selben Verzeichnis wie die Konfiguration. Er kann auch nicht selbst festgelegt werden. Somit erhöht dies nur bedingt die Sicherheit.

An Remmina finde ich schön, wie ich meine Verbindungen gruppiert speichern kann.  Der deutschen Übersetzung fehlen zwar noch ein paar Wörter, doch macht das Programm im ganzen einen sehr sauberen und professionellen Eindruck auf mich.

Adobe Air und Twhirl unter Debian

Montag, 10. August 2009

Den Twitter- und identi.ca-Clienten gwibber habe ich ja unter Debian zum Laufen gebracht. Das Teil ist auch nicht schlecht, aber es fehlen mir einige Sachen, wie das Vergrössern des Eingabefeldes oder das Taggen von Beiträgen. Und so suchte ich noch etwas weiter, fand aber nichts Brauchbares.

So habe ich mich einmal wieder mit Adobe Air beschäftigt. Die Engine gibt es ja seit geraumer Zeit auch für Linux. Dazu lädt man sich die Datei AdobeAIRInstaller.bin herunter, macht sie ausführbar und ruft sie hernach mit Root-Rechten zum Installieren auf:

[Pfad zur Datei]./AdobeAIRInstaller.bin

Die Installation läuft grafisch ab und ist einfach. Danach kann man sich die verschiedenen Applikationen dazu nachladen und nutzen.

Adobe AIR einrichten

Mich interessiert vor allem die Adobe Air Applikation Twhirl, denn die unterstützt auch den Dienst identi.ca, was beispielsweise TweetDeck nicht tut. Aktuell gibt es die Version 0.9.2 zum Download.

Die heruntergeladene Datei twhirl-0.9.2.air lässt sich dann simpel mit einem Doppelklick installieren.

Anwendung installieren

Danach muss man sich bloss noch die Accounts einrichten und kann loslegen. Twhirl bietet einiges mehr als gwibber und bindet sich soweit auch ganz gut in den Desktop ein. Ab und an hustet der Client ein bisschen, das hat aber wohl eher mit den Problemen im Zusammenhang mit der Verwaltung des flüchtigen Speichers von Adobe Air als mit Twhirl selbst zu tun.

Twhirl

Ausserdem muss man sich im Klaren sein, dass Adobe Air und die Applikationen mitunter eine Gefahr für das System darstellen können. Was da genau abgeht, entzieht sich der Kontrolle des “normalen” Benutzers. Auch die Speicherprobleme können lästig sein. Wer sich diesen Einschränkungen und Risiken bewusst ist, findet mit Twhirl einen guten Clienten für Twitter und Konsorten.

Compiz und alles wird gut

Freitag, 15. Mai 2009

Compiz kenne ich schon länger, “arbeitete” aber niemals wirklich damit. Einerseits wirkte ich lange Zeit mit Debian und wollte dort vor allem auf schwächerer Hardware das Beste rausholen und später interessierten mich die Effekte nicht besonders.

Seit etwa einem Jahr arbeite ich auf einem ThinkPad und erst gestern kam ich via Ubuntu Tweaks auf die Idee, die Effekte zu testen. Und ich bin wirklich sehr positiv überrascht, was Compiz da alles aus der Kiste rausholt. Bei diesem Gerät ist irgend eine Standard-NVIDIA-Karte (NVIDIA-Quadro-NVS-140M) drin, die wohl nicht besonders viel leistet. Aber für den Würfel reicht es allemal.

Compiz und der Würfel

Ebenfalls sehr begeistert bin ich von der Einfachheit der Einrichtung. In ein paar Minuten steht der Würfel und ist konfiguriert. Und wenn man dann noch Lust verspürt, kann man den ganzen Tag und die halbe Nacht damit verbringen, Dinge auszutesten. Die Transparenz ist einfach super; man sieht sogar ein abspielendes Video auf der gegenüberliegenden Seite des Würfels. Ich nutze dazu den CompizConfig Einstellungs-Manager. Es gäbe da noch die etwas einfachere Variante namens Einfacher CompizConfig Einstellungs-Manager.

Was ich nicht hinbekommen habe, ist die Besetzung der oberen und unteren Seite des Würfels mit einem virtuellen Desktop. Offenbar geht das mit Compiz nicht. Im Wiki von ubuntuusers.de gibt es einen ausführlichen Artikel zum Einrichten von Compiz.

Ubuntu-Desktop-Wetter mit Weather wallpaper

Dienstag, 28. April 2009

Beim Stöbern auf gnomefiles.org – übrigens eine spannende Sache für verregnete Sonntag Nachmittage oder langweilige Abende – bin ich auf ein Tool gestossen, das versucht, das aktuelle Wetter eines bestimmten Standorts auf dem Desktop abzubilden.

gnomefiles.org

Und offenbar gelingt es ihm ganz gut. Die kleine Applikation nennt sich Weather wallpaper und fügt sich schön in einen Gnome-Desktop ein. Auf der Website gibt es dazu ein fertiges *.deb-Paket, alternativ steht das Teil auch im Launchpad zur Verfügung.

This application requires GTK+ version 2.2.x. Other dependencies include: python, python-gtk2 (>= 2.10.0), inkscape, imagemagick, python-pymetar

Nach der Installation steht das Programm im deutschen Gnome-Hauptmenü unter Anwendungen / Zubehör / Weather wallpaper zum Starten bereit. Will man es nach dem Anmelden immer ausgeführt haben, muss es noch zu den automatisch startenden Programmen hinzugefügt werden:

System / Einstellungen / Startprogramme, dann hinzufügen klicken und beim Namen einen frei wählbaren Text eingeben und dann den Befehl eintragen:

weather-wallpaper

Fertig. Das Programm erzeugt eine Ikone im Systray; von dort aus sind die Einstellungen erreichbar. Zunächst sollte dort der richtige Wert im Feld ICAO eingetragen werden. Den findet man einfach auf der Website des Telecommunication Operations Center.

Einstellungen

Weiter lässt sich das Ausgabeformat definieren, einen Proxy bestimmen und das Hintergrundbild könnte noch positioniert werden. Sieht ganz toll aus, erinnert an Flash.

Wetter auf dem Dsktop

Weather wallpaper ist meiner Meinung nach ein witziges Tool, um damit seinen Desktop den Wetterlaunen statt den seinen anzupassen. Auf jeden Fall scheint mich nun der volle Mond nicht nur am real existierendem Himmel an, sondern auch vom Klapprechner her.

Instiki Desktop-Wiki unter Ubuntu

Freitag, 20. März 2009

Gestern Abend las ich auf Rorschachs TagebuchRorschach wäre ja so nahe meiner fernen Heimat am lieblichen Bodensee – etwas über ein Desktop-Wiki namens Instiki, welches unter Windows, Mac OS und Linux laufen würde und auf Ruby aufsetzt. Das wollte ich kurz vor dem Schlafengehen noch testen und passiert ist das, was ich immer erlebe, wenn ich noch “rasch” etwas erledigen will…

Zunächst musst mal Ruby so auf meinen Ubuntu-Chlapf installiert werden, dass alle Bibliotheken und das Framework verfügbar sind. Gefunden habe ich etwas bei den englischen Freuden der Ubuntu-Gemeinde:

sudo aptitude -y install ruby1.8 ruby1.8-dev ri1.8 rdoc1.8 irb1.8 ruby1.8-examples libdbm-ruby1.8 libgdbm-ruby1.8 libtcltk-ruby1.8 libopenssl-ruby1.8 libreadline-ruby1.8 ruby

Da braucht es wohl nicht wirklich alle Pakete, aber so haut es bei mir hin. Dann braucht es noch die Pakete Gem und Ruby on Rails. Danach braucht man bloss noch das Wiki selbst herunterzuladen, zu entpacken und dann zu starten:

./instiki

Läuft ganz toll, das Teil! Man kann es über den Localhost auf dem Port 2500 aufrufen, natürlich mit einem Browser seiner Wahl:

http://localhost:2500

bildschirmfoto-yoda-mozilla-firefox

Das Editieren ist recht einfach und meist selbstsprechend gehalten. Interne Links werden wie beim Mediawiki erstellt und danach die Zielseite erstellt. Bei den Bilder musste ich nachlesen, wie das funktioniert. Die Bilder gehören in den Ordner

/public/images

und können per Syntax so aufgerufen werden:

![Alternativ-Text](http://localhost:2500/images/yoda.jpg)

Dabei kann man nebenher in der Konsole schön beobachten, was Ruby tut und ob allenfalls Fehler auftauchen. Ist eine nützliche Sache, finde ich.

bildschirmfoto-romanyoda-ubuntu-desktop-wiki

Ein gutes Desktop-Wiki kann meiner Ansicht nach substanzielle Hilfe und Abhilfe leisten, je nach Einsatzgebiet und Inhalt. Beim Instiki-Wiki lassen sich die Inhalte als HTML-Files exportieren, auch eine Funktion zum Generieren von Feeds ist schon eingebaut. Ganz geil toll finde ich, dass jede Seite auch als LaTeX-Quelltext exportiert werden kann.

Yo, da kann ich nur sagen: Danke für den Tipp, Rorschach!

Der Desktop Globus Marble

Samstag, 06. Dezember 2008

Google Earth kennt ja mittlerweile fast jeder Internaut. Dazu gibt es auch eine Variante für Linux und Ubuntu. Marble ist vom Grundgedanken her in etwa das selbe, wird aber nicht von einer 3D-Hardware-Optimierung unterstützt. Ursprünglich wurde es für KDE geschrieben, entstammt denn auch dem KDE Education Project, aber es gibt auch eine Version für Gnome und weitere Varianten. Das Programm lässt sich einfach und rasch installieren:

sudo apt-get install marble

Die Stärken der Anwendung liegen aus meiner Sicht vor allem in der Einbindung von den OpenStreetMap-Daten, damit lässt sich einiges anstellen. Zwar können in den andern Ansichten auch Entfernungen gemessen oder Informationen zu Städten angefordert werden, aber die Essenz ist im Vergleich zu Google Earth eher spartanisch.

In der Standard-Atlas-Ansicht zeigt das Bild oben der maximale Fokus, näher an die Landschaft oder an Objekte heranzoomen geht nicht. Rechts ist der Bodensee zu sehen. Die Städtenamen sind mit Links versehen, mit denen entweder ein Haltepunkt gesetzt oder weitere Informationen abgerufen werden können.

Immerhin sind bei Zürich Angaben wie die Koordinaten, die Population oder die Nation zu sehen. Mit der zweiten Reiterkarte gelangt man zu Informationen aus Wikipedia. In der “OpenStreetMap-Ansicht” sieht das Ganze dann aber wesentlich leistungsfähiger aus.

Ohnehin bin ich der Meinung, dass im Projekt OpenStreetMap eine grosse Zukunft liegt und deswegen denke ich, liegt Marble ganz richtig, wenn die Anwendung solches freies Kartenmaterial anzieht. Dort sehe ich auch den (noch) einzigen Nutzen von Marble. Die andern Ansichten und Informationen sind aus meiner Sicht noch zu dünn gesät und bieten keinen echten Nutzen, ausser etwas Spielerei. Und wer Freude an solchen Spielen hat, wird sich wohl nicht allzulange gedulden und Google Earth herunterladen. Jene Anwendung ist noch immer – auch unter Linux – eine ganz andere Liga.

Freilich, Google Earth ist nicht frei, hingegen Marble schon. Allerdings sehe ich mit der aktuellen Ausstattung von Marble noch keinen Mehrwert, ansatzweise in der Anbindung der OpenStreetMap-Daten. Es kann aber auch sein, dass das Teil unter KDE mehr zu leisten vermag. Ausserdem schlummern in OpenSource-Projekten meist ungeahnte Kräfte und alles, was noch nicht ist, kann noch werden.

Taskmanager für Ubuntu

Dienstag, 20. Mai 2008

Tasks – oder besser benannt mit Prozesse – lassen sich selbstverständlich unter einem Linux-System verwalten. Der Begriff Task wurde offenbar in diesem Zusammenhang von der ehrenwerten Firma Microsoft geprägt. Er findet denn auch in der Linux-Welt weniger Einzug; man spricht eher von Prozessen. Da aus einem unerfindlichen Grund das Betriebssystem aus Redmond am weitesten verbreitet ist, erhält der Begriff Taskmanager die höchste Treffer-Wahrscheinlichkeit einer gemeinsamen Begriffsdeutung ;-)

Ubuntu liefert denn die beiden Arbeitsinstrumente top und kill gleich mit. Sie sind in der Konsole zu nutzen. Auch auf einem Server sind sie vorhanden. Ebenfalls interessant ist jobs. Ausserdem gibt es als Alternative noch die “statische” Ausführung von top, die sich ps nennt. Ganz gerne arbeite ich auch mit htop, das man sich aber noch zusätzlich installieren muss; das Teil ist aber in den Quellen von Ubuntu enthalten und deshalb ist die Installation einfach:

sudo apt-get install htop

htop

Das aufgemotzte Teil lässt sich auch unter einem System ohne grafische Oberfläche nutzen. Es bietet einige Befehle mehr, besonders in der Verwaltung der einzelnen Tasks Prozesse und ist eben visuell etwas besser aufbereitet, da es sich ncurses zu Hilfe holt. htop ist hier hervorragend beschrieben, eine Befehlsübersicht von top findet sich auf der bäumig aktualisierten Site von ubuntuusers.de.

Unter Gnome bietet sich die Systemüberwachung (System / Systemverwaltung / Systemüberwachung) an. In der Reiterkarte Prozesse kann man die laufenden Arbeiten des Rechners verfolgen und sie anhalten oder abwürgen, beziehungsweise neu starten.

Systemüberwachung

Falls man etwas mehr über kill erfahren möchte, so liest man sich dazu am besten auch gleich bei den Jungs von ubuntuusers.de ein. Gibt es noch andere Tools, die sich zu lohnen testen? Ideen und Links bitte in den Kommentaren hinterlassen oder per Mail senden. Danke!

Krieg mit gtwitter

Dienstag, 29. April 2008

Am BarCamp zu Offenburg besprachen wir unter anderem die Möglichkeiten mit und rund um Twitter. Ausserdem ist ein solches BarCamp absolut dazu prädestiniert, Twitter in vollen Zügen zu nutzen und testen. Sebastian wird dazu wohl noch einen tollen Beitrag auf seinem Blog liefern. Angekündigt hat er zumindest einen. Und so bin ich erschöpfend motiviert in die Eidgenossenschaft heimgekehrt, um am heimischen Debian-Rechner ein Desktop-Tool zu finden, womit es sich bequem und leicht Twittern lässt.

Fündig geworden bin ich bei gtwitter, einem Tool, welches auf GTK+ aufsetzt und nicht zuletzt wegen dem Namen die Nähe zu Gnome suggeriert. Die Site wird auf Google Code gehostet und die stable-Sources von Debian listen das Teil nicht.

In meiner naiven Leichtgläubigkeit habe ich schön brav die Schritte ausgeführt, welche dort beschrieben werden, inklusive der Installation jener Pakete, welche es für das “c-maken” braucht. Und dabei habe ich dann meine gdm-Installation oder Konfiguration dermassen zerschossen, dass praktisch nichts mehr sauber lief. Ich konnte dann nicht mal mehr auf die temporären Dateien auf mkdtemp zugreifen.

Hätte ich mich – wie so oft – ein bisschen schlau gemacht, was ich bei der Installation überhaupt tue, wäre das vielleicht nicht passiert. Vielleicht, aber nur vielleicht, lerne ich es dann irgend wann doch noch, zuerst zu denken und dann in die Konsole zu hauen.

Zur Zeit nutze ich Twitter per Browser, unterstützt durch das Firefox-Plugin TwitterFox. Das läuft nämlich auch ganz flott mit dem eisigen Wiesel.