Mit ‘Firefox’ getaggte Artikel

User Interfaces entwerfen mit Pencil

Freitag, 27. April 2012

Da ich vor hab eine Android App zu programmieren, hab ich mich mal nach einem Tool umgeschaut mit dem man User Interface Skizzen erstellen kann. Im Ubuntu Software Center gab es nichts was mir zusagte, aber bei Google wurde ich dann fündig.

Mit dem Programm Pencil, welches auf der von Mozilla (Firefox & Thunderbird) verwendeten Gecko-Engine basiert, kann man ohne viel Aufwand UI-Entwürfe erstellen. Dabei kann man, abhängig von den verwendeten Stencils (Schablonen), das ganze wie eine Skizze aussehen lassen oder wie eine richtige Applikation. Nicht nur das Visuelle lässt sich darstellen, sondern (abgesehen von aufwändigen Animationen) auch der Ablauf (welches Fenster erscheint wenn ich auf Button X klicke usw.) Das Endresultat lässt sich dann als HTML, PDF oder Bild exportieren.
Mit diesem Tool sollte es jedem möglich sein seine Designvorschläge für ein Programm oder Shell (Unity auf dem Smartphone z.B.) darzustellen.

Das Programm ist als Firefox Addon auf der Projekt-Webseite verfügbar (http://pencil.evolus.vn/en-US/Home.aspx). Es steht unter der GPL und läuft überall wo auch Firefox läuft. In diesem Blog-Post ist beschrieben wie sich das ganze unter Ubuntu 11.10 als eigenständige Applikation mit Hilfe des XUL-Runners installieren lässt, was vermutlich auch noch in 12.04 funktioniert.

Zusätzliche UI-Elemente (Stencils) findet man auf der Webseite des Projekts.
Stencils für Android gibt es unter http://code.google.com/p/android-ui-utils/downloads/list.
Für Ubuntu besteht auch ein Launchpad-Projekt, wo aber momentan nicht sehr viel zu finden ist. Die Dateien (Ubuntu-TV Vorlage) und Stencils (Unity Panel Einträge) von dort hab ich euch hier hinterlegt. Evtl. hat ja jemand Lust hier weitere Elemente bei zusteuern.

Firefox ohne network-manager geht offline

Freitag, 17. Dezember 2010

Ein paar Wochen lang nutzte ich den Chromium-Browser als Standard-Wühler im Internet. MIttlerweile bin ich wieder davon abgekommen, da er verschiedene Mängel aufweist. Insbesondere bei Internet-Seiten, die Java einsetzen, ist Chromium teilweise gar nicht zu gebrauchen. Beispielsweise beim ipMonitor können die einzelnen Items nicht per Klick ausgewählt werden; man landet immer wieder auf der gleichen Seite. Ausserdem sollen die Chromium-basierenden Browser zurzeit die unsichersten sein. Das kann ich aber nur nachsagen, ob es tatsächlich stimmt, weiss ich nicht. Und so bin ich wieder beim guten, alten Firefox gelandet.

Allerdings nutze ich seit geraumer Zeit auf meinem Lenovo IdeaPad S12 statt dem Network-Manager das Paket wicd. Details dazu habe ich hier beschrieben und in den Kommentaren gibt es einige zusätzliche und interessante Hinweise. Der Firefox orientiert sich offenbar am Network-Manager, um festzustellen, ob das Gerät eine Verbindung zum Internet aufrecht hält. Ist dies nicht der Fall, geht der Browser in den Offline-Modus. Mit einem Klick unter Datei / Offline arbeiten ist das wieder in Ordnung gebracht, aber das ist auf die Dauer lästig. Denn der Firefox geht bei jedem Start in den Zustand, egal, was man unter about:config eingetragen hat.

Die einzige Lösung, die ich fand, bestand darin, den Network-Manager zu entfernen. Danach geht der Firefox nicht mehr in den Offline-Modus:

sudo apt-get remove network-manager

Es ist eigentlich ordentlich, wenn die nicht genutzten Pakete deinstalliert werden. Vielleicht gibt es noch andere Lösungen dazu. Immerhin erreichte ich, was ich wollte, und das zählt ja schlussendlich.

Surfen via ssh

Samstag, 08. Mai 2010

Manchmal ist es hilfreich, über eine ssh-Verbindung zu surfen. Besonders dann, wenn man eine unverschlüsselten Verbindung nutzt und die Daten möglichst “verschlossen” gehalten werden sollten. Eine sehr einfache und zugleich effektive Methode besteht in der Möglichkeit, einen ssh-Tunnel zu einem Gerät herzustellen, das selbst in das Internet routen kann, zum Beispiel zu einem Server. Dazu braucht es folgende, einfache Zeile im Terminal:

ssh -D 127.0.0.1:8080 benutzername@servername.tld

Damit wird der Localhost über den Port 8080 auf den angegebenen Server umgeleitet und verschlüsselt. Man sollte aber beachten, dass die Verschlüsselung nur bis zum Server und in der Regel nicht darüber hinaus erfolgt. Allerdings muss man den Applikationen, mit den auf das Internet zugegriffen werden soll, diesen Weg mitteilen. Beim Firefox reichen dazu einige Einstellungen unter der Reiterkarte “Erweitert” und dort in der Unterrubrik “Netzwerk”. Unter “Festlegen, wie sich Firefox mit dem Internet verbindet” muss folgendes eingestellt werden:

Alle Felder leer lassen, ausser das Feld “SOCKS-Host” muss den gleichen Wert wie oben beschrieben aufweisen:

127.0.0.1 auf dem Port 8080

Damit wird der Verkehr vom Feuerfuchs über die ssh-Verbindung gelenkt und ist damit sauber in einem Tunnel untergebracht. Das funktioniert einwandfrei, zumindest bei meinen Versuchen.

Dieses Vorgehen muss natürlich bei allen Programmen gemacht werden, welche über jenen Tunnel mit dem Internet kommunizieren müssen. Von alleine merken die das nicht, dass sie den Tunnel nutzen sollten.

Wahrscheinlich gibt es noch weitaus elegantere Lösungen als die hier angesprochene. Aber zur Not reicht sie allemal.

Nachtrag:

Wie hier in den Kommentaren Marco beschrieben hat, ist es erforderlich, dem Firefox beizubringen, dass er auch für DNS-Auflösungen den Weg über SSH nutzt. Dazu muss folgende Zeile in der Adresszeile der Firefox eingetragen werden:

about:config

Darauf erscheint eine liebliche Warnung, die man am besten einmal durchlist. Danach verspricht man in der deutschen Version, dass man vorsichtig beim Editieren sein will.

In der ellenlangen Liste sucht man nun nach dem Wert

network.proxy.socks_remote_dns

und setzt ihn durch anklicken auf true. Das ist dann schon alles, was bei Firefox (nebst dem Proxy-Eintrag in den Einstellungen) gemacht werden muss.

Firefox: Nach Reboot Download fortsetzen

Donnerstag, 07. Januar 2010

Falls grössere Dateien mit dem Firefox heruntergeladen werden und zwischendurch entweder ein Reboot nötig ist oder der Rechner soll schlafen gelegt werden, dann ist es möglich, den Download hernach fortzusetzen. Dazu braucht es keine Plugins. Allerdings funktioniert das bloss, wenn kein Abbruch des Downloads stattfindet, sondern beim Download-Manager vom Firefox eine Pause befohlen wird.

Damit bleibt die temporäre Datei, welche mit einem zusätzlichen Suffix .part erweitert wird, bestehen und der Download kann auch nach einem Reboot fortgesetzt werden. Bisher wusste ich nicht, dass das überhaupt geht, habe es aber mittlerweile mit ein paar Servern und Dateien ausprobiert. Gut zu wissen, dass der gute, alte Firefox dies kann. Dieses Vorgehen ersetzt aber keinen Download-Manager, der tatsächlich abgebrochene Downloads wiederaufnehmen kann.

Canonical-Page im Firefox

Montag, 28. Dezember 2009

Google, Microsoft und Yahoo liessen sich etwas einfallen, so dass Inhalt, welcher mehrfach mit unterschiedlichen Adressen im Internet erreichbar ist, nicht als doppelter Content erkannt und damit allenfalls schlechter behandelt wird. Es handelt sich dabei um ein rel Tag namens canonical. SEOs aller Welt behaupten nun, dass der Tag für sie als SEOs gemacht worden wäre und ihnen einen grossen Vorteil bescheren würde. Nun, HTML-Tag sind nie für SEOs gemacht, mindestens nicht vordergründig oder gar absichtlich. HTML steht dafür da, um Inhalte in einer Seitenbeschreibung korrekt wiederzugeben. Es dient den Menschen, um Inhalte zu verbreiten. Das ist alles und der Rest ist frei erfunden, beziehungsweise interpretiert.

Der Welt geht es ohne SEOs genau so gut oder schlecht, wie bisher. Ich halte nichts vom Wettrüsten und seinen Ausartungen. Ich weiss, diese Aussage ist sehr pointiert und sie stimmt nicht generell, zumal die Branche der SEOs durch viele Möchtegern-Optimierer grossen Schaden genommen hat. Mit Sicherheit gibt es da draussen ein paar ganz seriöse Unternehmung, die Website-Optimierungen bezogen auf das Finden bei Suchmaschinen betreiben.

Den Begriff canonical kennen wir ja schon seit geraumer Zeit aus dem Bereich des Domain Name System. Dort wird er benutzt, um eine Ressource mehrfach mit jeweils einem andern Namen zu nennen.

Zurück zum rel Tag canonical: Der Firefox in der Version 3.5.8pre liefert Informationen zu canonical-Namen, wenn welche vorhanden sind. Oben rechts in der Adressliste, dort, wo auch die Informationen zu den Feeds zu finden sind, zeigt sich ein eingegrautes oder blaues C in einem Kreis.

Für diverse CMS gibt es mittlerweile Plugins dazu, wie SEOux Indianer berichtet. Hier auf meinem Blog, bei dem Word Press 2.9 zum Einsatz kommt, habe ich kein spezielles Plugin dazu eingesetzt. Die Version 2.9 soll den canonical-Tag von Haus aus für die Artikel-Einzelseite unterstützen. Offenbar setzt sich das Tag durch und kommt nach und nach an verschiedenen Orten zum Einsatz.

DeimHart im ubuntuusers-Firefox-Menü

Sonntag, 20. Dezember 2009

In der aktuellen Version der Firefox-Erweiterung ubuntuusers-Menü ist unser Podcast bei DeimHart enthalten. Unter Nützliche Links / Audio & Video / Podcasts ist er zu finden. Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Link entdeckt habe, zumal ich dieses Menü schon eine Weile nutze.

Entwickelt hat es JaiBee mit dem Python-Skript Easy Menu. Das Menü liefert nützliche Links zum Thema Ubuntu nicht nur aus dem deutschsprachigen Raum. Ich mag es besonders, weil man sich damit direkt recht tief in die Struktur von ubuntuusers.de navigieren kann. Alle enthaltenen Links sind hier aufgelistet, eine Wiki-Seite zum Projekt gibt es hier.

SeaMonkey 2.0 mittels Ubuntuzilla installieren

Mittwoch, 25. November 2009

SeaMonkey setzt sich aus verschiedenen Applikation wie einem Browser, einem E-Mail-Programm, einem HTML-Editor und einem Chat-Klient zusammen. Die Suite stammt ursprünglich vom Netscape-Navigator ab, sie wurde später durch Mozilla-Leute weiter entwickelt. Heute investiert die Mozilla-Foundation viel Aufwand in das Flaggschiff Firefox und in Thunderbird. SeaMonkey wird nebenher noch weiter gepflegt. Unter Ubuntu besteht ein fertiges Paket, das über APT installiert werden kann. Es handelt sich aber um die Version 1.1.17, welche schon seit Hardy vorliegt. Offenbar wird seitens Ubuntu nicht sehr viel unternommen, um den Browser in einer neueren Version bereitzustellen, zumal ja Firefox als Platzhirsch gilt. Inzwischen gibt es aber seit einigen Wochen die Version 2.0 (Build identifier: Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686 (x86_64); de; rv:1.9.1.4) Gecko/20091017 SeaMonkey/2.0) dieser Suite.

UbuntuZillaDiese Version lässt sich einfach herunterladen, in einem Verzeichnis freier Wahl entpacken und von dort aus starten. Es braucht dazu bloss die Datei seamonkey ausgeführt zu werden. Das ist aber nicht immer ideal. Falls von einer manuellen Installation abgesehen werden will oder muss, kann das Skript Ubuntuzilla eine etwas bessere und komfortablere Lösung anbieten, womit sich die Suite (und auch andere Programme aus der Mozilla-Schmiede) installieren lassen. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass diese Art der Installation an APT vorbeiführt und man sich dadurch einen zweiten Software-Kanal auf den Rechner holt. Mit Ubuntuzilla installierte Applikationen lassen sich weder mit APT updaten noch deinstallieren. Falls nicht klar ist, was das bedeutet, sollte man besser die Finger von Ubuntuzilla lassen oder sich zuerst schlau machen.

Zunächst muss Ubuntuzilla installiert werden. Dazu wird noch immer APT genutzt; es braucht eine Zeile in der sources.list, welche mit diesem Befehl, der im Terminal ausgeführt wird, eingefügt wird (alles in einer Zeile):

echo "deb http://switch.dl.sourceforge.net/project/ubuntuzilla/apt all main" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list > /dev/null

Anschliessend braucht es den Schlüssel zur Quelle, der so zu holen ist:

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com C1289A29

Danach folgt das obligate Update und schliesslich die Installation des Skriptes, welches dann die eigentliche Installation von SeaMonkey vornimmt:

sudo apt-get update
sudo apt-get install ubuntuzilla

Ubuntuzilla wird im Terminal bedient. Um SeaMonkey zu installieren, braucht es folgenden Befehl, der unbedingt ohne sudo ausgeführt werden muss:

ubuntuzilla.py -a install -p seamonkey

Das Skript begrüsst den Benutzer und will dann sicherstellen, dass die richtige oder aktuelle Version heruntergeladen wird und erwartet dafür ein simples Ja oder Nein.

SeaMonkey

Nach diesem Schritt wird die Sprache des Browsers ausgewählt. Deutsch ist die Nummer drei. Diese muss dann noch bestätigt werden und schliesslich beginnt der Download.

SeaMonkey

Falls Firefox auf dem System installiert ist, fragt das Skript nach, ob es auf alle Plugins, welche Firefox nutzt, verlinken soll. Das ist recht sinnreich, finde ich, zumal dann schon alles läuft. Schliesslich will das Skript noch wissen, ob es ein Starter anlegen soll und ob es bei Aktualisierung der gerade eben installierten Paketen aktiv werden soll. Falls SeaMonkey aus den ordentlichen Paketquellen von Ubuntu jetzt noch installiert ist, sollte es nun entfernt werden:

sudo apt-get remove seamonkey
sudo apt-get autoremove

AutoRemove sollte wegen den Zusatzprogrammen von SeaMonkey aufgerufen werden, da diese mit dem schlichten Remove-Befehl nicht entfernt werden.

SeaMonkey

Damit ist die Installation abgeschlossen. Sämtliche Optionen und Schalter, welche mit Ubuntuzilla verwendet werden können, sind hier auf dem Projekt-Wiki notiert. SeaMonkey ist im deutschen Gnome-Menü unter Anwendungen / Internet / SeaMonkey zu finden. Der Browser gefällt mir ganz gut und hat im Vergleich zur Vorgänger-Version eine Menge neuer Features bekommen. Die Details stehen in den Versionsnotizen.

SeaMonkey

Aber auch das Mailprogramm gefällt mir ganz gut, wobei dort meiner Meinung nach die Verwandtschaft zu Thunderbird deutlich auffällt. Auch Enigmail funktioniert damit.

SeaMonkey

Ich habe immer gerne einen oder zwei alternative Browser nebst dem Firefox zur Verfügung. Und dazu bietet sich die aktuelle Version des SeaMonkeys geradezu an. Wer auf Ubuntuzilla verzichten will, kann sich die ganze Geschichte auch manuell zusammenschustern.

Lesezeichen im Firefox sortieren

Dienstag, 03. November 2009

firefoxDie Lesezeichen im Firefox – ja, es gibt tatsächlich noch Benutzer, welche diese Funktion nutzen und nicht auf externe WebZwoNull-Dinger ausweichen – werden in der Regel in der Reihenfolge angezeigt, wie sie chronologisch der Liste hinzugefügt wurden. Nach meinem Dafürhalten ist das ärgerlich und vor allem nicht komfortabel. Es gibt dazu eine Funktion in der config-Seite vom Firefox. Ruft man nämlich den Firefox mit der “URL” about:config auf, sieht man sich – nach der Bestätigung, dass man sich ganz artig und lieb verhalten will – in der Konfiguration vom Feuerfuchs wieder. Dort gibt es die Einstellung namens browser.bookmarks.sort.direction, welche mit dem Wert natural befüllt werden muss, damit die Lesezeichen natürlich nach Alphabet sortiert würden. Das funktioniert aber bei mir – weiss der Teufel weshalb – nicht.

Deshalb habe ich mich nach einer Erweiterung umgesehen; für die Lesezeichen gibt es ja Tausende davon. Zum Sortieren fand ich dann schliesslich die Erweiterung SortPlaces von Andy Halford. Die gefällt mir ganz gut, da sich damit auch die Ordner in den Lesezeichen so sortieren lassen, dass sie zuoberst angeordnet und nicht inmitten der andern Lesezeichen nach Alphabet sortiert erscheinen. Ausserdem fügt das Addon unten rechts am Browser in der Statusleiste eine kleine Grafik ein, womit die Einstellungen der Erweiterung schnell erreicht werden können oder eine Sortierung befohlen wird.

SortPlaces 1.6.4

Wie auch auf der Website von Andy zu lesen ist, ist die Erweiterung recht tief zu parametrisieren, was mit entgegenkommt. Es lassen sich damit alle drei Ebenen von Lesezeichen einstellen, also die Lesezeichen-Symbol-Leiste, das Lesezeichen-Menü und die unsortierten Lesezeichen. Wer die Lesezeichen-Funktion vom Firefox noch immer nutzt, sollte sich die Erweiterung meiner Meinung nach ansehen. Ich finde, dass sie deutlich mehr aus der Verwaltung der Lesezeichen und der Bedienung herausholt.

Abgesicherter Modus beim Firefox

Donnerstag, 17. September 2009

Der abgesicherte Modus beim Firefox kann bei einem “verhedderten” Browser gute Dienste leisten. Dieser Modus ist zwar offiziell dokumentiert, aber offenbar doch nicht allgemein bekannt; da kann ich mich aber täuschen. Er hilft bei Problemen mit Addons oder mit der Applikation ganz allgemein. Damit lässt sich der Browser quasi nackt starten. Den abgesicherten Modus erreicht man mit der Konsole, muss aber darauf achten, dass keine andere Instanz von Firefox läuft:

firefox -safe-mode

Auf meinem System startete der Browser nicht mehr richtig und blieb oft stehen. Mit dem abgesicherten Modus habe ich den Browser zurückgesetzt und dann nach und nach die Addons wieder installiert.

Firefox Safe Mode

Nun wühlt sich mein Browser wieder richtig durch das Netz und zeigt – mindestens bis jetzt – keine Schwächen mehr.

Kiosk PC unter Ubuntu

Montag, 06. April 2009

Eine sichere Surfstation für ein Internet-Kaffee oder einen öffentlichen Rechner mit Ubuntu zu erstellen, ist etwas sehr Einfaches und geht recht schnell. Mit dieser Maschine sollen Gäste das Internet per Browser nutzen können und dabei keine Möglichkeit finden, am System etwas zu verändern. Ich habe dazu Ubuntu 8.10 benutzt, ganz normal aufgesetzt, dann alle Updates gefahren und einen Desktop-Benutzter (zum Beispiel gast) erstellt. Weiter installierte ich sicherheitshalber den freien SSH-Server; man weiss ja nie:

sudo apt-get install openssh-server

Dann melde ich mich erst einmal als gast an und installiere eine Erweiterung für den Firefox, die den Browser in den “Kiosk-Modus” versetzt. Gute Erfahrungen habe ich mit Client Profile – Brooklyn Museum gemacht. Diese Erweiterung besteht aus zwei Dateien, mit denen der Firefox konfiguriert und für den “sicheren Surfbetrieb” optimiert werden kann.

firefox_logo

Als nächster Schritt muss ich sicherstellen, dass bei dem Benutzer gast der Firefox beim Login sogleich startet und falls der Browser oder sogar der X-Server abraucht, sich Firefox gleich wieder startet. Dazu gibt es auf ubuntuusers.de eine gute Anleitung. Jene Zeilen liessen sich auch in die Datei .profile des Users gast eintragen. Dann startet beim Login der Firefox und alle andern Anwendungen bleiben dem Benutzer verwehrt. Allerdings habe ich es nicht hingekriegt, dass auf diesem Weg der Firefox im Vollbildmodus startet.

Deswegen nutze ich sie als Startdatei und lass sie automatisch beim Login starten. Als nächstes sind die Proxy-Einstellungen einzustellen (falls nötig) und dann ist eigentlich die Arbeit beim Benutzer gast abgeschlossen. Lediglich das obere Panel habe ich noch gelöscht und aus dem unteren alle Ikonen entfernt. Eventuell sollte man sich die Tastenkombinationen noch ansehen. Als erster Benutzer kann nun per gconf-editor das Kontextmenü für Gnome abschalten. Dazu ist dieser Schlüssel zu löschen:

/apps/nautilus/preferences/show_desktop

Als weitere Absicherung nutze ich noch das Paket pessuslus, mit dem die Benutzerrechte noch mehr eingeschränkt werden können. Man installiert es wie gewohnt per

sudo apt-get install pessulus

und ruft es dann im Terminal per pessuslus auf. Die Erklärungen sind selbstsprechend und die Einstellungen lassen sich per Maus konfigurieren. Damit lässt sich beispielsweise verhindern, dass die Benutzer ein Panel anlegen oder verändern können, oder mit [Alt] und [F2] eine Applikation starten können. Ausserdem kann damit verhindert werden, dass der User auf die Festplatte schreiben darf. Jetzt deaktiviere ich noch jene Dienste, die es nicht braucht und lasse den Benutzer gast beim Systemstart automatisch anmelden. Dort startet sich dann selbsttätig der Firefox im Kiosk-Modus und damit sind die softwareseitigen Einstellungen fertig.

Auf der Hardware-Seite würde ich das Booten ab einem externen Datenträger (USB, CD-Rom etc.) und am dem Netzwerk verhindern. Ausserdem könnte es sinnreich sein, das CD-Rom ganz abzuhängen. Das BIOS würde ich dazu noch mit einem Kennwort schützen.

Damit ist die Kiste fertig. Sollte nun eine Korrektur nötig sein, kann man sich per

ssh -X ErsterBenutzer@RechnerName

von einem andern Rechner aus auf dem System einloggen, pessulus aufrufen und sogleich wieder speichern. Dann sind die Einstellungen entfernt. Danach auf

sudo -s

umschalten und die die Datei im Ordner

/home/gast/.config/autostart

die den Firefox startet, etwa Firefox.desktop, löschen. Danach kann man das System neu starten und sich normal als Benutzer gast bewegen. Nach den Korrekturen muss das System natürlich wieder “verschraubt” werden.

Diese Konfiguration würde ich dort einsetzen, wo sich Besucher oder Gäste aufhalten und auf das Internet zugreifen wollen. Gänzlich unbeaufsichtigt würde ich aber eine solche Kiste nie lassen. Sonst bekäme sie womöglich noch Beine oder würde aufgeschraubt.